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Das sind die Blinks zu

Das sechste Sterben

Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt

Von Elizabeth Kolbert
10 Minuten
Audio-Version verfügbar
Das sechste Sterben: Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt von Elizabeth Kolbert

In der Geschichte der Erde gab es bisher fünf Phasen, in denen binnen sehr kurzer Zeit extrem viele Arten ausstarben. Wir Menschen sind momentan dabei, das sechste Massensterben zu verursachen, wie die Blinks zu Das sechste Sterben zeigen.

  • Alle, die sich für unser Ökosystem und den Klimawandel interessieren
  • Alle, die wissen möchten, wie sich das Leben auf der Erde weiterentwickeln wird
  • Alle, die sich darüber sorgen, was wir Menschen unserem Planeten antun

Elizabeth Kolbert ist eine amerikanische Journalistin. Sie ist v.a. für ihre Kommentare zu Umweltthemen im New Yorker Magazine bekannt sowie für ihr Buch Vor uns die Sintflut, in dem sie sich mit dem Klimawandel beschäftigt. Für Das sechste Sterben wurde sie 2015 mit dem Pulitzer-Preis für Sachbücher ausgezeichnet.

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Das sechste Sterben

Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt

Von Elizabeth Kolbert
  • Lesedauer: 10 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 6 Kernaussagen
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Das sechste Sterben: Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt von Elizabeth Kolbert
Worum geht's

In der Geschichte der Erde gab es bisher fünf Phasen, in denen binnen sehr kurzer Zeit extrem viele Arten ausstarben. Wir Menschen sind momentan dabei, das sechste Massensterben zu verursachen, wie die Blinks zu Das sechste Sterben zeigen.

Kernaussage 1 von 6

Menschen verursachen das sechste Massensterben von Tierarten.

Tiger, Löwen, Wale – jedes Kind weiß, dass einige Tierarten vom Aussterben bedroht sind. Wir haben auch alle schon gehört, dass der Mensch daran schuld ist. Aber wie schlimm ist es wirklich?

Seit Darwin ist uns bekannt, dass durch die Evolution laufend neue Arten entstehen. Genauso normal ist es, dass alte verschwinden, wenn eine neue erfolgreichere Art ihren Platz einnimmt. Das Aussterben einiger Arten ist also vollkommen natürlich. Für gewöhnlich geschieht das aber sehr langsam. Die sogenannte Hintergrundaussterberate beträgt z.B. für Säugetiere 0,25 pro Millionen Speziesjahre – das bedeutet, unter „normalen“ Umständen würde etwa alle 700 Jahre eine Säugetierart aussterben.

Heute ist die tatsächliche Aussterberate z.B. bei Amphibien geschätzt 45.000-mal höher als die natürliche Rate. Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert. In der Vergangenheit ereignete sich massenhaftes Artensterben in fünf Phasen. Die bekannteste davon war das Aussterben der Dinosaurier vor ca. 64 Millionen Jahren. Damals lag die Aussterberate vielleicht sogar 100.000-mal höher als im Normalfall. Die früheren Phasen des Massensterbens wurden alle durch geologische Katastrophen oder andere rasante Veränderungen der Umwelt verursacht: Kometeneinschläge, plötzliche Änderungen des Klimas oder eine Kombination von beidem führten dazu, dass viele Arten ihren natürlichen Lebensraum verloren und ausstarben.

Heute sieht das anders aus: Wir Menschen sind daran schuld, dass so viele Arten von der Erdoberfläche verschwinden wie schon lange nicht mehr. Einige Arten haben wir einfach ausgerottet: Der Riesenalk war z.B. ein pinguinähnlicher Vogel, der auf der Nordhalbkugel lebte. Er wurde von Menschen so lange gejagt, bis irgendwann, vermutlich um das Jahr 1860, das letzte lebende Exemplar erschossen wurde.

Andere Arten fallen uns Menschen eher indirekt zum Opfer: Wir greifen in alle Lebensräume auf diesem Planeten ein und verändern sie. Einige Arten können sich an diese Veränderungen anpassen – andere nicht.

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