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Cradle to Cradle

Einfach intelligent produzieren

Von Michael Braungart, William McDonough
12 Minuten
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Cradle to Cradle: Einfach intelligent produzieren von Michael Braungart, William McDonough

Das Buch Cradle to Cradle aus dem Jahr 2009 ist schon jetzt ein Klassiker. Die Autoren erklären darin, warum heutzutage die meisten Produkte für den Mülleimer hergestellt werden. Sie argumentieren, dass wir statt dem klassischen „von der Wiege ins Grab“-Prinzip besser nach dem Motto „von der Wiege zur Wiege“ produzieren sollten. Dabei geht es ihnen nicht nur um klassisches Recycling, sondern sie stellen außerdem Wege vor, wie wir Güter wirklich nachhaltig und ökologisch herstellen können.

  • Designer, Produzenten, Architekten, Handwerker – jeder, der etwas herstellt
  • Jeder, der sich für Nachhaltigkeit und Umweltschutz interessiert
  • Jeder, der neue Prozesse in seinem Unternehmen umsetzen möchte

Michael Braungart ist ein deutscher Verfahrenstechniker und Chemiker. Er unterrichtet industrielle Ökologie an der Universität in Rotterdam und Delft. Er ist außerdem wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts und war in den 80er Jahren einer der Gründer von Greenpeace Deutschland, das er auch einige Jahre leitete.

William McDonough ist ein US-amerikanischer Designer, Architekt und Autor, der sich sehr stark für nachhaltiges Produzieren einsetzt. 1996 erhielt er den Presidential Award for Sustainable Development und im Jahr 1999 wählte ihn das Time Magazine zum „Hero of the Planet“.

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Cradle to Cradle

Einfach intelligent produzieren

Von Michael Braungart, William McDonough
  • Lesedauer: 12 Minuten
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  • 7 Kernaussagen
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Cradle to Cradle: Einfach intelligent produzieren von Michael Braungart, William McDonough
Worum geht's

Das Buch Cradle to Cradle aus dem Jahr 2009 ist schon jetzt ein Klassiker. Die Autoren erklären darin, warum heutzutage die meisten Produkte für den Mülleimer hergestellt werden. Sie argumentieren, dass wir statt dem klassischen „von der Wiege ins Grab“-Prinzip besser nach dem Motto „von der Wiege zur Wiege“ produzieren sollten. Dabei geht es ihnen nicht nur um klassisches Recycling, sondern sie stellen außerdem Wege vor, wie wir Güter wirklich nachhaltig und ökologisch herstellen können.

Kernaussage 1 von 7

Einbahnstraße: Unsere Industrie baut auf den falschen Prinzipien auf.

Wenn wir verstehen wollen, warum wir so viel Müll produzieren, müssen wir uns zunächst ansehen, was die Grundüberzeugungen unserer Produktion sind. Diese Prinzipien sind mehr oder weniger überall gleich. Sie stammen aus einer Zeit, in der wir sehr viel weniger über unsere Erde und uns selbst wussten. Mittlerweile sind sie damit nicht nur unzeitgemäß, sondern auch gefährlich.

Die Produktion von Gütern, egal welcher Art, beruht darauf, dass die herstellenden Unternehmen Profit machen müssen. Dazu gestalten sie die Produktion so günstig und effizient wie möglich. Als Fließbänder und andere technisierte Produktionsmethoden erfunden wurden, machte sich noch niemand Gedanken über die Umwelt. Doch heute wissen wir, dass die Ressourcen auf unserem Planeten begrenzt sind. Egal ob Wasser, Holz oder seltene Erden: Wenn wir so weitermachen, haben wir irgendwann alles entweder verbraucht oder verschmutzt.

Unsere Industrie ist ein lineares System, das sich in eine Richtung bewegt: vom Rohstoff zum Produkt zum Konsumenten in den Müll. Wir geben der Natur nichts zurück, was für sie nützlich oder wertvoll wäre. Auf Englisch sprechen wir hier vom Cradle-to-Grave-Modell, die Rohstoffe gehen von der Wiege ins Grab. Je schneller etwas kaputtgeht, desto schneller müssen wir es nachkaufen. Daher kurbelt die Industrie die Nachfrage zusätzlich an, indem sie Dinge herstellt, die möglichst bald nicht mehr funktionieren.

Dahinter stecken zwei andere Grundgedanken unseres Wirtschaftssystems: die Vorstellung, dass die Natur dazu da ist, um von uns ausgebeutet zu werden und die Idee der Einheitsgröße. Wir stellen Produkte her, die überall gleich sind und von allen genutzt werden, auch wenn das manchmal keinen Sinn ergibt. Wir verkaufen z.B. überall die gleichen Waschmittel, selbst wenn in Gegenden mit weicherem Wasser viel weniger aggressive Waschmittel ausreichen würden. Den dadurch entstandenen zusätzlichen Schaden für die Umwelt nehmen die Hersteller schulterzuckend in Kauf.

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