Wie wir wurden, was wir sind Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Wie wir wurden, was wir sind
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Zusammenfassung von Wie wir wurden, was wir sind

Heinrich August Winkler

Eine kurze Geschichte der Deutschen

4.2 (230 Bewertungen)
26 Min.

Kurz zusammengefasst

Wie wir wurden, was wir sind ist ein historisches Buch von Heinrich August Winkler, das die Geschichte der deutschen Demokratie behandelt und die Entwicklung Deutschlands zu einem demokratischen Staat darstellt. Es bietet eine tiefgreifende Analyse der politischen Ereignisse, die zu dieser Entwicklung geführt haben.

Inhaltsübersicht

    Wie wir wurden, was wir sind
    in 9 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 9

    Im Mittelalter entwickelte sich Deutschland nicht zu einem Nationalstaat, sondern hielt fest am Mythos des Heiligen Römischen Reiches.

    „Wer hat die Deutschen zu Richtern der Nationen bestellt? Wer hat diesen rohen und gewalttätigen Menschen die Vollmacht gegeben, nach ihrem Belieben einen Fürsten zu setzen über die Häupter der Menschenkinder?“

    Mit diesen Worten beklagte sich im Jahr 1160 der Bischof Johannes von Salisbury über die Vorherrschaft Deutschlands in Europa. Denn anders als die Königreiche England, Frankreich und Spanien war Deutschland ein Kaiserreich mit einem universellen Machtanspruch. Tauchen wir zunächst in die frühe Geschichte des deutschen Reiches ein, um zu verstehen, wie es dazu kam. 

    Bis ins 5. Jahrhundert nach Christus dominierte das Römische Reich Europa sowie Teile Nordafrikas und Vorderasiens. Als es zerfiel, fand in Europa eine Völkerwanderung statt. Es bildeten sich viele einzelne germanisch-romanische Königreiche. Das fränkische Reich war unter diesen das größte und wurde zu einer wichtigen politischen Stütze für die römisch-katholische Kirche. Im Jahr 800 krönte der Papst den fränkischen König Karl zum Kaiser, der nun eine Vormachtstellung über die anderen Könige hatte. Karl nutzte diese religiös legitimierte Macht, um sein Reich durch Feldzüge zu erweitern und dort seine Glaubensvorstellungen und Werte durchzusetzen. Dazu gehörten ein strenges Feudalsystem und die Vorherrschaft der christlichen Kirche.

    Dabei half ihm ein Mythos, der im frühen Mittelalter entstand und sich bis ins 20. Jahrhundert durch die deutsche Geschichte zog: Man glaubte, dass mit dem Kaiserreich das untergegangene römische Reich fortlebe und so die besondere Rolle des Deutschen Reiches legitimiere. Mit diesem Sacrum Imperium sei zudem der heilige Auftrag verbunden, die Welt vor dem Heidentum und letztendlich vor dem Untergang zu bewahren. Historiker festigten schon im Spätmittelalter die Vorstellung, dass diese Aufgabe mit der Kaiserwürde auf das Deutsche Reich übergegangen war, nämlich von Karl dem Großen auf den sächsischen Kaiser Otto den Großen im 10. Jahrhundert bis zur Herrschaft der Staufer und Salier im 12. und 13. Jahrhundert. 

    Im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten waren die deutschen Könige nicht bereit, diese besondere Rolle aufzugeben. So kam es im 11. Jahrhundert zum Investiturstreit, bei dem es um den Konflikt zwischen weltlicher und geistlicher Macht ging. Viele europäische Staaten strebten nach mehr Unabhängigkeit vom Papst. England und Frankreich schufen eigene Kirchen, um den politischen Einfluss und die Steuereinnahmen des Vatikans zu verringern. 

    Auch die deutschen Könige wollten sich von den Zwängen der römisch-katholischen Kirche lösen, aber sie setzten keine politischen Entwicklungen zum Nationalstaat durch. Denn wenn sie sich gegen den über ihnen stehenden Kaiser und somit gegen das Reich aufgelehnt hätten, hätten auch sie ihren geheiligten Machtanspruch verabschieden müssen. Doch dazu waren sie nicht bereit.

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    Die Blinks zu Wie wir wurden, was wir sind (2020) nehmen dich mit auf einen Ritt durch die deutsche Geschichte. Der Weg vom mittelalterlichen Kaiserreich bis hin zur geeinten demokratischen Bundesrepublik ist alles andere als geradlinig, denn er enthält Widersprüche, Niederlagen, Kriege und Rückschritte. Die Geschichte Deutschlands zeigt, wie wichtig es ist, unsere liberale Demokratie zu schützen.

    Bestes Zitat aus Wie wir wurden, was wir sind

    „Politisch und gesellschaftlich gesehen, war Luther ein konservativer Revolutionär. 

    —Heinrich August Winkler
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    Wer Wie wir wurden, was wir sind lesen sollte

    • Personen, die sich für deutsche und europäische Geschichte interessieren 
    • Fürsprecherinnen der Demokratie
    • Alle, die sich fragen, ob Deutschland in der Europapolitik zu viele Sonderwege einschlägt

    Über den Autor

    Heinrich August Winkler hat als Professor für Geschichte in Freiburg, Cambridge und an der Humboldt Universität zu Berlin gelehrt. In seinem Werk setzt sich der prominente Historiker mit der jüngeren Geschichte Deutschlands auseinander. Dafür wurde er mit dem Europapreis für politische Kultur der Hans Ringier Stiftung und dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet. 2018 erhielt Winkler das Große Bundesverdienstkreuz.

     

    Original: Wie wir wurden, was wir sind © 2020 C.H.Beck, München

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