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Du bleibst, was du bist

Warum bei uns immer noch die soziale Herkunft entscheidet

Von Marco Maurer
13 Minuten
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Du bleibst, was du bist: Warum bei uns immer noch die soziale Herkunft entscheidet von Marco Maurer

In Deutschland bestimmt die soziale Herkunft darüber, wer studiert und sich damit Karrierechancen eröffnet und wer für immer ein „einfacher Arbeiter“ bleibt. Marco Maurer hat sich diese soziale Ungerechtigkeit genau angesehen. Anhand seiner eigenen Erfahrungen und durch Interviews mit zahlreichen Experten zeigt er, warum so viele Menschen in unserem Land keine Chance auf einen sozialen Aufstieg haben.

Leseempfehlung aus der Redaktion

„Auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen – unsere soziale Herkunft bestimmt immer noch hauptsächlich über unsere Bildungs- und Berufsmöglichkeiten. Diese Blinks erläutern die schreckliche Realität, dass ein sozialer Aufstieg für die meisten Menschen immer noch unerreichbar ist.“

– Robyn, Programmleiterin bei Blinkist

  • Jeder, der denkt, dass wir in einer echten Leistungsgesellschaft leben
  • Arbeiterkinder
  • Kritiker der sozialen Ungleichheit

Marco Maurer, selbst ein „Arbeiterkind“, holte nach seiner Ausbildung zum Molkereifachmann das Abitur nach und studierte anschließend Germanistik, Politik und Journalistik. Heute arbeitet er u.a. für DIE ZEIT, die Süddeutsche Zeitung und den Bayerischen Rundfunk. 2014 bekam er für sein Dossier Ich Arbeiterkind den Deutschen Sozial- und Journalistenpreis.

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Du bleibst, was du bist

Warum bei uns immer noch die soziale Herkunft entscheidet

Von Marco Maurer
  • Lesedauer: 13 Minuten
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  • 8 Kernaussagen
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Du bleibst, was du bist: Warum bei uns immer noch die soziale Herkunft entscheidet von Marco Maurer
Worum geht's

In Deutschland bestimmt die soziale Herkunft darüber, wer studiert und sich damit Karrierechancen eröffnet und wer für immer ein „einfacher Arbeiter“ bleibt. Marco Maurer hat sich diese soziale Ungerechtigkeit genau angesehen. Anhand seiner eigenen Erfahrungen und durch Interviews mit zahlreichen Experten zeigt er, warum so viele Menschen in unserem Land keine Chance auf einen sozialen Aufstieg haben.

Leseempfehlung aus der Redaktion

„Auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen – unsere soziale Herkunft bestimmt immer noch hauptsächlich über unsere Bildungs- und Berufsmöglichkeiten. Diese Blinks erläutern die schreckliche Realität, dass ein sozialer Aufstieg für die meisten Menschen immer noch unerreichbar ist.“

– Robyn, Programmleiterin bei Blinkist

Kernaussage 1 von 8

In Deutschland entscheidet die soziale Herkunft über die berufliche Zukunft, auch wenn das nicht alle glauben wollen.

Die Theorie klingt schön und logisch: In unseren Schulen hat jedes kluge Kind die Chance, gute Noten zu schreiben, aufs Gymnasium zu gehen und später zu studieren. Der Beruf der Eltern spielt dabei überhaupt keine Rolle, denn es kommt nur darauf an, wie klug und fleißig der Sprössling ist. Leider ist das aber wirklich nur eine Theorie. Die Realität sieht ganz anders aus.

In Deutschland entscheidet die soziale Herkunft über die berufliche Zukunft. Es gibt zahlreiche Statistiken, die das belegen, doch eine ist besonders überzeugend: Sie besagt, dass von 100 Akademikerkindern in Deutschland 77 studieren, während es von 100 sogenannten Arbeiterkindern nur 23 sind.

Zufall? Oder sind die Kinder der Arbeiter etwa unbegabter? Ganz bestimmt nicht. Es liegt an vielen unterschiedlichen Faktoren, die alle zusammen ein System der sozialen Unbeweglichkeit schaffen. Da ist einerseits bei den Arbeiterkindern die fehlende Unterstützung durch die Eltern bei den Hausaufgaben oder der Geldmangel, um die vielleicht nötige Nachhilfe zu bezahlen. Bei den Akademikern funktioniert der Druck in die umgekehrte Richtung: Sie drängen ihren Nachwuchs zum Studium, egal ob ihr Kind für die Uni geeignet ist oder überhaupt den Wunsch zum Studieren hat.

Diese Tatsachen beschrieb der Autor Marco Maurer 2013 in seinem Dossier Ich Arbeiterkind, das in der Wochenzeitung DIE ZEIT erschien. Darin beschrieb er auch seinen persönlichen Werdegang vom Arbeiterkind hin zum Journalisten und sprach über die Hindernisse, die damit verbunden waren.

Die Resonanz auf seinen Artikel war enorm. Viele Leser konnten seine Erfahrungen nachvollziehen und ärgerten sich über das ungerechte System. Andere kritisierten den Artikel und behaupteten, so ungerecht wäre unser Bildungssystem gar nicht. Das Thema war auf dem Tisch und Maurer beschloss, weiter nachzuforschen und sich genauer mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.

Dabei wollte er nicht nur herausfinden, warum bei uns die soziale Mobilität so gering ist, sondern auch, was wir dagegen unternehmen können und wie ein besseres System aussehen könnte. Die Ergebnisse dieser Recherche findest du in den nächsten Blinks.

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