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Das sind die Blinks zu

Unwiderstehlich

Der Aufstieg suchterzeugender Technologien und das Geschäft mit unserer Abhängigkeit

Von Adam Alter
15 Minuten
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Unwiderstehlich: Der Aufstieg suchterzeugender Technologien und das Geschäft mit unserer Abhängigkeit von Adam Alter

Smartphones, Tablets, Computer, Streaming, Social Media und Videospiele sind nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Aber ist das noch gesund? Oder sind wir längst süchtig? Was machen die neuen Verhaltenssüchte mit uns und unseren Kindern? Diese Blinks zu Adam Alters Unwiderstehlich (2018) spüren diesen und anderen dringenden Fragen nach. Sie erklären, warum die Sucht nach virtueller Verbindung durchaus gefährlich ist – und was wir gegen sie tun können.

  • Psychologiestudenten, Technologiefreaks und Büroangestellte
  • Jeder, der sich für die Auswirkungen der Digitalisierung interessiert
  • Alle, die ihr Smartphone sogar nachts in Reichweite haben

Adam Alter lehrt Psychologie und Marketing an der Stern Business University in New York. Er hat bereits zahlreiche Artikel in renommierten Medien wie der New York Times und der Washington Post publiziert und 2013 sein erstes Buch Drunk Tank Pink (2013) veröffentlicht.

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Unwiderstehlich

Der Aufstieg suchterzeugender Technologien und das Geschäft mit unserer Abhängigkeit

Von Adam Alter
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 9 Kernaussagen
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Unwiderstehlich: Der Aufstieg suchterzeugender Technologien und das Geschäft mit unserer Abhängigkeit von Adam Alter
Worum geht's

Smartphones, Tablets, Computer, Streaming, Social Media und Videospiele sind nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Aber ist das noch gesund? Oder sind wir längst süchtig? Was machen die neuen Verhaltenssüchte mit uns und unseren Kindern? Diese Blinks zu Adam Alters Unwiderstehlich (2018) spüren diesen und anderen dringenden Fragen nach. Sie erklären, warum die Sucht nach virtueller Verbindung durchaus gefährlich ist – und was wir gegen sie tun können.

Kernaussage 1 von 9

Menschen verbringen heute so viel Zeit mit Smartphones und Videospielen, dass man von einer neuen Form von Sucht sprechen kann.

Jetzt mal ehrlich: Wärst du ohne Weiteres in der Lage, eine Woche ohne dein Smartphone auszukommen? Vermutlich nicht. Wie die meisten von uns. Inzwischen fühlt man sich ja regelrecht nackt und abgeschnitten, wenn man mal ein paar Stunden ohne unterwegs ist. Sind das nicht eindeutige Anzeichen von Abhängigkeit?

Immer mehr Menschen haben das Gefühl, zu viel Zeit im Internet zu verbringen und immer weniger davon für ihre Freunde und Familien zu haben. Der US-amerikanische Programmierer Kevin Holesh beschloss 2014, diesem Phänomen auf den Grund zu gehen. Er entwarf die App Moment, mit der User kontrollieren konnten, wieviel Zeit sie wirklich online verbrachten. Anschließend wertete er die Daten von Tausenden Nutzern in einer Statistik aus. Das Ergebnis war erschütternd:

Die User waren davon ausgegangen, im Durchschnitt etwa 90 Minuten im Netz zu verbringen. Tatsächlich aber starrten sie täglich drei Stunden lang auf ihre Displays und zogen das Telefon im Durchschnitt bis zu 40-mal grundlos aus der Tasche. Gesundheitsexperten empfehlen eine tägliche Internet-Dosis von etwa einer Stunde, aber dieser Schwellenwert wurde allein von 88% der Moment-User überschritten.

Einer der stärksten Faktoren für diese neue Art der technologischen Abhängigkeit ist die geradezu magische Anziehungskraft von Videospielen. Eines der berühmtesten Beispiele für hohes Suchtpotenzial ist World of Warcraft. Das Online-Rollenspiel gibt Spielern die Möglichkeit, virtuelle Avatare zu erstellen, mit denen sie in einem gigantischen digitalen Universum in Echtzeit auf die Alter Egos anderer Spieler treffen. Ein großer Reiz des Spiels besteht in der Gleichzeitigkeit der Begegnungen in dieser rund um die Uhr und rund um den Globus zugänglichen, interaktiven Welt.

Anno 2017 gab es weltweit Millionen von jungen World-of-Warcraft-Spielern, von denen laut US-Videospielspezialist Jeremy Reimer bis zu 40% früher oder später Suchtsymptome entwickeln. Inzwischen wurden bereits die ersten Therapiezentren für die Behandlung süchtiger Videospieler gegründet. In der Nähe von Seattle etwa arbeiten Psychologen und Programmierer zusammen, um videospiel- und internetabhängige Menschen in ihrem Therapiezentrum reSTART zu behandeln.

Der Bedarf solcher Einrichtungen zeigt, dass es sich bei der Internetsucht um eine ernstzunehmende Abhängigkeit handelt. Wie aber entsteht so eine Sucht eigentlich?

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