Triggerpunkte Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Triggerpunkte
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Zusammenfassung von Triggerpunkte

Steffen Mau, Thomas Lux & Linus Westheuser

Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft

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16 Min.
Inhaltsübersicht

    Triggerpunkte
    in 5 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 5

    Konfliktfeld eins: Einkommen und Vermögen

    Seit den 1990er Jahren nimmt die Ungleichheit von Einkommen und Vermögen in Deutschland zu. Man könnte daher einen verstärkten „Kampf der Klassen“ vermuten, oder zumindest vermehrte Umverteilungsforderungen. Doch beides bleibt weitgehend aus. Warum ist das so?

    Zwar sehen breite Teile der Bevölkerung die wachsende Schere zwischen Arm und Reich kritisch. Insbesondere die respektlose Behandlung von „einfachen, aber hart arbeitenden Menschen“, die viele wahrzunehmen glauben, stößt auf Unverständnis. Auf der anderen Seite aber sind viele Menschen mit ihrer eigenen ökonomischen Situation einigermaßen zufrieden, was erklärt, warum aus der Ungleichheitskritik keine starken politischen Forderungen erwachsen.

    Ein wichtiger Grund für die Akzeptanz von Ungleichheit ist außerdem der weitverbreitete Glaube an die Meritokratie. Das ist die Vorstellung, dass Aufstieg durch Leistung möglich sei: Wer an Meritokratie glaubt, nimmt ungleiche Einkommen und Vermögen eher hin, weil dieser Vorstellung nach ärmere Menschen mehr oder weniger selbst Schuld an ihrer Armut sind. 

    Das ist allerdings viel zu kurz gedacht: Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass die Chancen auf einen Bildungsaufstieg und damit auch auf Einkommensmobilität in Deutschland stark vom Elternhaus abhängen. Und diese Chancenungleichheit hat sich in den vergangenen Jahren sogar eher noch verstärkt.

    Da der Glaube an Meritokratie aber nun einmal vorherrscht, bleiben Klassenkämpfe, etwa zwischen Arbeitnehmern und Kapitalbesitzern, weitgehend aus. Stattdessen kommt es sowohl in unteren als auch gehobenen Sozialmilieus zu Prozessen der Abgrenzung. Und zwar immer nach unten gerichtet. 

    Menschen mit geringem Einkommen grenzen sich etwa von vermeintlichen „Sozialschmarotzern“ ab, die sich auf Kosten der Steuerzahler in der „sozialen Hängematte“ ausruhen würden. In der Mittelschicht und Oberschicht wiederum setzt man statt auf den Sozialstaat zunehmend auf privatisierte Strategien, um den eigenen Status zu sichern, beispielsweise auf die private Altersvorsorge oder Bildungsinvestitionen.

    Die klare Frontstellung, die es einmal zwischen Arbeitern und Kapitalbesitzern gab, ist also weitgehend verschwunden. Stattdessen konkurrieren einzelne Menschen und Gruppen auf vielfältige Weise um ihren Anteil am Wohlstand.

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    Worum geht es in Triggerpunkte?

    In Triggerpunkte (2023) untersuchen wir die scheinbare Spaltung der deutschen Gesellschaft anhand verschiedener aktueller Konfliktfelder wie Einkommensungleichheit, Migration, Diversität und Klimapolitik. Wie tief ist die Spaltung wirklich? Und warum kochen bei bestimmten Debatten immer wieder die Emotionen hoch? Durch eine fundierte Analyse auf Grundlage von empirischen Daten erhältst du Antworten auf diese Fragen.

    Wer Triggerpunkte lesen sollte

    • Alle, die wissen wollen, wie tief die deutsche Gesellschaft wirklich gespalten ist
    • Debattierfreudige Menschen
    • Soziologie-Interessierte

    Über den Autor

    Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie und Autor des Bestsellers Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft.

    Thomas Lux ist spezialisiert auf politische Soziologie der Ungleichheit und wurde mit dem Preis der Fritz Thyssen Stiftung ausgezeichnet.

    Und Linus Westheuser konzentriert sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter auf die Erforschung politischer Konfliktstrukturen, Klassen und Moral.

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