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Die Mañana-Kompetenz

Auch Powermenschen brauchen Pause

Von Gunter Frank und Maja Storch
12 Minuten
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Die Mañana-Kompetenz: Auch Powermenschen brauchen Pause von Gunter Frank und Maja Storch

Die Mañana-Kompetenz erklärt, warum das vegetative Nervensystem durch unseren modernen Lebensstil total durcheinander geraten ist. Der Sympathikus, der unsere Vorfahren noch dazu befähigte, schnell zu fliehen oder den Kampf aufzunehmen, richtet heutzutage eher Schaden an. Mit der Mañana-Strategie kannst du den Gegenspieler, den Parasympathikus, wieder aktivieren und dadurch auch in stressigen Situationen ausgeglichen bleiben.

  • Alle, die Stress minimieren möchten
  • Jeder, der nach Ruhepolen in seinem Leben sucht
  • Ärzte, Therapeuten und Berater, die ihren Patienten und Klienten bei der Verbesserung ihrer Lebenssituation helfen wollen

Die Psychologin Maja Storch ist wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation in Zürich. Außerdem schreibt sie Sachbücher. Gunter Frank ist ebenfalls Autor – und ärztlicher Leiter des Heidelberger Präventions- und Gesundheitsnetzes sowie Dozent mit Schwerpunkt auf Stress- und Ernährungsmedizin.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Die Mañana-Kompetenz

Auch Powermenschen brauchen Pause

Von Gunter Frank und Maja Storch
  • Lesedauer: 12 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 7 Kernaussagen
Die Mañana-Kompetenz: Auch Powermenschen brauchen Pause von Gunter Frank und Maja Storch
Worum geht's

Die Mañana-Kompetenz erklärt, warum das vegetative Nervensystem durch unseren modernen Lebensstil total durcheinander geraten ist. Der Sympathikus, der unsere Vorfahren noch dazu befähigte, schnell zu fliehen oder den Kampf aufzunehmen, richtet heutzutage eher Schaden an. Mit der Mañana-Strategie kannst du den Gegenspieler, den Parasympathikus, wieder aktivieren und dadurch auch in stressigen Situationen ausgeglichen bleiben.

Kernaussage 1 von 7

Das vegetative Nervensystem dient zur Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts.

Warst du heute schon gestresst? Bestimmt. Denn so, wie wir heute leben, lässt sich der Dauerstress eigentlich kaum vermeiden. Wir stehen nicht nur am Arbeitsplatz unter Druck, sondern auch die vielen privaten Termine, Entscheidungszwänge und die ständige Erreichbarkeit dank Smartphone stressen uns. Warum ist das ein Problem?

Um das zu verstehen, müssen wir uns das vegetative Nervensystem genauer anschauen. Es ist quasi das Betriebssystem deines Körpers und besteht aus zwei Nervensträngen – dem Sympathikus und dem Parasympathikus –, die vom Gehirn in den Körper laufen. Dieses System arbeitet konstant im Hintergrund, ohne dass dir das bewusst ist. Wenn du z.B. in eiskaltes Wasser springst, sorgt dein Sympathikus dafür, dass deine Blutgefäße sich blitzschnell verengen, um deine Körpertemperatur zu schützen. Du musst dafür nicht erst mühsam einen Denkprozess in Gang setzen. Das spart Zeit!

Wenn du gestresst bist, wird dein Sympathikus aktiviert. Er aktiviert Reaktionen deines Körpers, z.B. dass dieser Adrenalin ausschüttet, die Bronchien erweitert, die Muskeln anspannt oder die Verdauung anhält. Unseren Vorfahren half das, denn so waren sie gut auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Heutzutage bräuchten wir diese Reaktion aber nicht mehr. Im Gegenteil, wir haben sogar Probleme damit, vor allem wenn ein solch aktivierter Körper zum Dauerzustand wird.

Der andere Nervenstrang – Parasympathikus – ist dagegen für Entspannung und Regeneration zuständig. Er fährt die Stressreaktion herunter. Wie wichtig das ist, kann man sich gut am Beispiel eines Sportbogens veranschaulichen: Ein Bogenschütze muss nach jedem Gebrauch Spannung von der Sehne nehmen, sonst verliert sie ihre Leistungsfähigkeit und leiert aus. So ähnlich kann man sich das auch mit unserem Körper vorstellen. Wenn er aus dem Stresszustand wieder heruntergefahren wird, sinken der Blutdruck und die Herzfrequenz und das Verdauungssystem kommt wieder in Gang.

Das Problem ist nur, dass wir ständig anstrengenden Reizen ausgesetzt sind, die Reaktionen hervorrufen. Deswegen wird der Parasympathikus selten aktiviert und der Körper kommt nicht mehr automatisch zur Ruhe. Er kann keine Unterschiede mehr zwischen verschiedenen Arten von Stress machen und reagiert daher immer gleich – egal ob unsere Vorfahren vor einem Säbelzahntiger standen oder wir vor einem wichtigen Kunden, dem wir mitteilen müssen, dass wir eine Deadline nicht einhalten können.

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