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Das sind die Blinks zu

Dieser Schmerz ist nicht meiner

Wie wir uns mit dem seelischen Erbe unserer Familie aussöhnen

Von Mark Wolynn
15 Minuten
Audio-Version verfügbar
Dieser Schmerz ist nicht meiner: Wie wir uns mit dem seelischen Erbe unserer Familie aussöhnen von Mark Wolynn

Was, wenn deine größten Macken gar nicht deine sind? Was, wenn du – ohne es zu wissen – die zerstörerischen Verhaltensmuster deiner Großmutter wiederholst oder unter den Ängsten deines Vaters leidest? Das mag verrückt klingen, ist aber wissenschaftlich belegt. Diese Blinks zu Dieser Schmerz ist nicht meiner (2017) erklären, wie es sein kann, dass dir die einschneidenden Erlebnisse deiner Vorfahren sprichwörtlich in den Knochen stecken – und warum du dich deiner Familiengeschichte stellen musst, um deine eigenen Ängste zu überwinden.

  • Menschen, die sich psychisch angeknackst fühlen oder unter Ängsten leiden
  • Alle, die nach einem Weg suchen, mit der Beziehung zu ihren Eltern umzugehen
  • Jeder, der sich für spannende neue Erkenntnisse aus der Psychologie interessiert

Mark Wolynn gilt weltweit als einer der führenden Experten auf dem Gebiet der transgenerationalen Traumata. Er lehrt als Gastdozent an verschiedenen renommierten Hochschulen und Instituten und gründete 2002 das Family Constellation Institute. Dort hilft er Menschen mit Depressionen und Angstzuständen, ihre Leiden zu überwinden, indem er den Fokus auf vererbte Familientraumata legt. Er fasste diesen Ansatz zur Selbsthilfe in seinem Buch Dieser Schmerz ist nicht meiner zusammen, für das er 2016 mit dem Silver Nautilus Book Award in der Rubrik Psychologie ausgezeichnet wurde.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Dieser Schmerz ist nicht meiner

Wie wir uns mit dem seelischen Erbe unserer Familie aussöhnen

Von Mark Wolynn
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 9 Kernaussagen
Dieser Schmerz ist nicht meiner: Wie wir uns mit dem seelischen Erbe unserer Familie aussöhnen von Mark Wolynn
Worum geht's

Was, wenn deine größten Macken gar nicht deine sind? Was, wenn du – ohne es zu wissen – die zerstörerischen Verhaltensmuster deiner Großmutter wiederholst oder unter den Ängsten deines Vaters leidest? Das mag verrückt klingen, ist aber wissenschaftlich belegt. Diese Blinks zu Dieser Schmerz ist nicht meiner (2017) erklären, wie es sein kann, dass dir die einschneidenden Erlebnisse deiner Vorfahren sprichwörtlich in den Knochen stecken – und warum du dich deiner Familiengeschichte stellen musst, um deine eigenen Ängste zu überwinden.

Kernaussage 1 von 9

Es scheint ein genetisches Familiengedächtnis für traumatische Erlebnisse zu geben.

Mit Sicherheit hast auch du dich schon als Hobby-Genetiker versucht. Wir sehen Kinder an und sagen: „Die braunen Augen hast du von deiner Mutter“, oder „Du hast denselben stämmigen Körperbau wie dein Großvater.“ Schwieriger wird es schon bei Charaktereigenschaften. Aber gar Traumata? Ist es wirklich vorstellbar, dass wir einander negative Erfahrungen vererben?

Die Suche nach einer Antwort geht im wahrsten Sinne unter die Haut, in die Welt der Ei- und Samenzellen. Rein biologisch gesehen beginnt dein Leben schon mit der Entwicklung der unbefruchteten Eizelle im Körper deiner Mutter. Und die wiederum ist schon da, während sich deine Mutter noch im Bauch deiner Oma befindet. Es klingt verrückt, aber genetisch betrachtet sind sich während der Schwangerschaft deiner Großmutter drei Generationen begegnet.

Noch faszinierender ist das, was Zellforscher herausgefunden haben. Vieles deutet darauf hin, dass einschneidende Erlebnisse nachhaltige Spuren in Ei- und Samenzellen hinterlassen können, deren Auswirkungen sich auf Folgegenerationen übertragen. Bei Versuchen mit Mäusen und Ratten hatten stressbelastete Muttertiere deutlich kürzere Tragezeiten und gaben das Trauma offensichtlich an ihre Nachkommen weiter. Die Frühgeburten häuften sich noch in der dritten Generation nach der Stressbelastung!

Der Zellbiologe Bruce Lipton fasst das Ganze so zusammen: Die Emotionen einer Mutter prägen den Genausdruck ihrer Nachkommen. Die Hormone und Informationssignale ihres Körpers aktivieren bestimmte Rezeptorproteine in den Zellen ihrer ungeborenen Kinder, die sich wiederum auf physiologische Prozesse wie den Stoffwechsel auswirken. Das hat vermutlich evolutionsbiologische Gründe: Chronische Emotionen wie Angst oder Wut konnten ein Kind quasi genetisch auf die gefährliche Umwelt vorbereiten, in die es hineingeboren werden würde.

Diese Fähigkeit zur Weitergabe von Emotionen hat auch ihre Schattenseiten. Der Neurowissenschaftler Eric Nestler zeigte in einer Studie aus dem Jahr 2014, dass die Kinder von Frauen, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York posttraumatische Belastungsstörungen entwickelten, ihrerseits einen erhöhten Cortisolspiegel hatten. Sie reagierten z.B. empfindlicher auf laute Geräusche und unbekannte Menschen.

Mit anderen Worten: Wir können also tatsächlich Ängste in uns tragen, die unsere Eltern vor uns durchlitten haben.

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