Kategorien entdecken

In der App öffnen In der App öffnen In der App öffnen
Das sind die Blinks zu

Die neue Umverteilung

Soziale Ungleichheit in Deutschland

Von Hans-Ulrich Wehler
15 Minuten
Die neue Umverteilung: Soziale Ungleichheit in Deutschland von Hans-Ulrich Wehler

Die neue Umverteilung (2013) geht den vielfältigen Arten von Ungleichheit in Deutschland auf die Spur. Es beschreibt u.a., wie sich die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert hat, wie schlecht es um die Bildungschancen bestellt ist und welche Diskriminierungen Frauen auch heute noch im Berufsleben erfahren.

  • Jeder, der die vielen Arten der Ungleichheit in Deutschland verstehen will
  • Jeder, der Ansätze für eine gerechtere Gesellschaft kennen lernen möchte

Hans-Ulrich Wehler (*1931) ist einer der renommiertesten Historiker Deutschlands. Sein umfangreichstes und bekanntestes Werk, die fünfbändige Deutsche Gesellschaftsgeschichte, gehört zu den wichtigsten Werken der jüngeren deutschen Geschichtsschreibung.

Kennst du schon Blinkist Premium?

Mit Blinkist Premium erhältst du Zugang zu dem Wichtigsten aus mehr als 3.000 Sachbuch-Bestsellern. Das Probeabo ist 100% kostenlos.

Premium kostenlos testen

Was ist Blinkist?

Blinkist ist eine App, die die großen Ideen der besten Sachbücher in einprägsame Kurztexte verpackt und erklärt. Die Inhalte der über 3.000 Titel starken Bibliothek reichen von Sachbuch-Klassikern, über populäre Ratgeber bis hin zu diskutierten Neuerscheinungen. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wird jeder Titel von speziell geschulten Autoren aufbereitet und dem Nutzer als Kurztext und Audiotitel zur Verfügung gestellt.

Discover
3.000+ top
nonfiction titles

Get unlimited access to the most important ideas in business, investing, marketing, psychology, politics, and more. Stay ahead of the curve with recommended reading lists curated by experts.

Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Die neue Umverteilung

Soziale Ungleichheit in Deutschland

Von Hans-Ulrich Wehler
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • 9 Kernaussagen
Die neue Umverteilung: Soziale Ungleichheit in Deutschland von Hans-Ulrich Wehler
Worum geht's

Die neue Umverteilung (2013) geht den vielfältigen Arten von Ungleichheit in Deutschland auf die Spur. Es beschreibt u.a., wie sich die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert hat, wie schlecht es um die Bildungschancen bestellt ist und welche Diskriminierungen Frauen auch heute noch im Berufsleben erfahren.

Kernaussage 1 von 9

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird in Deutschland immer größer.

Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland waren die Reichen so reich wie heute.

1970 verteilten sich 44% des gesamten Privatvermögens auf die reichsten 10% der Deutschen. Im Jahr 2000 kontrollierten diese schon die Hälfte des gesamten Vermögens. Heute besitzen sie ganze 66%.

Hand in Hand mit dieser Entwicklung geht die Explosion der Spitzengehälter in der Wirtschaft. Vor der Wiedervereinigung lag der durchschnittliche Verdienst der DAX-Vorstände, also der Vorstände der 30 größten börsennotierten deutschen Unternehmen, bei 580.000 DM im Jahr. Heute beträgt ihr Einkommen rund sechs Millionen Euro, Bonizahlungen und Aktienoptionen nicht mitgerechnet.

Der reichen Elite geht es also gut. Sie häuft weiter Vermögen an und freut sich über rasant steigende Gehälter. Doch wie schneiden die Normalverdiener dagegen ab?

Leider schlecht. Eine düstere Entwicklung ist vor allem die stetig wachsende Zahl von Menschen, die von gering bezahlter Teilzeitarbeit und Minijobs leben müssen. Waren es 1984 noch drei Millionen, die in diesem Bereichen tätig waren, sind es heute schon acht Millionen, mit weiter steigender Tendenz. Für diese Menschen ist es kaum möglich, sich mit ihrer Arbeit über Wasser zu halten. Sie arbeiten – und sind trotzdem arm. Während sich solche sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnisse erhöht haben, ist die Zahl der Beschäftigten, die in Normalarbeitsverhältnissen stehen, gesunken: Im Vergleich zum Jahr 1991 arbeiten heute rund sechs Millionen Menschen weniger in regulären Vollzeitjobs.

Dazu kommt, dass in Deutschland die Reallöhne der durchschnittlichen Arbeiter und Angestellten seit rund 10 Jahren stagnieren; eine europaweite Ausnahme. Während in Holland, Schweden usw. die Realeinkommen steigen, müssen die deutschen Normal- und Geringverdiener trotz Wirtschaftswachstum auf Lohnerhöhungen, die die Inflationsrate übersteigen, verzichten.

Die Folge dieser Entwicklung:

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird in Deutschland immer größer.

Inhalt

Bringe mehr Wissen in deinen Alltag!

Sichere dir jetzt Zugang zu den Kernaussagen der besten Sachbücher – praktisch in Text & Audio in nur 15 Minuten pro Titel.
Created with Sketch.