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Das sind die Blinks zu

Drachen, Doppelgänger und Dämonen

Über Menschen mit Halluzinationen

Von Oliver Sacks
15 Minuten
Drachen, Doppelgänger und Dämonen: Über Menschen mit Halluzinationen von Oliver Sacks

In Drachen, Doppelgänger und Dämonen erforscht Oliver Sacks das komplexe Gebiet der Halluzinationen und erklärt, warum nicht nur kranke, sondern manchmal auch völlig gesunde Menschen solche Wahrnehmungsstörungen erleben. Er verwebt dabei einzelne Fallgeschichten mit seinen eigenen Erfahrungen und zeigt, dass Halluzinationen eigentlich etwas ziemlich Alltägliches sind.

  • Jeder, der jemanden kennt, der unter Halluzinationen leidet
  • Jeder, der schon einmal etwas gefühlt, gesehen oder gehört hat, das es nicht wirklich gab
  • Jeder, der sich für die neurologischen Ursachen von Halluzinationen interessiert

Oliver Sacks ist ein britisch-amerikanischer Arzt, Autor und Professor für Neurologie. Er hat bereits zehn Bücher veröffentlicht, die jeweils eine Sammlung von Fallgeschichten zu einem bestimmten psychologischen Themenbereich enthalten. Zu den bekanntesten zählen Zeit des Erwachens, das 1990 mit Robin Williams und Robert De Niro in den Hauptrollen verfilmt wurde, sowie Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte und Der einarmige Pianist (beide auch in der Blinkist-Bibliothek).

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Drachen, Doppelgänger und Dämonen

Über Menschen mit Halluzinationen

Von Oliver Sacks
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • 9 Kernaussagen
Drachen, Doppelgänger und Dämonen: Über Menschen mit Halluzinationen von Oliver Sacks
Worum geht's

In Drachen, Doppelgänger und Dämonen erforscht Oliver Sacks das komplexe Gebiet der Halluzinationen und erklärt, warum nicht nur kranke, sondern manchmal auch völlig gesunde Menschen solche Wahrnehmungsstörungen erleben. Er verwebt dabei einzelne Fallgeschichten mit seinen eigenen Erfahrungen und zeigt, dass Halluzinationen eigentlich etwas ziemlich Alltägliches sind.

Kernaussage 1 von 9

Schattenwelten: Je weniger wir sehen, desto mehr halluzinieren wir.

Vor Halluzinationen und Wahrnehmungsstörungen gruselt es den meisten von uns. Schließlich sind wir in unserem Alltag ständig darauf angewiesen, dass wir alle unsere Sinne beisammen haben und uns auf diese Weise sicher durch unsere Umwelt bewegen können. Doch andererseits kommen Halluzinationen auch viel häufiger vor, als wir wahrhaben wollen. Sie treten nicht nur bei Menschen auf, die total durchgedreht sind, sondern auch im ganz normalen Alltag.

Eine Halluzination ist eine Wahrnehmung, die in unserem Gehirn entsteht. Und dabei handelt es sich nicht nur um Bilder oder Stimmen im Kopf – auch unser Geruchs- und Tastsinn kann uns etwas vorgaukeln, das es gar nicht wirklich gibt.

Am häufigsten kommen aber bestimmt die visuellen Halluzinationen vor. Sie treten sehr oft auf, wenn wir unseren Sehsinn verlieren. Der Erste, der dieses Phänomen beschrieb, war der Schweizer Naturwissenschaftler Charles Bonnet im Jahr 1760. Es wird daher auch als Charles-Bonnet-Syndrom (CBS) bezeichnet.

Diese Erkrankung ist ziemlich weit verbreitet: Von 600 befragten Senioren, deren Sehleistung sich beständig verschlechterte, antworteten in einer Studie z.B. 80%, dass sie schon einmal einfache visuelle Halluzinationen wie Formen, Farben oder Muster gesehen hätten. Je mehr die Sehkraft abnimmt, desto häufiger treten Halluzinationen auf. Die Wissenschaftler konnten außerdem nachweisen, dass diese Halluzinationen in denselben Hirnregionen entstehen, wo auch tatsächliche Wahrnehmungen verarbeitet werden – und nicht etwa dort, wo Bilder entstehen, die unserer Phantasie entspringen. Das erklärt, warum so viele Menschen ihre Halluzinationen für real halten.

Doch nicht nur, wenn wir schlechter sehen, sondern auch, wenn es einfach nichts zu sehen gibt, gaukelt uns unser Gehirn gerne etwas vor. Bei längerer Haft im Dunkeln z.B. beginnen viele Gefangene, lebhafte visuelle Trugbilder zu sehen – das sogenannte „Gefangenenkino”, das von einfachen Formen bis hin zu komplexen Szenen reichen kann.

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