Das sind die Blinks zu

Die neue Umverteilung

Soziale Ungleichheit in Deutschland

Von Hans-Ulrich Wehler
15 Minuten
Audio-Version verfügbar
Die neue Umverteilung von Hans-Ulrich Wehler

In Die neue Umverteilung (2013) geht es um die vielfältigen Arten von Ungleichheit in Deutschland. Diese Blinks beschreiben, wie sich in dem Land die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert hat, wie schlecht es dort um Bildungschancen steht und welche Diskriminierungen deutsche Frauen auch heute noch im Berufsleben erfahren müssen.

  • Alle, die sich für die deutsche Gesellschaftsgeschichte interessieren
  • Menschen, die sich für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen
  • Jeder, der die Gründe gesellschaftlicher Ungleichheit verstehen möchte

Hans-Ulrich Wehler (1931–2014) war einer der renommiertesten Historiker Deutschlands. Seine fünfbändige Deutsche Gesellschaftsgeschichte zählt zu den wichtigsten Werken der jüngeren deutschen Geschichtsschreibung.

 

Original: Die neue Umverteilung © 2013 C.H.Beck, München

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Die neue Umverteilung

Soziale Ungleichheit in Deutschland

Von Hans-Ulrich Wehler
  • Lesedauer: 15 Minuten
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Die neue Umverteilung von Hans-Ulrich Wehler
Worum geht's

In Die neue Umverteilung (2013) geht es um die vielfältigen Arten von Ungleichheit in Deutschland. Diese Blinks beschreiben, wie sich in dem Land die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert hat, wie schlecht es dort um Bildungschancen steht und welche Diskriminierungen deutsche Frauen auch heute noch im Berufsleben erfahren müssen.

Kernaussage 1 von 9

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird in Deutschland immer größer.

Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland waren die Reichen so reich wie heute. 

1970 verteilten sich 44 Prozent des gesamten Privatvermögens auf die reichsten zehn Prozent der Deutschen. Im Jahr 2000 kontrollierten diese schon die Hälfte des gesamten Vermögens. Heute besitzen sie ganze 66 Prozent.

Hand in Hand mit dieser Entwicklung geht die Explosion der Spitzengehälter in der Wirtschaft. Vor der Wiedervereinigung lag der durchschnittliche Verdienst der DAX-Vorstände, also der Vorstände der 30 größten börsennotierten deutschen Unternehmen, bei 580.000 DM im Jahr. Heute beträgt ihr Einkommen rund sechs Millionen Euro, Bonuszahlungen und Aktienoptionen nicht mitgerechnet.

Der reichen Elite geht es also gut. Sie häuft weiter Vermögen an und freut sich über rasant steigende Gehälter. Doch wie schneiden die Normalverdiener ab?

Leider schlecht. Eine düstere Entwicklung ist vor allem die stetig wachsende Zahl von Menschen, die von gering bezahlter Teilzeitarbeit und Minijobs leben müssen. Waren es 1984 noch drei Millionen, die in diesen Bereichen tätig waren, sind es heute schon acht Millionen, mit weiter steigender Tendenz. Für diese Menschen ist es kaum möglich, sich mit ihrer Arbeit über Wasser zu halten. Sie arbeiten – und sind trotzdem arm. Während sich solche sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnisse vermehrt haben, ist die Zahl der Beschäftigten, die in Normalarbeitsverhältnissen stehen, gesunken: Im Vergleich zum Jahr 1991 arbeiten heute rund sechs Millionen Menschen weniger in regulären Vollzeitjobs. 

Hinzu kommt, dass in Deutschland die Reallöhne der durchschnittlichen Arbeiter und Angestellten seit rund zehn Jahren stagnieren – eine Ausnahme im europaweiten Vergleich. Während in Ländern wie Holland und Schweden die Realeinkommen steigen, müssen deutsche Normal- und Geringverdiener trotz Wirtschaftswachstum auf Lohnerhöhungen, die die Inflationsrate übersteigen, verzichten. 

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