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Das sind die Blinks zu

Denken wie ein Shaolin

Die sieben Prinzipien der emotionalen Selbstbestimmung

Von Bernhard Moestl
13 Minuten
Audio-Version verfügbar
Denken wie ein Shaolin: Die sieben Prinzipien der emotionalen Selbstbestimmung von Bernhard Moestl

Selbst die körperlich stärksten Menschen gehen in die Knie, wenn ihr emotionales Gleichgewicht durch Ängste, Frust, Unsicherheit oder Angriffe von außen ins Wanken gerät. Bernhard Moestl hat während seines Aufenthalts im berühmten Shaolin-Kloster nicht nur die Kampfkunst der Mönche erlernt, sondern auch Einblicke in das Zusammenspiel von Geist und Seele erhalten. Diese Blinks fassen die sieben Prinzipien zusammen, mit denen du deine emotionalen Abwehrkräfte stärkst und dein Leben in den Griff bekommst.

  • Jeder, der sich schonmal von seinen Gefühlen zu einer folgenschweren Entscheidung hinreißen ließ
  • Jeder, der von der Kraft fernöstlicher Philosophie fasziniert ist
  • Jeder, der seine geistige und emotionale Gesundheit vor Angriffen schützen möchte

Bernhard Moestl wurde 1970 geboren und arbeitet als Fotograf, Autor und Coach. Seit über 20 Jahren verbringt er regelmäßig Zeit im Shaolin-Kloster, um von den Mönchen zu lernen und das fernöstliche Prinzip der Kraft der Gedanken mit westlichen Werten zu verbinden. Die Ergebnisse dieses spannenden Transfers hat er bereits in mehreren erfolgreichen Publikationen veröffentlicht.

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Denken wie ein Shaolin

Die sieben Prinzipien der emotionalen Selbstbestimmung

Von Bernhard Moestl
  • Lesedauer: 13 Minuten
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Denken wie ein Shaolin: Die sieben Prinzipien der emotionalen Selbstbestimmung von Bernhard Moestl
Worum geht's

Selbst die körperlich stärksten Menschen gehen in die Knie, wenn ihr emotionales Gleichgewicht durch Ängste, Frust, Unsicherheit oder Angriffe von außen ins Wanken gerät. Bernhard Moestl hat während seines Aufenthalts im berühmten Shaolin-Kloster nicht nur die Kampfkunst der Mönche erlernt, sondern auch Einblicke in das Zusammenspiel von Geist und Seele erhalten. Diese Blinks fassen die sieben Prinzipien zusammen, mit denen du deine emotionalen Abwehrkräfte stärkst und dein Leben in den Griff bekommst.

Kernaussage 1 von 8

Das Prinzip der Ausgeglichenheit: Lerne, deine Gefühle zu kontrollieren – sonst besiegen sie dich.

Wir alle sind emotional und sensibel, und das gelegentliche Wechselbad der Gefühle hält uns jung und frisch. Da uns allzu heftige Gefühlsstürme aber völlig aus dem Gleichgewicht bringen, galt es bei den chinesischen Shaolin-Mönchen seit jeher als größte Tugend, seine Emotionen voll unter Kontrolle zu haben. Nur, wer diesen Zustand nach jahrelangem Training erreichte, wurde in die geheimen Kampfkünste eingeweiht.

Einer der Gründe dafür ist, dass intensive Gefühle dein Urteilsvermögen trüben können. Egal, ob überglücklich, tieftraurig oder blind vor Wut: Dein emotional aufgewühltes Gehirn bevorzugt automatisch jene Dinge und Faktoren, die deinem Gefühlszustand entsprechen. Es kann nicht alle relevanten Faktoren gleichwertig behandeln und daher keine rationale Entscheidung treffen. Geflügelte Worte wie „Übermut tut selten gut“ und „eine Nacht darüber schlafen“ kommen also nicht von ungefähr.

Wenn Menschen wegen einer an sich banalen Kleinigkeit in die Luft gehen, könnte man auch sagen: „Was lange gärt, wird endlich Wut.“ Wenn sich Gefühle wie Stress, Frust oder Schmerz über einen längeren Zeitraum anstauen und kein Ventil finden, entsteht zwangsläufig Druck. Irgendwann reicht dann der kleinste Funke, um eine wahre Explosion auszulösen. Dasselbe passiert, wenn „Gefühle an uns nagen“, oder „Konflikte lange schwelen“, bis es zum vulkanartigen Ausbruch kommt. Der Auslöser ist dann nur die sprichwörtliche Spitze des emotionalen Eisbergs.

Wichtig ist, dass du selbst Verantwortung übernimmst und lernst, deine Gefühle zu zügeln. Wenn wir schlechte Laune haben, ist es einfach, die Schuld anderswo zu suchen: bei Laus und Leber, der fiesen Chefin, dem grantigen Nachbarn oder dem unsensiblen Partner. Dabei ist es natürlich falsch, andere Menschen für deine Gefühle verantwortlich zu machen. Wie jemand anderes sich verhält und wie du reagierst, sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Die Shaolin haben früh erkannt, dass man den Schmerz selbst weder abwenden noch ändern kann. Man kann nur beeinflussen, wie viel Raum man ihm gibt. Der erste Schritt auf dem Weg zu einem emotionalen Schutzschild bestand für sie in der Kunst der Verteidigung.

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