Das sind die Blinks zu

In aller Munde

Unsere Zähne und ihre Bedeutung für die Gesundheit des gesamten Körpers

Von Dominik Nischwitz
13 Minuten
Audio-Version verfügbar
In aller Munde von Dominik Nischwitz

Zahnärztinnen und andere Mediziner leben in getrennten Welten: Die einen reparieren Zähne, die anderen schrauben am Körper herum. Dabei hängt die Gesundheit unserer Zähne eng mit der unseres restlichen Körpers zusammen. Höchste Zeit also für einen frischen Blick in die Mundhöhle. Die Blinks zu In aller Munde (2019) zeigen, wie Zähne und Organismus miteinander verwoben sind und was wir selbst für gesunde Zähne und ein gesundes Leben tun können.

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  • Alle, die es schwer mit ihrer Zahngesundheit haben

Dr. Dominik Nischwitz arbeitet als niedergelassener Zahnarzt und Heilpraktiker. Zusammen mit seinem Vater – ebenfalls Zahnarzt – gründete er das Zentrum für Biologische Zahnmedizin in Tübingen. Als Spezialist für das Feld der biologischen Zahnmedizin hält er weltweit Vorträge auf Konferenzen.

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In aller Munde

Unsere Zähne und ihre Bedeutung für die Gesundheit des gesamten Körpers

Von Dominik Nischwitz
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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In aller Munde von Dominik Nischwitz
Worum geht's

Zahnärztinnen und andere Mediziner leben in getrennten Welten: Die einen reparieren Zähne, die anderen schrauben am Körper herum. Dabei hängt die Gesundheit unserer Zähne eng mit der unseres restlichen Körpers zusammen. Höchste Zeit also für einen frischen Blick in die Mundhöhle. Die Blinks zu In aller Munde (2019) zeigen, wie Zähne und Organismus miteinander verwoben sind und was wir selbst für gesunde Zähne und ein gesundes Leben tun können.

Kernaussage 1 von 8

Unsere Mundhöhle ist voller Mikroben – zum Glück!

Der Niederländer Antoni van Leeuwenhoek war ohne Frage ein Sonderling. Kleine Käferbeinchen, Fliegenrüssel oder die Facettenaugen der Bienen faszinierten ihn ungemein. Und so kam es, dass der Tuchmacher zum Tüftler wurde und vor rund dreihundert Jahren eines der ersten präzisen Mikroskope entwickelte. Seine „Superlupe” eröffnete neue Welten. Er sah rote Blutkörperchen im Blut, erkannte kleinste Spermien in der Samenflüssigkeit – und eines Tages kratzte er sich etwas vom weißen Belag auf seinen Zähnen ab und entdeckte wieder Erstaunliches: Es wimmelte vor kleinen Lebewesen.

Die Mikroorganismen, oder kurz Mikroben, die Leeuwenhoek entdeckte, sind einzellige Lebewesen – zum Beispiel Bakterien –, die seit Milliarden von Jahren unseren Planeten besiedeln. Und wir Menschen sind nur einer ihrer Lebensräume. Kaum sind wir geboren und öffnen den Mund zum ersten Schrei, werden wir auch schon bevölkert. Im Laufe des Lebens kommen und gehen die Mikroben, bis im Erwachsenenalter jeder Mensch eine einzigartige, für ihn typische Zusammensetzung im Mund hat. Diese heißt residente Mikroflora und setzt sich aus rund 700 Mikrobenspezies zusammen.

Früher dachte man, Bakterien im Mund wären grundsätzlich schlecht, weil sie die Zähne zerstören. Heute wissen wir, dass sie wichtige Aufgaben für den Stoffwechsel erfüllen: Erst ohne sie wären wir ruiniert. Nicht Sterilität, sondern Stabilität und Gleichgewicht in der mikrobiellen Mundflora entscheiden über unsere Gesundheit.

Also wie ergeht es den Mikroben in unserem Mund? Einerseits ist die Mundhöhle ein echtes Mikrobenparadies: voller Verstecke, immer schön warm und feucht, und pausenlos wird neues Futter nachgeschoben. Andererseits wird ständig geatmet, gekaut, gesprochen, gespült und geputzt. Da muss man sich gut an den glatten Zähnen festhalten. Nur wie?

Damit das gelingt, brauchen Mikroben das sogenannte Zahnoberhäutchen, auch Pellikel genannt. Es ist ein zartes, durchsichtiges Netz aus Proteinen, Enzymen, Bio- und Makromolekülen, das unsere Zähne umhüllt und schützt und den Mikroben zugleich als Antirutschmatte dient. Denn auf dem Pellikel haken sich Millionen von Mikroben fest und bilden gemeinsam den Biofilm, den wir ab einer wahrnehmbaren Dicke als Plaque kennen.

Bakterien auf den Zähnen sind also völlig normal. Erst wenn sich zu viele der falschen Bakterien in der Plaque verschanzen, wird es gefährlich. Dann kommt die Karies – und ein Loch in den Zahn.

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