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Jetzt kostenlos testenBlink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari
Die Kunst, sich der Aufmerksamkeitsökonomie zu entziehen
Nichts tun von Jenny Odell ist ein Buch, das dazu aufruft, innezuhalten und die Welt um uns herum bewusster wahrzunehmen. Es gibt praktische Anleitungen, wie wir uns von der ständigen Ablenkung lösen und eine tiefere Verbindung zu uns selbst und unserer Umgebung herstellen können.
Wir befinden uns im kalifornischen Oakland, im Ballungsraum San Franciscos. Es ist Frühjahr 2017, und Jenny Odell will von ihrem Computer wegkommen und ihre Gedanken sammeln. Dazu setzt sie sich gern in den Morcom Rose Garden, kurz: den „Rosengarten“. Odell hadert mit einer Einladung, die sie gerade bekommen hat. Sie soll auf einer Kunst- und Technologiekonferenz sprechen. Doch zum einen ist sie noch immer so erschüttert über Donald Trumps Wahlerfolg bei der US-Präsidentschaftswahl, dass sie nicht weiß, wie sie überhaupt irgendetwas machen soll. Zum anderen steht sie der Verwendung moderner Technologie gelinde gesagt skeptisch gegenüber.
Im Rosengarten, zwischen Blumenbeeten und Rankengerüsten, kommt ihr die Eingebung: Ihr Vortrag wird sich ums Nichtstun drehen. Mehr noch: um das Nichtstun als politischen Widerstand gegen die Aufmerksamkeitsökonomie.
Warum kommt ihr die Idee gerade dort? Weil der Park für alles steht, was sie sagen will, in ihren Worten: „die Praxis des Nichtstun, die Architektur des Nichts, die Bedeutung des öffentlichen Raums und die Ethik der Fürsorge und Erhaltung“. Klingt interessant, aber was bedeutet dieses Zitat? Das klären wir nun Schritt für Schritt.
Parks sind sogenannte Naherholungsgebiete: grüne Oasen im urbanen Grau und eine Art Antithese zur Produktivität. Sie füllen sich vor allem am Wochenende, also dann, wenn die Leute freihaben. Selbst unter der Woche geht man hier langsamer als im Straßenverkehr. Als herrschten hier andere Naturgesetze. Man betritt den Park, um kurz mal nichts zu tun.
Das liegt auch an seiner Architektur. Odells Rosengarten ist verwinkelt, geradezu labyrinthisch. Seine Pfade schlängeln und winden sich, sodass du nicht selten an den Anfang deines Weges zurückkehrst. Das ist das Gegenteil von Zielstrebigkeit und Effizienz. Und genau das macht ihn zum Inbegriff des öffentlichen Raums. Dieser Raum ist weder produktiv noch kommerziell. Du musst nichts kaufen, um hier zu sein. Du darfst einfach nichts tun. Das erklärt, warum solche Orte ständig bedroht sind: Sie lassen sich nicht monetarisieren.
Der wahre Wert des Nichtstuns lässt sich nicht in Kennzahlen messen, denn er steht im diametralen Gegensatz zum Konsum. Nichtstun bedeutet Wiederherstellung. Deine Gesundheit ist wie der Rosengarten – du musst sie pflegen und schützen. Den Rosengarten in Oakland halten Anwohner ehrenamtlich instand. Ihr Protest verhinderte in den Siebzigerjahren, dass der Park mit Eigentumswohnungen zugepflastert wurde.
Kapitalismus ist disruptiv: nutzen, wegwerfen, neu machen. Dagegen stehen die Zeit und der Raum des Nichtstuns für Zyklizität. Für Liebe, Regeneration und Erhaltung. Und wenn das nicht schützenswert ist, was dann?
Nichts tun (2019) ist ein flammendes Plädoyer fürs Innehalten – und gegen das allgegenwärtige Effizienzdenken. Die großen Digitalkonzerne wissen genau, wie sie unsere Aufmerksamkeit rauben können. Doch wie finden wir wieder zu uns selbst und zur Welt um uns herum? Durch ein bewusstes Seinlassen – das Nichtstun eben. In den Blinks erfährst du, was es dafür braucht, um wieder authentische Begegnungen, demokratische Teilhabe und die Wertschätzung der Natur in unser Leben lassen.
Ich bin begeistert. Ich liebe Bücher aber durch zwei kleine Kinder komme ich einfach nicht zum Lesen. Und ja, viele Bücher haben viel bla bla und die Quintessenz ist eigentlich ein Bruchteil.
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