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Das Ende der Ozeane

Warum wir ohne die Meere nicht überleben werden

Von Mojib Latif
15 Minuten
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Das Ende der Ozeane: Warum wir ohne die Meere nicht überleben werden von Mojib Latif

Überfischung und Artensterben, Müll, Klimawandel – die Ozeane haben heute mit vielen menschengemachten Problemen zu kämpfen. Das Ende der Ozeane (2014) gibt einen Überblick darüber, was wir über das Funktionieren und die Bewohner der Weltmeere sowie ihre Bedeutung für unseren Planeten wissen, und welchen Bedrohungen sie ausgesetzt sind.

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  • Umweltschützer und solche, die es werden wollen
  • Alle, die sich mit dem Klimawandel beschäftigen

Mojib Latif ist ein deutscher Klimaforscher, Universitätsprofessor und Meteorologe. Er leitet das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Zahlreiche wissenschaftliche Artikel, unter anderem in der renommierten Nature, stammen aus seiner Feder und im deutschen Fernsehen ist er ein gern gesehener Experte zum Thema Klimawandel. Das Ende der Ozeane ist sein siebtes Buch.

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Das Ende der Ozeane

Warum wir ohne die Meere nicht überleben werden

Von Mojib Latif
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 9 Kernaussagen
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Das Ende der Ozeane: Warum wir ohne die Meere nicht überleben werden von Mojib Latif
Worum geht's

Überfischung und Artensterben, Müll, Klimawandel – die Ozeane haben heute mit vielen menschengemachten Problemen zu kämpfen. Das Ende der Ozeane (2014) gibt einen Überblick darüber, was wir über das Funktionieren und die Bewohner der Weltmeere sowie ihre Bedeutung für unseren Planeten wissen, und welchen Bedrohungen sie ausgesetzt sind.

Kernaussage 1 von 9

Die Verschmutzung und Überfischung der Ozeane führt zu einem beispiellosen Artensterben.

Die Ozeane haben momentan mit vielen Problemen zu kämpfen. Eines der größten ist das Artensterben. Es hat vor allem zwei Ursachen: Verschmutzung und Überfischung.

Die Ursache für die Verschmutzung ist vor allem das Profitstreben im Kapitalismus: Es ist einfach günstiger, Müll und Abwässer ins Meer zu kippen, als sie ordnungsgemäß an Land zu entsorgen. Viele Menschen wurden Zeuge der weltweiten Ozeanverschmutzung, als im August 2014 eine Boeing der Malaysia Airlines über dem Indischen Ozean abstürzte. Vielen Nachrichtenzuschauern fiel bei den Bildern der im Meer treibenden Wrackteile vor allem der Ölteppich auf dem Wasser auf. Der stammte aber gar nicht vom Flugzeug, sondern von einem Schiff, das routinemäßig Öl ins Meer gekippt hatte.

Leider sieht es in vielen Teilen der Ozeane immer so aus und das hat verheerende Folgen für die Meeresbewohner. Altöl, Abwasser und Müll sorgen dafür, dass immer mehr Tierarten ihren natürlichen Lebensraum verlieren. Das Bundesamt für Naturschutz hat im Mai 2014 eine Liste der gefährdeten Arten veröffentlicht, die zeigt, dass es für die deutschen Küsten besonders dramatisch aussieht: 30% aller dort lebenden Arten sind vom Aussterben bedroht.

Eine weitere Bedrohung stellt die Überfischung dar, von der sich viele Fischpopulationen nicht erholen können, was auf lange Dauer zu ihrer Ausrottung führen wird. Es ist klar, dass wir dagegen etwas unternehmen müssen. Erste Schritte zum Schutz der Meere fallen eher zögerlich aus. US-Präsident Barack Obama plante z.B. die Einrichtung des weltgrößten Meeresschutzgebietes im Pazifik mit mehr als drei Millionen Quadratmeter Fläche. Die Europäische Union hat für 2015 neue Fangquoten beschlossen. Sie hofft, damit den Fischbestand der europäischen Meere in weniger als einem Jahrzehnt zu stabilisieren.

Diese Maßnahmen sind aber noch längst nicht ausreichend. Einer der Gründe dafür, dass wir die Ozeane nur zögerlich schützen, ist, dass wir noch nicht besonders viel über sie wissen.

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