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von Yuval Noah Harari
Die japanische Weisheit für ein perfekt unperfektes Leben
Wabi-Sabi ist ein Buch, das uns dazu einlädt, die Schönheit im Unvollkommenen zu entdecken und das Leben bewusst zu genießen. Es ermutigt uns, die Einfachheit zu schätzen und unseren Fokus auf die Gegenwart zu richten.
Auch wer sein ganzes Leben in Japan verbringt, würde den Begriff Wabi-Sabi wohl nie laut ausgesprochen hören. Im Kōjien, Japans bekanntestem Wörterbuch, finden sich zwar die Wörter Wabi und Sabi, nicht aber der kombinierte Begriff. Wabi-Sabi ist vielmehr eine grundlegende Lebensphilosophie, die sich wie ein unsichtbarer Faden durch die japanische Kultur zieht. Aber was steckt dahinter?
Fangen wir mit dem Wort Wabi an. Im modernen Japanischen bedeutet es so viel wie „gedämpfter oder zurückhaltender Geschmack“. Ursprünglich wurde das Wort mit Armut, Kargheit und Hoffnungslosigkeit in Verbindung gebracht, da es vom Verb wabiru kommt, was „sich Sorgen machen“ heißt.
Um die volle Bedeutung des Wortes zu erfassen, müssen wir einen Blick auf die alten Teezeremonien werfen, die in der japanischen Kultur eine wichtige Rolle spielen. Obwohl Japan Mitte des 16. Jahrhunderts einen Kaiser hatte, wurde es in Wirklichkeit von Feudalherren regiert, den sogenannten Daimyō. Die Samurai-Krieger, die die Schlösser und Ländereien der Daimyō beschützten, begannen mit dem Teetrinken, um während der Nachtwache nicht einzuschlafen. Die Zeremonie, die damit einherging, brachte einen Moment der Ruhe in ihr gewalttätiges Leben.
Bald jedoch wurde das Teetrinken von den herrschenden Klassen übernommen, die es um teure Utensilien und reich verzierte Teestuben ergänzten und zum Teil ihres verschwenderischen Lebensstils machten. Statt besinnlicher Zeremonie war das Teetrinken plötzlich ein Luxus-Zeitvertreib.
Sen no Rikyū, Teemeister des berühmten Daimyō Toyotomi Hideyoshi, beschloss schließlich, die Teezeremonie zu ihren Ursprüngen zurückzuführen. Rikyū lehnte den Luxus der höfischen Teezeremonien ab und zog ein simpleres Ritual mit einfachen Utensilien in kleinen Teestuben vor. Statt Reichtum sollte die Zeremonie Schlichtheit und natürliche Schönheit zelebrieren. Rikyūs Stil der Teezeremonie wurde als Wabi-Tee oder Wabi-cha bekannt. Wabi beschreibt also eine Geisteshaltung der Einfachheit, Bescheidenheit und Genügsamkeit.
Wenden wir uns nun Sabi zu. Ins Deutsche übersetzt bedeutet es so viel wie „Patina“ oder „geschmackvolle Schlichtheit“. Heute spiegelt die Bedeutung des Wortes eine Wertschätzung von Verwitterung, Makeln und anderen Altersspuren wider. In seinem berühmten Essay Lob des Schattens erklärte der japanische Schriftsteller Tanizaki Jun’ichirō die Sabi-Mentalität seines Volkes: „Wir besitzen keineswegs eine Abneigung gegen alles, was glänzt, jedoch ziehen wir den besinnlichen Schimmer dem geistlosen Leuchten vor.“
Der kombinierte Begriff Wabi-Sabi vermittelt somit eine Weltanschauung, die die Schönheit, Unvollkommenheit und Vergänglichkeit der Dinge schätzt. Das steht in starkem Kontrast zu westlichen Ideologien wie Materialismus, Perfektionismus und Jugendwahn. Unsere schnelllebige Konsumkultur kann von der Weisheit des Wabi-Sabi also einiges lernen.
Die Blinks zu Wabi-Sabi (2018) erklären auf anschauliche Weise, wie das japanische Konzept des Wabi-Sabi dein Leben zum Besseren verändern kann. Bei Wabi-Sabi geht es darum, die Einfachheit, Unbeständigkeit und Unvollkommenheit des Lebens schätzen zu lernen – das perfekte Gegenmittel also zu unserer schnelllebigen und oberflächlichen Konsumkultur.
„Wabi-Sabi lehrt uns, dass eine dynamische Vergänglichkeit der natürliche Zustand allen Seins ist.
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