Das sind die Blinks zu

Es tut so weh!

Lösungen für einen heilsamen Umgang mit chronischem Schmerz

Von Andreas Jelitto
13 Minuten
Audio-Version verfügbar
Es tut so weh! von Andreas Jelitto

Was tun, wenn es wehtut, und niemand weiß warum? Der Schmerzspezialist Andreas Jelitto glaubt, dass chronische Schmerzen ohne organische Ursache nicht ernst genug genommen werden. Dem will er durch gezielte Aufklärung entgegenwirken. Um chronische Leiden zu behandeln, bedarf es seiner Meinung nach einer komplexen Therapie, denn auch wenn die Ursachen psychisch sind: Der Schmerz ist physisch real!

In unseren Blinks zu Es tut so weh! (2019) wird erklärt, was genau chronische Schmerzen sind und woher sie kommen können. Außerdem wird ein ganzheitlicher Heilungsansatz vorgestellt, der die Individualität des Patienten berücksichtigt und soziale Aspekte mit einschließt.

  • Menschen mit chronischen Schmerzen
  • Angehörige, Freunde und Ärzte von Schmerzpatienten
  • Alle, die sich für neue Erkenntnisse aus Neurologie, Medizin und Schmerzmedizin interessieren

Dr. Andreas Jelitto ist ganzheitlich orientierter Facharzt für Anästhesie und seit fast zwanzig Jahren Chefarzt einer Klinik für Schmerztherapie in Schleiden in der Eifel. Er ist Mitglied verschiedener schmerztherapeutischer Vereinigungen und gefragter Vortragsredner zum Thema Schmerz und Schmerzmedizin. Es tut so weh! ist sein erstes Buch. 

Kennst du schon Blinkist Premium?

Mit Blinkist Premium erhältst du Zugang zu dem Wichtigsten aus mehr als 4.500 Sachbuch-Bestsellern. Das Probeabo ist 100% kostenlos.

Premium kostenlos testen

Was ist Blinkist?

Blinkist ist eine App, die die großen Ideen der besten Sachbücher in einprägsame Kurztexte verpackt und erklärt. Die Inhalte der über 4.500 Titel starken Bibliothek reichen von Sachbuch-Klassikern, über populäre Ratgeber bis hin zu diskutierten Neuerscheinungen. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wird jeder Titel von speziell geschulten Autoren aufbereitet und dem Nutzer als Kurztext und Audiotitel zur Verfügung gestellt.

Discover
4.500+ top
nonfiction titles

Get unlimited access to the most important ideas in business, investing, marketing, psychology, politics, and more. Stay ahead of the curve with recommended reading lists curated by experts.

Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Es tut so weh!

Lösungen für einen heilsamen Umgang mit chronischem Schmerz

Von Andreas Jelitto
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
Jetzt kostenloses Probeabo starten Jetzt lesen oder anhören
Es tut so weh! von Andreas Jelitto
Worum geht's

Was tun, wenn es wehtut, und niemand weiß warum? Der Schmerzspezialist Andreas Jelitto glaubt, dass chronische Schmerzen ohne organische Ursache nicht ernst genug genommen werden. Dem will er durch gezielte Aufklärung entgegenwirken. Um chronische Leiden zu behandeln, bedarf es seiner Meinung nach einer komplexen Therapie, denn auch wenn die Ursachen psychisch sind: Der Schmerz ist physisch real!

In unseren Blinks zu Es tut so weh! (2019) wird erklärt, was genau chronische Schmerzen sind und woher sie kommen können. Außerdem wird ein ganzheitlicher Heilungsansatz vorgestellt, der die Individualität des Patienten berücksichtigt und soziale Aspekte mit einschließt.

Kernaussage 1 von 8

Schmerzen beruhen auf einem komplexen neurologischen Vorgang und sind niemals eingebildet. 

Angenommen, dir fällt ein Ziegelstein auf den Fuß. Falls der Stein keine Attrappe ist, wird das ziemlich wehtun! Aber warum eigentlich? Was genau passiert im Körper, wenn du Schmerzen empfindest?

Die Wahrnehmung von Schmerz ist ein komplexer Vorgang im Nervensystem. Sobald der Ziegelstein auf deinen Fuß trifft, werden an dieser Stelle die Nervenzellen aktiviert. Diese Nervenzellen senden ein Alarmsignal ans Rückenmark, von wo es weiter ins Gehirn geleitet wird. 

Im Gehirn wiederum sind verschiedene Regionen am Schmerzempfinden beteiligt. Zunächst gelangt das Signal in den Hirnstamm, der sofort den körperlichen Notstand ausruft: Herzschlag und Atmung werden beschleunigt und die Konzentrationsfähigkeit gesteigert. Als Nächstes wird der Schmerz lokalisiert, das geschieht in der Großhirnrinde. Hier wird sichergestellt, dass du auf einem Bein herumhüpfst und dir die Socke ausziehst, statt fälschlicherweise deine Hand unter kaltes Wasser zu halten.

Der eigentliche Schmerz wird im sogenannten subkortikalen, limbischen System ausgelöst. Dieses System ist fürs Fühlen und Lernen zuständig, was auch bei chronischen Schmerzen eine wichtige Rolle spielt. Aber dazu später mehr.

Schließlich wird der Schmerz verarbeitet, und zwar im anterioren cingulären Kortex des Frontalhirns. Dieser Teil wird auch als „soziales Gehirn“ bezeichnet. Es ist dafür zuständig, den Schmerz einzuordnen und zu bewerten. Es sorgt zum Beispiel dafür, dass du beim Ohrenstechen nicht in Panik gerätst oder bei einer kleinen Schnittwunde ein Pflaster draufklebst, statt den Krankenwagen zu rufen. 

Bei Schmerzen ohne organische Ursache passiert exakt dasselbe, nur ohne Ziegelstein. Auf Röntgenbildern sieht der Fuß völlig in Ordnung aus und alle anderen Untersuchungen bestätigen ebenso, dass keine Verletzung besteht. Doch trotzdem tut der Fuß weh! Dieser Schmerz ist nicht eingebildet oder ausgedacht, sondern absolut real.

Die oben beschriebenen Bereiche sind nämlich genauso aktiv wie bei „normalen“ Schmerzen. Zwischen Schmerzen mit und ohne körperlicher Ursache besteht also im Grunde kein Unterschied, nur der Auslöser ist anders. Daher sind Äußerungen wie „Das bilden Sie sich ein“, „Sie sind doch vollkommen gesund“ oder „Jetzt reiß dich mal zusammen“ bei Schmerzpatienten fehl am Platz. Nur weil sich keine Ursache feststellen lässt, heißt das nicht, dass es keine gibt. 

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Inhalt

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Bringe mehr Wissen in deinen Alltag!

Sichere dir jetzt Zugang zu den Kernaussagen der besten Sachbücher – praktisch in Text & Audio in nur 15 Minuten pro Titel.
Created with Sketch.