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Burnout-Kids

Wie das Prinzip Leistung unsere Kinder überfordert

Von Michael Schulte-Markwort
13 Minuten
Audio-Version verfügbar
Burnout-Kids: Wie das Prinzip Leistung unsere Kinder überfordert von Michael Schulte-Markwort

Der Kinder- und Jugendpsychiater Professor Michael Schulte-Markwort zeigt, dass Kinder genauso wie Erwachsene an Burnout leiden können. Anhand von Fallbeispielen erklärt er, wie der Leistungsdruck  unserer Gesellschaft auch Kinder immer mehr belastet und welche gesundheitlichen Schäden daraus entstehen.

  • Eltern, deren Kinder an ständiger Erschöpfung und Antriebslosigkeit leiden
  • Jeder, der Burnout für eine Erfindung von Ärzten hält
  • Jeder, der sich mit den Problemen des Leistungsdrucks in unserer Gesellschaft auseinandersetzen will

Professor Dr. Michael Schulte-Markwort ist ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik im Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf und Direktor des Altonaer Kinderkrankenhauses. Er hat zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Bücher veröffentlicht.

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Burnout-Kids

Wie das Prinzip Leistung unsere Kinder überfordert

Von Michael Schulte-Markwort
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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Burnout-Kids: Wie das Prinzip Leistung unsere Kinder überfordert von Michael Schulte-Markwort
Worum geht's

Der Kinder- und Jugendpsychiater Professor Michael Schulte-Markwort zeigt, dass Kinder genauso wie Erwachsene an Burnout leiden können. Anhand von Fallbeispielen erklärt er, wie der Leistungsdruck  unserer Gesellschaft auch Kinder immer mehr belastet und welche gesundheitlichen Schäden daraus entstehen.

Kernaussage 1 von 8

Vom Doktor verordnet: Beim Burnout handelt es sich um eine ernstzunehmende Krankheit.

Fast jeder hat im Job, Studium oder in der Schule zumindest hin und wieder mit Leistungsdruck zu kämpfen: Das Arbeitsprojekt muss fertig werden und der Chef hat hohe Erwartungen, in der Uni stehen Prüfungen an oder allein der Gedanke an die nächste Klassenarbeit sorgt für Schweißausbrüche. Dieser Stress führt bei vielen Menschen dazu, dass sie sich erschöpft und ausgelaugt fühlen. In Extremfällen halten diese Symptome auch nach Erholungsphasen an. Dann lautet die Diagnose: Burnout.

Leider werden Burnouts oft als Modeerscheinung abgestempelt – denn erschöpft haben wir uns alle schon einmal gefühlt. Beim Burnout handelt es sich jedoch nicht um bloße Ermüdung, sondern um eine handfeste Erschöpfungsdepression mit klar definierten Symptomen wie z.B. langanhaltende Antriebslosigkeit, geringes Selbstwertgefühl und Appetitlosigkeit.

Der Begriff des Burnouts stammt zwar aus dem 20. Jahrhundert, aber die Krankheit selbst wurde schon vor Tausenden von Jahren dokumentiert. In der Literatur gibt es hierfür zahlreiche Belege. In der Bibel leidet z.B. Moses unter dem starken Druck der Gesellschaft und wird von seinem Schwiegervater gewarnt: „Du wirst müde und kraftlos, zugleich du und das Volk, das bei dir ist.“ Wenn auch nicht unter demselben Begriff, existierte Burnout also anscheinend auch schon in prähistorischen Zeiten. Zeitgenössische Literatur verbindet die Symptome aber erstmals mit dem Wort selbst. Graham Greenes Roman „A Burn-Out Case“ aus dem Jahr 1960 etwa erzählt von einem Architekten, der sich dauerhaft erschöpft fühlt.

Mittlerweile aber hat es der Begriff von der Literatur in die Medizin geschafft. Der amerikanische Psychiater Herbert Freudenberger führte den Begriff 1974 durch eine Selbstdiagnose ein. Die anschließende Aufnahme in die International Classification of Diseases (ICD) legte einheitliche Symptome der Krankheit fest. Diese erläutern auch den Unterschied zur genetisch veranlagten endogenen Depression. Im Gegensatz zu dieser zählt Burnout nämlich zu den reaktiven Depressionen, die von äußeren Faktoren ausgelöst werden.

Burnout ist seitdem eine anerkannte Krankheit, die ernst zu nehmen ist. Bei Erwachsenen werden Erschöpfungsdepressionen zwar am häufigsten diagnostiziert, aber leider leiden auch immer mehr Kinder unter Burnout.

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