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Das sind die Blinks zu

Die den Sturm ernten

Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte

Von Michael Lüders
13 Minuten
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Die den Sturm ernten: Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte von Michael Lüders

Die den Sturm ernten (2017) erklärt den Syrien-Konflikt: Wie ist er entstanden? Wie viel Verantwortung tragen europäische Regierungen? In den Blinks werden die Interessen der einzelnen Konfliktparteien beleuchtet – und ebenso die des Westens und Russlands.

  • Studierende der Politikwissenschaft
  • Medienleute
  • Alle, die den Syrien-Konflikt verstehen wollen

Michael Lüders ist Politik- und Islamwissenschaftler und war jahrelang Nahost-Korrespondent der Wochenzeitung Die Zeit. Er veröffentlichte Bücher wie Allahs langer Schatten zum Verhältnis zwischen Westen und Islam, und Wer den Wind sät, welches sich um politische Spannungen zwischen Westen und dem arabischen Raum dreht.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Die den Sturm ernten

Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte

Von Michael Lüders
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
Die den Sturm ernten: Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte von Michael Lüders
Worum geht's

Die den Sturm ernten (2017) erklärt den Syrien-Konflikt: Wie ist er entstanden? Wie viel Verantwortung tragen europäische Regierungen? In den Blinks werden die Interessen der einzelnen Konfliktparteien beleuchtet – und ebenso die des Westens und Russlands.

Kernaussage 1 von 8

Europäische Kolonialmächte bereiteten den Boden für die Konflikte im Nahen Osten.

Der Syrien-Konflikt ist ein unübersichtliches Knäuel. Wer verstehen will, wie die explosive Situation entstanden ist, muss hundert Jahre zurückblicken:Nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Nahe Osten zwischen den Kolonialmächten Frankreich und England aufgeteilt. Dabei wurde die Provinz Syrien 1920 in vier kleine Staaten gespaltet: Aleppo, Damaskus, und jeweils einen Staat für die religiösen Minderheiten der Alawiten und der Drusen. Fünf Jahre später erkannte man in Paris und London, dass diese Kleinstaaten nicht überlebensfähig waren, und schuf den Staat Syrien.

Die aktuellen Probleme im Nahen Osten entspringen dieser willkürlichen Aufteilung. So unterbrachen die neuen Grenzen wichtige Handelsrouten, wodurch die Wirtschaft stagnierte. Noch schlimmer war, dass die Grenzen die jeweilige ethnische und kulturelle Zugehörigkeit der Menschen ignorierten. Einige Gruppen fordern bis heute einen eigenen Staat, ähnlich den Palästinensern oder den Kurden in der Türkei.

Der Syrien-Konflikt wurzelt also vorrangig in der kolonialen Aufteilung des Nahen Ostens. Das Verhältnis der USA zu jenem war ursprünglich gut, weil die ersten Nordamerikaner nicht als Kolonialherren, sondern als Missionare in den arabischen Raum gekommen waren. Sie wollten bereits im frühen 19. Jahrhundert die „Mohammedaner“ zum Protestantismus bekehren. Die Araber schätzten die Amerikaner zudem, weil sie – anders als die Franzosen und Engländer – Interesse an der arabischen Kultur zeigten. So führte z.B. der US-Amerikaner Daniel Bliss an seinem 1866 gegründeten Syrischen Protestanten-Kolleg Arabisch als Unterrichtssprache ein.

Im Zweiten Weltkrieg wurden dann US-amerikanische Politiker im Nahen Osten aktiv und rekrutierten die sogenannten Arabisten, einheimische Berater, die ihnen die arabische Kultur näher brachten. Diese Arabisten warnten damals die Amerikaner, sich zu sehr auf die Seite Israels zu schlagen, denn dies würde die Spannungen im Nahen Osten verstärken. Als die USA 1948 dann den Staat Israel anerkannten, verloren die Arabisten, begleitet von Antisemitismus-Vorwürfen, ihren Einfluss an die neue Israel-Lobby. In der Folge wurde das Verhältnis der Amerikaner zu den arabischen Ländern, und speziell zu Syrien, komplizierter.

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