Das sind die Blinks zu

Gleichheit ist Glück

Gedanken über soziale Ungleichheit und Wege in eine gerechtere Gesellschaft

Von Kate Pickett, Richard Wilkinson
16 Minuten
Audio-Version verfügbar
Gleichheit ist Glück von Kate Pickett, Richard Wilkinson

In Gleichheit ist Glück (2009) geht es darum, wie soziale Ungleichheit mit den größten Problemen in der Gesellschaft verknüpft ist, etwa mit Kriminalität und schlechter Gesundheitsvorsorge. Diese Blinks erklären dir den Zusammenhang der Missstände und zeigen, wie wir eine gerechtere, gleichere Gesellschaft fördern können.

  • Menschen, die sich für Soziologie interessieren
  • Alle, die eine gerechtere Einkommensverteilung fordern
  • Jeder, der über die Lösung gesellschaftlicher Probleme nachdenkt

Richard Wilkinson ist Experte für den Zusammenhang von Gesundheit und Gesellschaft und lehrt als Professor an mehreren Universitäten. Kate Pickett ist Professorin für Epidemiologie an der Universität York. Gemeinsam haben sie die Wohltätigkeitsorganisation Equality Trust gegründet, die sich für eine gleichere und gerechtere Gesellschaft einsetzt.

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Gleichheit ist Glück

Gedanken über soziale Ungleichheit und Wege in eine gerechtere Gesellschaft

Von Kate Pickett, Richard Wilkinson
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 10 Kernaussagen
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Gleichheit ist Glück von Kate Pickett, Richard Wilkinson
Worum geht's

In Gleichheit ist Glück (2009) geht es darum, wie soziale Ungleichheit mit den größten Problemen in der Gesellschaft verknüpft ist, etwa mit Kriminalität und schlechter Gesundheitsvorsorge. Diese Blinks erklären dir den Zusammenhang der Missstände und zeigen, wie wir eine gerechtere, gleichere Gesellschaft fördern können.

Kernaussage 1 von 10

Eine starke Wirtschaft macht eine Gesellschaft nicht zwangsläufig gerecht.

Probleme gibt es in jeder Gesellschaft. Aus manchen Ländern dringen jedoch fast nur schlechte Nachrichten zu uns: von gewalttätigen Unruhen, alarmierend hohen Kriminalitätsraten oder Menschen, die in zu großer Zahl an behandelbaren Krankheiten leiden. Was ist die Ursache all dieser Missstände? 

Wenn wir über diese Frage nachdenken, betrachten wir in der Regel zunächst die wirtschaftliche Situation vor Ort. Denn es scheint klar: Wenn ein Land ökonomisch prosperiert, geht es auch den Menschen dort gut. Das ist zumindest die landläufige Meinung. Doch es gibt einige gute Argumente, die gegen diese Annahme sprechen.

Die meisten westlichen Länder sind heute ökonomisch so stark wie nie zuvor. Dennoch gibt es selbst in den reichsten Staaten noch gravierende Probleme. Die USA sind zum Beispiel eine der größten Wirtschaftsmächte der Welt. Trotzdem haben sie enorme Schwierigkeiten mit Kriminalität, Gewalt und schlechter Gesundheitsversorgung. China hatte in den vergangenen Jahren die international höchsten Wachstumsraten – doch der Wohlstand kommt nicht bei der Bevölkerung an. Der durchschnittliche Chinese ist auch heute noch so arm wie vor dreißig Jahren. Dafür hat er jetzt zusätzlich mit einer starken Umweltverschmutzung zu kämpfen, vor allem mit Smog.

Sehen wir uns zwei Babys an, die am selben Tag in unterschiedlichen Ländern geboren werden: eines in den USA, eines in Griechenland. Griechenland liegt wirtschaftlich am Boden. Die Annahme, dass es dem amerikanischen Baby besser ergehen wird, liegt folglich nahe. Aber die Statistik lässt eine andere Deutung zu: Denn obwohl Griechenland nur halb so viel Geld für Gesundheitsvorsorge zur Verfügung hat wie die USA, ist die Lebenserwartung des griechischen Babys 1,2-mal so hoch wie die des amerikanischen. Außerdem besteht für das amerikanische Kind ein um vierzig Prozent höheres Risiko, im ersten Lebensjahr zu sterben, als für das griechische. 

Die Lebensverhältnisse in einer Gesellschaft werden also nicht nur von der gemeinsamen Wirtschaftskraft bestimmt. Der entscheidende Faktor für gesellschaftliche Missstände ist nicht die ökonomische Lage, sondern die Ungleichheit, und zwar vor allem die Einkommensungleichheit.

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