Das Kapital Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Das Kapital
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Zusammenfassung von Das Kapital

Kritik der politischen Ökonomie

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21 Min.

Kurz zusammengefasst

Das Kapital ist ein bahnbrechendes Werk von Karl Marx, das die Kapitalakkumulation und die Auswirkungen des Kapitalismus auf die Gesellschaft untersucht. Es analysiert die Ausbeutung der Arbeiterklasse und plädiert für soziale Gerechtigkeit.

Inhaltsübersicht

    Das Kapital
    in 5 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 5

    Die Grundvokabeln: Ware und Arbeit

    Um Marx’ Theorien aufzudröseln, müssen wir zunächst ein paar terminologische Grundlagen klären. Zwei der wichtigsten Begriffe in Das Kapital sind Ware und Arbeit. Eine Ware ist ein Stück Natur, das passend gemacht wird, um ein menschliches Bedürfnis zu erfüllen – also alles von Lebensmitteln über Häuser bis zu Spielzeugen. Diese Nützlichkeit, also die Erfüllung bestimmter menschlicher Bedürfnisse, gibt der Ware ihren Gebrauchswert. Und die Summe all dieser Gebrauchswerte bildet den sachlichen Reichtum einer Gesellschaft.

    Nun hat eine Marktwirtschaft eine Besonderheit: Waren werden dort nicht nur gebraucht, sondern sie werden für einen Markt produziert und dort getauscht, wodurch sie einen Tauschwert erhalten. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn im Kapitalismus erhalten auch Waren ohne greifbaren Gebrauchswert einen Tauschwert. Kunst zum Beispiel hält uns weder warm noch satt, aber sie kann am Markt trotzdem eine Menge wert sein.

    Generell haben viele Waren beides, also Gebrauchswert und Tauschwert. Die Turnschuhe in den Auslagen eines Sportgeschäfts etwa haben einen klaren Gebrauchswert: Sie bringen die Kundschaft als funktionale Fußbekleidung von A nach B. Und der Betreiber kann sie verkaufen und mit dem Geld die Ladenmiete, die Mitarbeitergehälter und weitere Schuhe für seine Auslagen bezahlen. Aber diese Schuhe haben auch einen Tauschwert: Möglicherweise sind die Schuhe besonders schick und modisch und erzielen daher am Markt einen Wert, der über ihren bloßen Nutzen hinausgeht.

    Unabhängig davon haben alle Waren – von Schuhen über Haarpflegemittel bis zu Weizenmehl – eines gemeinsam: Sie sind das Produkt menschlicher Arbeit. Die körperliche und geistige Anstrengung von Menschen ist die Voraussetzung dafür, dass ein Stück Natur ein menschliches Bedürfnis erfüllt, zur Ware wird und Wert generiert. Oder anders gesagt: Die Arbeit ist die wertbildende Substanz der Ware.

    Aber es gibt verschiedene Formen von Arbeit. Als konkret-nützliche Arbeit generiert Arbeit einen klaren Gebrauchswert, zum Beispiel durch das Schneidern von Anzügen oder das Spinnen von Baumwolle. Diese beiden Tätigkeiten sind nicht beliebig austauschbar – eine Schneiderin spinnt keine Baumwolle, und die Spinnerin näht keine Anzüge. Ihre Spezialisierung ist die Grundlage der sozialen Arbeitsteilung – also dafür, dass wir Menschen unterschiedliche Formen von Arbeit erledigen, um Waren zu produzieren und zur Gesellschaft beizutragen.

    Aber wenn Waren gegeneinander getauscht werden, werden die verschiedenen Tätigkeiten zu wertbildender Arbeit. Du kannst einen Anzug verkaufen und den Ertrag gegen neue Baumwolle, Turnschuhe oder Schallplatten eintauschen. Damit das möglich ist und verschiedene Waren vergleichbar und austauschbar sein können, muss man den Begriff „Arbeit“ abstrakt verwenden, also verschiedene Tätigkeiten gleichsetzen und von ihnen auf einen übergeordneten Arbeitsbegriff abstrahieren. Sprich, sobald eine Ware auf den Markt kommt, spielt es keine Rolle mehr, ob sie geschneidert, gesponnen oder geschustert wurde. 

    Was bedeutet das für den Wert einer Ware? Nun, wir haben gesehen, dass Waren immer das Ergebnis menschlicher Arbeit sind. Prinzipiell ergibt sich die Wertgröße einer Ware aus der Menge an Arbeit, die in abstrakter Form in der Ware enthalten ist. Wenn ein Mantel doppelt so teuer ist wie ein Paar Schuhe, dann deshalb, weil für seine Herstellung die doppelte Menge an menschlicher Arbeit erforderlich war. Wie gesagt, prinzipiell. Denn wie wir in den nächsten Abschnitten sehen werden, spielen bei der Preisgestaltung in einer kapitalistischen Marktwirtschaft auch andere Faktoren eine Rolle.

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    Worum geht es in Das Kapital?

    Das Kapital, das in drei Bänden von 1867 bis 1894 erschienen ist, liefert bis heute gedankliche Werkzeuge für eine kritische Analyse des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Es entstand auf der Höhe der industriellen Revolution, konzentriert sich auf die Ausbeutung der Arbeiterklasse und arbeitet heraus, warum der Kapitalismus unweigerlich zu Entmenschlichung und sozialer Ungerechtigkeit führt.

    Wer Das Kapital lesen sollte

    • Alle, die sich mit politischer Theorie, Ökonomie oder Soziologie beschäftigten
    • Alle, die sich schon immer mal mit diesem Klassiker befassen wollten
    • Alle, die auf der Suche nach Grundlagen zum Thema soziale Ungerechtigkeit sind

    Über den Autor

    Der deutsche Philosoph, Ökonom und Gesellschaftstheoretiker Karl Marx gilt weltweit als einer der einflussreichsten Denker der Geschichte. Seine revolutionären Ideen über Klassenkampf und Kapitalismus, die er gemeinsam mit seinem Weggefährten Friedrich Engels entwickelte, befeuerten überall auf der Welt sozialistische und kommunistische Bewegungen. Seine Hauptwerke Manifest der Kommunistischen Partei (1848) und Das Kapital (1867–1894) liefern auch über 150 Jahre nach ihrer Veröffentlichung noch Grundlagen für wirtschaftliche und politische Debatten.

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