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Das sind die Blinks zu

Grundformen der Angst

Eine tiefenpsychologische Studie

Von Fritz Riemann
15 Minuten
Audio-Version verfügbar
Grundformen der Angst: Eine tiefenpsychologische Studie von Fritz Riemann

Die tiefenpsychologische Studie Grundformen der Angst (1961) beschreibt vier grundsätzliche Arten der Angst, aus denen jegliche individuellen Ängste entspringen. Diese Grundformen definieren uns als Menschen und prägen unsere Entscheidungen und unseren Lebenslauf. Das Buch hilft uns, diese zu verstehen und mit ihnen umzugehen.

  • Menschen, die lernen wollen, mit ihren Ängsten umzugehen
  • Alle, die sich für Psychologie interessieren
  • Eltern, die mehr über die Entwicklung ihrer Kinder erfahren möchten

Fritz Riemann (1902–1979) war nicht nur Psychotherapeut und Psychoanalytiker, sondern beschäftigte sich nebenbei auch eingehend mit Astrologie. Er war Mitbegründer und Lehranalytiker der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie in München. Zu seinen Veröffentlichungen gehört neben Grundformen der Angst unter anderem der Klassiker Lebenshilfe Astrologie – Gedanken und Erfahrungen von 1976.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Grundformen der Angst

Eine tiefenpsychologische Studie

Von Fritz Riemann
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 9 Kernaussagen
Grundformen der Angst: Eine tiefenpsychologische Studie von Fritz Riemann
Worum geht's

Die tiefenpsychologische Studie Grundformen der Angst (1961) beschreibt vier grundsätzliche Arten der Angst, aus denen jegliche individuellen Ängste entspringen. Diese Grundformen definieren uns als Menschen und prägen unsere Entscheidungen und unseren Lebenslauf. Das Buch hilft uns, diese zu verstehen und mit ihnen umzugehen.

Kernaussage 1 von 9

Ängste gehören untrennbar zur menschlichen Existenz dazu.

Egal ob vor Spinnen, Prüfungen oder dem Tod, Angst begleitet das Leben jedes Einzelnen. Sie tritt in verschiedenen Formen und Ausmaßen auf und wird sich nie aus unserem Alltag verbannen lassen. Aber wie kommen solche belastenden Emotionen, die sich nur schwer überwinden lassen, überhaupt zustande?

Angst gehört zur menschlichen Natur. Sie entsteht durch widersprüchliche Grundbedürfnisse des Menschen, die unser Leben definieren. Diese sogenannten Antinomien setzen sich aus Individuation vs. Hingabe und Beständigkeit vs. Wandel zusammen. Wenn wir einer dieser Forderungen nachgehen, kommen wir bei der anderen nicht hinterher, da sie sich widersprechen. Daraus resultiert ein Gefühl der Angst.

Besonders bei Jugendlichen sehen wir den Zwiespalt, sich selbst als Individuum zu beweisen und gleichzeitig Teil einer Gruppe sein zu wollen. Manche färben ihre Haare blau, um einzigartig zu wirken, während sich andere in Gruppen gleich gekleideter Freunde einfügen.

Der Autor vergleicht diese Antinomien mit den Bewegungen der Erde. Die Erde dreht sich um sich selbst (Individuation), während sie gleichzeitig als Teil eines größeren Systems um die Sonne kreist (Hingabe). Sie ist sowohl nach innen gerichtet durch die Schwerkraft (Beständigkeit) als auch der nach außen gerichteten Fliehkraft ausgesetzt (Wandel).

Wie kommen wir nun mit diesen Forderungen zurecht, die uns in verschiedene Richtungen ziehen? Genau wie beim Zusammenwirken der Erdbewegungen müssen wir in unserem Leben diesen widersprüchlichen Bedürfnissen in ausgewogenem Maße nachgehen.

Auch wenn wir diesen Ausgleich erreicht haben, können wir Angst nie komplett ausschalten. Haben wir eine Form der Angst überwunden, taucht eine neue auf. Unsere Möglichkeiten liegen darin, mit ihr umzugehen. So haben beispielsweise technische und wissenschaftliche Fortschritte den Menschen die Angst vor Naturkatastrophen wie einem Gewitter genommen. Dafür haben diese Entwicklungen neue Ängste vor Bakterien, Atomwaffen und Verkehrsunfällen mit sich gebracht.

Angst ist immer gegenwärtig, nur bleibt sie manchmal mehr im Schatten verborgen. Letztendlich bleibt sie permanent ein Zeichen unserer Abhängigkeiten und des Bewusstseins unserer Sterblichkeit. Wir können beispielsweise den Tod mental verdrängen, indem wir nicht an ihn denken, aber er existiert weiter. So funktionieren auch unsere Ängste – wir können nur damit umgehen, sie annehmen und immer wieder bewältigen.

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