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Die Entstehung der Bibel

Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften

Von Konrad Schmid und Jens Schröter
15 Minuten
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Die Entstehung der Bibel von Konrad Schmid und Jens Schröter

Kaum ein Buch hat eine so große Bedeutung für die Geschichte der Menschheit wie die Bibel. Ihre Ursprünge liegen fast dreitausend Jahre zurück. Kein Wunder, dass sich um sie viele Mythen ranken. In den Blinks zu Die Geschichte der Bibel (2019) trennen wir Fakten von Fiktion und erzählen die Entstehung der Heiligen Schrift auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen.

  • Alle, die sich einen Überblick für die Entstehung der Bibel verschaffen wollen
  • Menschen mit einem Faible für Geschichte
  • Gläubige und Religionsinteressierte, die ihr Wissen auf den Prüfstand stellen wollen

Die Professoren Konrad Schmid und Jens Schröter forschen in Berlin und Zürich zu jüdischer und christlicher Religionsgeschichte. In Die Entstehung der Bibel (2019) tragen sie die Ergebnisse ihrer jahrelangen Arbeit zusammen. Dabei räumen sie mit einigen überholten Vorstellungen davon auf, wie die Bibel entstanden ist.

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Die Entstehung der Bibel

Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften

Von Konrad Schmid und Jens Schröter
  • Lesedauer: 15 Minuten
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Die Entstehung der Bibel von Konrad Schmid und Jens Schröter
Worum geht's

Kaum ein Buch hat eine so große Bedeutung für die Geschichte der Menschheit wie die Bibel. Ihre Ursprünge liegen fast dreitausend Jahre zurück. Kein Wunder, dass sich um sie viele Mythen ranken. In den Blinks zu Die Geschichte der Bibel (2019) trennen wir Fakten von Fiktion und erzählen die Entstehung der Heiligen Schrift auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Kernaussage 1 von 9

Die eine Bibel gibt es nicht.

Die Bibel wird oft das Buch der Bücher genannt. Damit soll ihre Bedeutung in der Geschichte der Menschheit unterstrichen werden. Aber wusstest du, dass man die Bezeichnung auch wörtlich verstehen kann, also als ein Werk, das aus mehreren Büchern besteht? Darauf deutet schon der Begriff, von dem sich unser Wort „Bibel“ ableitet.

Die griechische Bezeichnung „biblia“ ist der Plural von „biblion“ und bedeutet so viel wie Bücher, Schriften, Dokumente. Das entsprach auch lange dem Verständnis der heiligen Schriften im Juden- und Christentum. Die Vorstellung, dass ein einziges Buch die komplette jüdische oder christliche Bibel umfasst, ist erst mit der Erfindung des Buchdrucks entstanden. Aber worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen den Bibeln beider Religionen?

Für die Bibel gibt es im Judentum keinen allein gültigen Begriff. Sie wird „jüdische Bibel“ genannt, „hebräische Bibel“ oder „Tanach“. Letzteres ist ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben T, N und K der drei Teile der hebräischen Bibel: Tora, Neviim und Ketuvim. Übersetzt heißen die Abschnitte „Gesetz“, „Propheten“ und „Schriften“.

In der christlichen Bibel bilden sie in leicht geänderter Anordnung das Alte Testament. Ihm folgt das Neue Testament, welches Jesus Christus als Sohn Gottes verkündet. Die Bezeichnungen haben sich allerdings erst nach und nach herausgebildet. Sie leiten sich vom griechischen Begriff diatheke ab – lateinisch testamentum – und bedeuten „Bund“. Und um gleich einem Missverständnis vorzubeugen: Die Bezeichnungen „alter Bund“ und „neuer Bund“ sind in ihrem Ursprung nicht wertend gemeint.

Nach christlichem Verständnis gibt es im alten Bund, der zwischen Gott und seinem Volk Israel besteht, bereits Hinweise darauf, dass ein neuer Bund an seine Stelle treten wird. Er wird zwischen Jesus Christus, der als Retter Israels auftritt, und seinen Anhängern geknüpft. Das Neue Testament ist also kein Gegenstück zum Alten Testament, sondern baut darauf auf. 

Aber werfen wir zunächst einen Blick in die Anfänge der biblischen Schriften. Wie bereits erwähnt, waren sie lange Zeit nicht als Vollbibeln im Umlauf. Vielmehr gab es unterschiedliche Sammlungen, aus denen sich erst in komplexen und jahrhundertelangen Prozessen der heutige Kanon herausgebildet hat. In den Ursprüngen des Judentums spielten Schriften kaum eine Rolle.

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