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Jetzt kostenlos testenBlink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari
Versuch einer phänomenologischen Ontologie
Das Sein und das Nichts von Jean-Paul Sartre ist ein philosophisches Werk, das sich mit dem Bewusstsein, der Freiheit und der Existenz auseinandersetzt. Es analysiert die menschliche Erfahrung und die Prinzipien des Existentialismus.
Das Sein und das Nichts beginnt mit einer Ansage. Sartre verspricht dem Lesepublikum, er werde sich auf konkrete und beobachtbare Phänomene konzentrieren statt auf kühne Interpretationen oder versteckte Eigenschaften. Damit greift der Philosoph einem der zentralen Argumente seiner Schrift vor: Wir Menschen können das Leben nur über das verstehen, was wir als konkretes Phänomenen beobachten – also darüber, wie sich die Dinge in unserem Bewusstsein darstellen.
Um diese phänomenologische Perspektive zu verstehen, müssen wir zwei Grundbegriffe in seinem Werk unterscheiden: das Seinsphänomen und das Sein des Phänomens.
Das Seinsphänomen meint die Art und Weise, wie sich ein Objekt oder eine Situation in unserem Bewusstsein darstellt. Es geht also darum, wie wir die Dinge in der Welt wahrnehmen. Stell dir vor, du siehst einen Baum. Dann meint das Seinsphänomen das, was für dich unmittelbar erfahrbar ist: seine Farben, seine Formen und die Texturen seiner Oberfläche.
Das Sein des Phänomens ist nach Sartre das, was eine Sache oder eine Situation an sich ist, also unabhängig davon, ob sie jemand erfährt oder wahrnimmt. Man könnte es daher auch als Essenz oder innere Realität der Dinge beschreiben. Bezogen auf den Baum meint das Sein des Phänomens also alle Eigenschaften des Baums, die auch dann existieren, wenn ihn niemand betrachtet – etwa sein biochemischer Aufbau oder sein Platz im Ökosystem.
Wichtig für Sartre ist, dass wir Menschen keinen direkten Zugang zum inneren und wesentlichen Sein des Phänomens haben. Wir können die Dinge immer nur über ihre Betrachtung als beobachtbare Phänomene erleben. Mit anderen Worten: Die Essenz mag die Voraussetzung dafür sein, dass etwas als Phänomen erfahrbar wird. Aber in unserem menschlichen Erleben geht das Phänomen der Essenz voraus.
Daraus ergibt sich für Sartre eine wichtige Schlussfolgerung: Auch unser Bewusstsein existiert nicht in einem luftleeren Raum vor der Existenz. Wir werden uns einer Sache in dem Moment bewusst, in dem wir sie als Phänomen betrachten oder erleben. Bewusstsein muss also gleichzeitig mit der Existenz der Dinge entstehen. Darum lehnt Sartre die Vorstellung ab, das Bewusstsein sei eine Art göttliche Gabe, die den Menschen von der Natur trenne.
Ausgehend von dieser Überlegung unterscheidet Sartre zwei Formen des Seins: das Für-sich-Sein und das An-sich-Sein.
Das Für-sich-Sein ist das menschliche Bewusstsein, das sich seiner selbst bewusst ist. Damit meint Sartre die Fähigkeit des Menschen, über sich selbst nachzudenken, Entscheidungen zu treffen und sich seiner Existenz und Freiheit bewusst zu sein. Dieses Für-sich-Sein ist nicht festgelegt, es kann sich also verändern und weiterentwickeln. Es ist die Ebene des Seins, auf der wir Menschen uns mit Sinn, Identität und Zielen auseinandersetzen.
Im Gegensatz dazu steht das An-sich-Sein für die Existenz von Dingen, die kein Selbstbewusstsein haben. Ein Baum oder ein Stein zum Beispiel existiert einfach, ohne sich seiner selbst bewusst zu sein oder sich selbst hinterfragen zu können. Das An-sich-Sein ist statisch, festgelegt und unveränderlich.
Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Formen des Seins liegt also in der Selbstreflexion. Sartre verwendet diese Unterscheidung, um die Einzigartigkeit der menschlichen Erfahrung hervorzuheben – unsere Fähigkeit, über unsere Existenz nachzudenken und sie aktiv, selbstbestimmt und frei zu gestalten.
Diese Ideen bilden das Fundament für Sartres radikale existenzialistische Philosophie, die sich auf konkrete menschliche Erfahrungen beziehen soll anstatt auf vage und unscharfe Abstraktionen. Falls das alles noch immer ein wenig abstrakt klingt – keine Sorge, wir fächern diese Perspektive in den nächsten Abschnitten noch ausführlicher auf.
Das Sein und das Nichts (1943) ist Sartres philosophisches Hauptwerk und einer der grundlegenden Texte der existenzialistischen Philosophie. Im Zentrum von Sartres Analyse stehen die wesentlichen Themen des Existenzialismus, wie die Komplexität des menschlichen Bewusstseins, die Frage nach dem freien Willen und das Zusammenspiel von Objektivität und Subjektivität.
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