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Lechts oder rinks

Warum wir Fehler machen

Von Joseph T. Hallinan
18 Minuten
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Lechts oder rinks: Warum wir Fehler machen von Joseph T. Hallinan

In Lechts oder rinks untersucht Joseph T. Hallinan, warum wir Fehler machen. Er zeigt anhand vieler unterhaltsamer Beispiele, dass die meisten Fehler nicht zufällig passieren, sondern direkt damit zusammenhängen, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen. Außerdem bekommst du einige Ratschläge, wie du am besten dafür sorgst, dass du selbst weniger falsch machst.

  • Tollpatschige, die weniger Fehler machen wollen
  • Jeder, der ständig Namen, Telefonnummern und Passwörter vergisst
  • Alle, die verstehen wollen, warum wir überhaupt Fehler machen

Joseph T. Hallinan ist ein US-amerikanischer Journalist und Autor. Er hat unter anderem Artikel für das Wall Street Journal geschrieben, an der Vanderbilt University in Nashville unterrichtet und wurde mit dem Pulitzer-Preis für investigativen Journalismus ausgezeichnet. Für sein Buch Going Up the River: Travels in Prison Nation wurden ihm zahlreiche Preise verliehen. Sein jüngstes Buch heißt Kidding Ourselves: The Hidden Powers of Self-Deception.

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Lechts oder rinks

Warum wir Fehler machen

Von Joseph T. Hallinan
  • Lesedauer: 18 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 11 Kernaussagen
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Lechts oder rinks: Warum wir Fehler machen von Joseph T. Hallinan
Worum geht's

In Lechts oder rinks untersucht Joseph T. Hallinan, warum wir Fehler machen. Er zeigt anhand vieler unterhaltsamer Beispiele, dass die meisten Fehler nicht zufällig passieren, sondern direkt damit zusammenhängen, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen. Außerdem bekommst du einige Ratschläge, wie du am besten dafür sorgst, dass du selbst weniger falsch machst.

Kernaussage 1 von 11

Haste nicht gesehen: Augen und Hirn nehmen immer nur einen kleinen Ausschnitt der Welt wahr.

Manche Fehler sind unglaublich peinlich. Der Schauspieler Burt Reynolds traf z.B. einmal in einer Bar auf einen Mann, der am Tresen saß und eine Kundin beleidigte. Als er dem Pöbler einen Haken verpasste und der Mann vom Hocker flog, stellte Reynolds fest, dass dieser keine Beine hatte. Wie hatte er das nur übersehen können?

Wir alle nehmen nur einen relativ kleinen Ausschnitt unserer Umwelt wahr. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen haben wir nun mal hinten keine Augen im Kopf, also ist etwa die Hälfte der Welt für uns ständig unsichtbar.

Zum anderen bestimmen unsere Identität und Persönlichkeit, worauf wir besonders achten. Wenn Versuchspersonen beobachten, wie ein Mann einer Frau ihre Handtasche klaut, können die Männer später mehr Details über den Dieb berichten, die Frauen über das Opfer. Wir konzentrieren uns auf die Personen, mit denen wir uns identifizieren.

Auch unsere Erfahrung verändert unseren Blick automatisch. Golfprofis blicken z.B. in den Sekunden vor dem Abschlag unverwandt auf den Ball, während der Blick von Anfängern unsicher zwischen Ball, Schläger und dem Loch hin- und herwandert.

Für unsere Wahrnehmung spielen auch unsere Erwartungen eine große Rolle. Das sehen wir unter anderem an Leuten, deren Job es ist, Dinge zu finden, die normalerweise nicht da sind. Wenn z.B. Ärzte Röntgenbilder nach Tumoren untersuchen oder das Sicherheitspersonal am Flughafen unser Gepäck nach Waffen durchscannt, sind die Fehlerraten enorm hoch. Ein Viertel der Waffen, die bei Tests in Flugzeuge geschmuggelt werden, wird nicht gefunden. Eben weil Tumore und Waffenschmuggel so selten vorkommen, sind diese Leute es gewohnt, nichts zu finden, und diese Erwartung beeinflusst ihre Wahrnehmung.

Das führt auch dazu, dass wir Dinge eher dort sehen, wo wir sie erwarten. Die Cola-Dose in der Kühlschranktür finden wir schnell. Im Gemüsefach würden wir sie aber vermutlich übersehen, weil wir dort nicht mit ihr rechnen.

Burt Reynolds hatte also wahrscheinlich überhaupt nicht damit gerechnet, dass der Mann am Tresen keine Beine hat – und es deswegen übersehen.

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