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Das bleibt in der Familie

Von Liebe, Loyalität und uralten Lasten

Von Sandra Konrad
10 Minuten
Audio-Version verfügbar
Das bleibt in der Familie:  Von Liebe, Loyalität und uralten Lasten von Sandra Konrad

Unsere Familie hat enormen Einfluss auf unsere Entwicklung. Im schlimmsten Fall kann diese sogar eine destruktive Form annehmen. Sandra Konrad beschreibt in Das bleibt in der Familie das Phänomen der transgenerationalen Übertragung, durch welche emotionale Lasten an die nächsten Generationen weitergegeben werden. Doch sie erklärt auch, wie wir uns vom familiären Erbe lösen können.

  • Jeder, der ein problematisches Verhältnis zu seiner Familie hat
  • Studenten der Psychologie
  • Jeder, der sich für Familientherapie interessiert

Sandra Konrad ist Psychologin und arbeitet als Einzel-, Paar- und Familientherapeutin in Hamburg. Ihr Fachgebiet ist die transgenerationale Weitergabe mit dem Schwerpunkt Traumata. Zu ihren weiteren Veröffentlichungen gehören Liebe Machen und als Co-Autorin Der geheime Code der Liebe.

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Das bleibt in der Familie

Von Liebe, Loyalität und uralten Lasten

Von Sandra Konrad
  • Lesedauer: 10 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 6 Kernaussagen
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Das bleibt in der Familie:  Von Liebe, Loyalität und uralten Lasten von Sandra Konrad
Worum geht's

Unsere Familie hat enormen Einfluss auf unsere Entwicklung. Im schlimmsten Fall kann diese sogar eine destruktive Form annehmen. Sandra Konrad beschreibt in Das bleibt in der Familie das Phänomen der transgenerationalen Übertragung, durch welche emotionale Lasten an die nächsten Generationen weitergegeben werden. Doch sie erklärt auch, wie wir uns vom familiären Erbe lösen können.

Kernaussage 1 von 6

Erwartungen und Rollenzuschreibungen innerhalb einer Familie prägen die Entwicklung von Kindern.

„Du bist ganz deine Mutter.“ Vielleicht hast du diesen Satz schon einmal gehört, denn unsere Eltern geben uns viel mit auf den Weg. Dem Einfluss der Familie können wir nicht entkommen. Sie prägt unseren Charakter und unseren Lebensweg – im Guten wie im Schlechten.

Dies fängt mit den Erwartungen unserer Familie an. Eltern stellen bestimmte Forderungen an ihre Kinder und haben ihre eigenen Vorstellungen, wie das Leben des Nachwuchses ablaufen soll. Auf diese Weise üben sie großen Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder aus. Das bedeutet nicht unbedingt, dass Eltern ihre Kinder bewusst unter Druck setzen. Manchmal übertragen sie auch nur unbewusst Erwartungen, die sie vielleicht an sich selbst gestellt und nie erfüllt haben. So ist es z.B. erklärbar, wenn ein Elternteil ganz besonders auf die Noten seines Kindes achtet – es soll schließlich die Möglichkeit haben, studieren zu können.

Doch auch scheinbar unwichtige Entscheidungen können ein Kind sein Leben lang verfolgen. Dies sehen wir z.B. an der Wahl des Vornamens. Bestimmte Namen sind von vornherein mit negativen Stereotypen hinsichtlich sozialer Herkunft und Intelligenz verknüpft. Kinder, die z.B. Chantal oder Kevin heißen, leiden häufig an diesen Vorurteilen: Grundschullehrer nehmen sie als weniger intelligent und wohlerzogen wahr als Kinder mit weniger belasteten Namen.

Andere Erwartungen gründen weniger auf konkreten Entscheidungen, sondern sind bereits in der Familiendynamik verankert. Besonders in Familien mit mehreren Kindern werden schon vor deren Geburt verschiedene Rollen verteilt, nach denen sich das Verhalten richten soll – obwohl dies nie ausgesprochen wird. So werden an das älteste Kind für gewöhnlich die höchsten Erwartungen gestellt; es soll vernünftig und ehrgeizig sein. Das Nesthäkchen hingegen hat es einfacher und kann mehr Freiheiten genießen. Diese Rollenzuteilung kann problematisch werden, wenn sie sich durch die gesamte Kindheit zieht, denn sie hemmt eine freie Entwicklung der Persönlichkeit.

Im schlimmsten Fall werden einem Kind Familienkonflikte aufgeladen, sodass es sich beispielsweise mit den Eheproblemen der Eltern auseinandersetzen muss. Solche Lasten beeinflussen das Verhalten des Kindes massiv und können außerdem Krankheiten verursachen.

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