Die Mitternachtsbibliothek Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Die Mitternachtsbibliothek
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Zusammenfassung von Die Mitternachtsbibliothek

Matt Haig

Roman

4.6 (144 Bewertungen)
31 Min.
Inhaltsübersicht

    Die Mitternachtsbibliothek
    in 6 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 6

    Ein schrecklicher Tag und ein unerwarteter Zwischenhalt

    Nora Seed ist 16 Jahre alt und spielt Schach mit Mrs Elm, der freundlichen Schulbibliothekarin ihrer Highschool. Die beiden unterhalten sich. Nora sorgt sich um ihre Zukunft: Sie hat ihr langjähriges Hobby, das Schwimmen, hingeschmissen. Und nun befürchtet sie, ihre Chance auf eine erfolgreiche Zukunft vertan zu haben. Aber die geduldige und gutmütige Mrs Elm widerspricht ihr. Das Leben habe mehr zu bieten als Schwimmwettbewerbe und Medaillen. Nora habe noch ihr ganzes Leben vor sich. Sie könne alles werden, was sie wolle, zum Beispiel Gletscherforscherin. Doch bevor Mrs Elm ins Detail gehen kann, werden die beiden von einem Anruf mit einer Hiobsbotschaft unterbrochen. Noras Vater ist völlig unerwartet an einem Herzinfarkt verstorben.

    Schnitt.

    Nora Seed ist jetzt 35. Sie sitzt zuhause, guckt auf ihr Smartphone und scrollt durch die augenscheinlich glücklichen Leben anderer Leute. Da klopft es an der Tür.

    Als Nora aufmacht und sieht, wer da ist, freut sie sich zunächst. Ash ist ein sympathischer junger Typ aus der Nachbarschaft, der sie einmal zu einem Date ausführen wollte. Nora hatte damals abgelehnt, weil sie in festen Händen war. Vielleicht hat er ja seinen Mut zusammengenommen und will sie erneut einladen? Aber dazu kommt es leider nicht, denn Ash hat schlechte Nachrichten. Er hat Noras Katze – den kauzigen, aber liebenswürdigen Voltaire – tot auf der Straße gefunden. Er muss von einem Auto angefahren worden sein. Nora tritt vor die Tür und sieht den reglosen Körper ihres Katers am Straßenrand liegen. Sie weiß, sie sollte Gefühle wie Mitleid und Verzweiflung empfinden. Aber sie spürt davon nur leise Anflüge. Stattdessen fühlt sie vor allem eines: Neid. Sie beneidet Voltaire darum, dass er jetzt von allen Sorgen befreit ist. Darum, dass er nicht mehr die Schwere des Lebens schultern muss.

    Ab diesem Moment schlittert Noras Leben in eine finstere Abwärtsspirale. Direkt am nächsten Tag wird sie gefeuert. Sie schlendert ziellos durch die Stadt und denkt über all die vertanen Chancen ihres Lebens nach. Sie denkt an ihren Ex-Freund Dan, den sie nur zwei Tage vor ihrer geplanten Hochzeit sitzen ließ. Wenig später trifft sie auf Ravi, den besten Freund ihres Bruders Joe. Sie erinnert sich daran, dass die drei früher in einer Band namens „The Labyrinths“ gespielt haben. Aber Nora ist irgendwann ausgetreten, und Ravi nimmt ihr das offenbar noch immer übel. Er erzählt ihr auch, dass ihr Bruder Joe in der Stadt war und sich nicht bei ihr gemeldet hat.

    Nora denkt an ihre beste Freundin Izzy. Die beiden hatten Pläne geschmiedet, zusammen nach Australien zu ziehen und auf einem Schiff für Walbeobachtungen anzuheuern. Aber Nora entschied sich gegen den Umzug und Izzy ging allein nach Australien. Nora zückt ihr Smartphone und schickt Izzy eine Nachricht. Sie schreibt, dass es toll wäre, wenn sie mal wieder sprechen könnten. Izzy liest die Nachricht sofort, antwortet aber nicht.

    Dann bekommt Nora einen Anruf von der Mutter ihres einzigen Klavierschülers, Leo, die die für den Nachmittag geplante Unterrichtsstunde absagt. Und kurz darauf teilt ihr älterer Nachbar ihr mit, dass sie ab sofort nicht mehr seine Medikamente für ihn abholen muss.

    Da wird Nora alles zu viel. Es scheint, als wäre die gesamte Welt ohne sie besser dran. An diesem Abend schreibt sie einen Abschiedsbrief und nimmt eine Überdosis.

    Als Nora das nächste Mal die Augen öffnet, fällt ihr Blick auf eine zunächst unbekannte Umgebung. Sie befindet sich in einem großen Gebäude voller Regale und Bücher. In einer Art Bibliothek. Die dazugehörige Bibliothekarin ist eine jüngere Version von Mrs Elm, die ihr gute 20 Jahre zuvor so schonend den Tod ihres Vaters beibrachte. Mrs Elm erklärt Nora, dass sie sich an einem Ort zwischen Leben und Tod befindet – in der Mitternachtsbibliothek. Von hier aus könne sie Blicke in all die ungelebten Versionen ihres zurückliegenden Lebens werfen. Sie zeigt Nora zuerst das „Buch des Bereuens“, das vom Moment ihrer Geburt an alle Dinge aufführt, die Nora gerne getan oder nicht getan hätte. Nora zögert, denn allein die Vorstellung dieses Verzeichnisses überfordert sie. Aber Mrs Elm ermutigt sie, wenigstens einen kurzen Blick in das Buch zu wagen. Sie könne diese und andere Versionen ihres Lebens besuchen und dabei vielleicht herausfinden, wer sie wirklich ist und was sie wirklich vom Leben will.

    Nora fasst sich ein Herz und beginnt, im „Buch des Bereuens“ zu lesen. Sie erkennt, dass sie es bereut, ihren Ex-Freund Dan verlassen zu haben. Dass sie es bedauert, nicht gemeinsam mit ihm auf den Traum vom Pub auf dem Land hingearbeitet zu haben. Dann reicht Mrs Elm Nora ein anderes Buch, das offenbar eine Version ihres Lebens beschreibt, in der sie ihren Traum von der eigenen Kneipe wahr gemacht hat. Und noch während Nora die erste Zeile liest, wird sie wie durch Magie aus der Mitternachtsbibliothek katapultiert und steht an einem warmen Sommertag direkt vor einem Pub namens „The Three Horseshoes“.

    An dieser Stelle setzen wir einen ersten kleinen Cut. Bevor wir uns anschauen, wie Noras Ausflug in ihr Leben als Kneipenbesitzerin weitergeht, nehmen wir uns Zeit für eine kurze Analyse dieses ersten Abschnitts.

    ANALYSE

    Dieser erste Abschnitt von Die Mitternachtsbibliothek führt die drei großen Themen ein, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen: Möglichkeit, Einsamkeit und Bedauern.

    Als 16-Jährige hat Nora das ganze Leben und theoretisch alle Möglichkeiten vor sich. Und als sie 19 Jahre später in der Mitternachtsbibliothek ankommt, erklärt ihr die liebenswürdige Bibliothekarin, dass jedes Buch dort ein Leben beschreibt, das Nora nicht geführt hat, weil sie sich bewusst oder unbewusst dagegen entschieden hat.

    Nora wird mit der Einsamkeit konfrontiert. Ihre Katze Voltaire wurde überfahren. Sie fühlt sich entfremdet von ihrem Bruder Joe und ihrer besten Freundin Izzy, verliert ihren Job und ihren letzten Klavierschüler. Und als nicht einmal mehr ihr Nachbar ihre Kurierdienste benötigt, fühlt sie sich endgültig überflüssig. Niemand scheint sie zu brauchen oder sich um sie zu sorgen.

    Das Thema Reue wird durch das dicke und schwere „Buch des Bereuens“ in der Mitternachtsbibliothek symbolisiert. Darin stehen all die Dinge aus Noras Leben, die sie im Nachhinein gerne anders gemacht hätte.

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    Worum geht es in Die Mitternachtsbibliothek?

    Die Mitternachtsbibliothek (2021) ist die rührende Geschichte von Nora Seed, die sich aus Verzweiflung über vertane Chancen und die Ausweglosigkeit ihrer Existenz das Leben nimmt. Auf dem Weg ins Jenseits gelangt sie in eine mysteriöse Zwischenstation, in der sie tiefe Einblicke in alternative Versionen ihres früheren Lebens erhält. Durch ihre Reisen in diese alternativen Lebensentwürfe findet Nora schließlich heraus, warum ihr wahres und ursprüngliches Leben durchaus lebenswürdig ist.

    Wer Die Mitternachtsbibliothek lesen sollte

    • Menschen, die vergangene Entscheidungen immerzu hinterfragen und bereuen
    • Fans von Science-Fiction und fantasievollen Geschichten
    • Alle, die ein klein wenig mehr über den Sinn des Lebens herausfinden wollen

    Über den Autor

    Der britische Bestseller-Autor Matt Haig schrieb mehrere Romane und Sachbücher. In seinen Texten verarbeitet er immer wieder Themen wie Depressionen oder Angststörungen, von denen er selbst seit 20 Jahren betroffen ist, etwa in Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben (2015) oder Mach mal halblang – Anmerkungen zu unserem nervösen Planeten (2019). Er veröffentlichte außerdem beliebte Kinderbücher wie Ein Junge namens Weihnacht (2015), das 2021 verfilmt wurde.

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