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Der einarmige Pianist

Über Musik und das Gehirn

Von Oliver Sacks
18 Minuten
Audio-Version verfügbar
Der einarmige Pianist: Über Musik und das Gehirn von Oliver Sacks

In Der einarmige Pianist beschreibt Oliver Sacks die Auswirkungen von Musik auf das menschliche Gehirn. Er schildert faszinierende Fallgeschichten von Patienten, die ihm während seiner Laufbahn als Neurologe begegnet sind, zeigt, wie Musik psychische Störungen hervorrufen oder auch heilen kann und wie Menschen Musik auf die unterschiedlichsten Weisen wahrnehmen.

  • Jeder, der wissen möchte, was Musik mit unserem Gehirn anstellt
  • Jeder, der herausfinden will, wie Musik Menschen heilen oder heimsuchen kann
  • Jeder, den die Fallgeschichten der Patienten, die Oliver Sacks in seinen Büchern beschreibt, faszinieren

Oliver Sacks ist ein britisch-amerikanischer Arzt, Autor und Professor für Neurologie. Er hat bereits zehn Bücher veröffentlicht, die jeweils eine Sammlung von Fallgeschichten zu einem bestimmten psychologischen Themenbereich enthalten. Zu den bekanntesten zählen Zeit des Erwachens, das 1990 mit Robin Williams und Robert De Niro in den Hauptrollen verfilmt wurde, sowie Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte und Drachen, Doppelgänger und Dämonen (beide ebenfalls in der Blinkist-Bibliothek).

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Der einarmige Pianist

Über Musik und das Gehirn

Von Oliver Sacks
  • Lesedauer: 18 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 11 Kernaussagen
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Der einarmige Pianist: Über Musik und das Gehirn von Oliver Sacks
Worum geht's

In Der einarmige Pianist beschreibt Oliver Sacks die Auswirkungen von Musik auf das menschliche Gehirn. Er schildert faszinierende Fallgeschichten von Patienten, die ihm während seiner Laufbahn als Neurologe begegnet sind, zeigt, wie Musik psychische Störungen hervorrufen oder auch heilen kann und wie Menschen Musik auf die unterschiedlichsten Weisen wahrnehmen.

Kernaussage 1 von 11

Hast du Töne: Nicht jeder kann Musik genießen.

Wenn wir uns überlegen, wann wir das letzte Mal Musik gehört haben, müssen wir in der Regel nicht allzu lange zurückdenken. Ob im Radio, im Café, Hintergrundmusik im Fernsehen, oder sogar der Klingelton unseres Telefons – Musik ist einfach überall!

Jede Kultur dieser Welt hat ihre eigene Musik und überall hören Menschen gerne Musik, spielen ein Instrument oder singen und tanzen. Aber es gibt auch diejenigen, die die Schönheit der Musik schlichtweg nicht wahrnehmen können. Die verschiedenen Formen dieser Unfähigkeit, Musik zu genießen, bezeichnen wir als Amusie.

Beispielsweise leiden ca. fünf Prozent aller Menschen an sogenannter Tontaubheit, d.h. sie können nicht erkennen, wann jemand falsche Töne in einem Lied singt oder spielt. Das gleiche Phänomen gibt es auch für Rhythmen: Manche Leute können einfach keinen Rhythmus erkennen oder gar halten. Das berühmteste Beispiel dafür ist Che Guevara, der gerne mal einen Mambo tanzte, wenn das Orchester einen Tango spielte.

Auch wenn sie vermutlich selbst nicht gut musizieren würden, können Personen mit Ton- oder Rhythmustaubheit Musik und Tanz durchaus noch genießen. Anders ist es bei der schwersten Form der Amusie: In diesem Fall nehmen die Patienten Musik nicht mehr als schön, sondern als bedeutungslos und im schlimmsten Fall sogar als entsetzlichen Krach wahr. Manche Patienten verglichen den Klang von Musik sogar mit dem eines Autounfalls.

Abgesehen von diesen neurologischen Anomalitäten gibt es auch noch Menschen, die der Musik einfach vollkommen gleichgültig gegenüberstehen. Musik bedeutet ihnen nichts und ruft nichts in ihnen hervor. Charles Darwin und Sigmund Freud zählten zu ihnen.

Nicht jedes Gehirn ist also in der Lage, Musik so wahrzunehmen oder zu verarbeiten, wie es die Gehirne der meisten Menschen tun. Doch wie ist es andersherum: Verändert sich unser Gehirn, wenn wir selbst musizieren?

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