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Das Gedächtnis des Körpers

Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern

Von Joachim Bauer
18 Minuten
Audio-Version verfügbar
Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern von Joachim Bauer

In Das Gedächtnis des Körpers untersucht Joachim Bauer, wie zwischenmenschliche Beziehungen verschiedene Gene in unserem Körper aktivieren oder deaktivieren. Diese Gene sind dafür verantwortlich, dass z.B. Botenstoffe gebildet werden oder sich neuronale Netzwerke entwickeln. Dadurch haben sie auch einen großen Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten wie Depressionen, Burnout oder Posttraumatische Belastungsstörungen.

  • Jeder, der eine psychische Erkrankung hat, oder jemanden kennt, der darunter leidet
  • Jeder, der sich für Genetik und Neurologie interessiert
  • Alle, die wissen wollen, was genau Stress mit ihrem Körper anstellt

Joachim Bauer forscht und lehrt als Professor an der Universität Freiburg im Bereich der psychosomatischen Medizin. Er ist Autor mehrerer ausgezeichneter Sachbücher wie Das Prinzip Menschlichkeit oder Selbststeuerung. Das Magazin Cicero zählt ihn zu den 500 einflussreichsten deutschsprachigen Intellektuellen.

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Das Gedächtnis des Körpers

Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern

Von Joachim Bauer
  • Lesedauer: 18 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 11 Kernaussagen
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Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern von Joachim Bauer
Worum geht's

In Das Gedächtnis des Körpers untersucht Joachim Bauer, wie zwischenmenschliche Beziehungen verschiedene Gene in unserem Körper aktivieren oder deaktivieren. Diese Gene sind dafür verantwortlich, dass z.B. Botenstoffe gebildet werden oder sich neuronale Netzwerke entwickeln. Dadurch haben sie auch einen großen Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten wie Depressionen, Burnout oder Posttraumatische Belastungsstörungen.

Kernaussage 1 von 11

Die Umwelt beeinflusst über das Körpergedächtnis unsere Gene und unsere Gesundheit.

Lange Zeit galt es als ausgemachte Sache, dass die Gene eine Art statischen Bauplan für unseren Körper enthalten. Sie sind dafür zuständig, dass wir braune Augen, gelockte Haare oder einen Hang zum Übergewicht haben und damit ist ihre Aufgabe erfüllt.

Das Forschungsgebiet der Epigenetik hat mittlerweile jedoch nachgewiesen, dass unsere Gene reguliert werden. Sie steuern nicht nur unseren Körper, sondern werden wiederum auch von ihm gesteuert. Wie das passiert, hängt von unserer Umwelt und unseren Erlebnissen ab, und zwar besonders von Erlebnissen im zwischenmenschlichen Bereich, denn die hinterlassen einen besonders tiefen psychologischen Eindruck.

Viele Gene können hoch- oder heruntergeregelt werden und sind nur zeitweise aktiv. Wenn wir z.B. Stress ausgesetzt sind, werden Gene aktiv, die Stresshormone produzieren. Unsere Umwelt beeinflusst so die Aktivität unserer Gene. Diese physische Spur von sozialen Erlebnissen ist so stark, dass sie uns krank machen kann. Wir haben also dadurch, wie wir unsere Beziehungen gestalten, direkten Einfluss auf unsere Gesundheit. Einige Krankheiten müssen wir mit diesem Wissen ganz neu betrachten und bewerten.

Nicht nur in den Genen, sondern auch im Gehirn hinterlassen Beziehungen deutliche Spuren. Eine wichtige Rolle spielen dabei die sogenannten Spiegelneurone. Sie sind dafür zuständig, dass wir andere verstehen können, und sorgen dafür, dass Babys lernen, mit ihrer Umwelt zu interagieren. Sie ermöglichen es einem Baby, das Lächeln der Mutter nachzuahmen und so zu erfahren, dass das positive Folgen hat.

Während wir aufwachsen und lernen, entwickelt und verändert sich unser Gehirn. Da ist es kein Wunder, dass negative Beziehungserfahrungen ernste Auswirkungen haben und sichtbare Spuren in unserem Gehirn hinterlassen. Unser Lebensstil hinterlässt also deutliche Spuren in unserem Körper. Wer z.B. ständig unter Druck steht und „sich stresst“, riskiert, seinen Körper damit auf genetischer Ebene dauerhaft zu schädigen, denn jedes Erlebnis wird gespeichert in unserem sogenannten Körpergedächtnis.

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