Farm der Tiere Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Farm der Tiere
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Zusammenfassung von Farm der Tiere

George Orwell

Eine politische Satire über den korrumpierenden Einfluss von Macht

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30 Min.

Kurz zusammengefasst

Farm der Tiere ist eine allegorische Fabel von George Orwell. Das Buch erzählt die Geschichte einer Tierfarm, auf der die Tiere gegen die menschliche Unterdrückung aufbegehren und eine eigenständige Herrschaft errichten. Es thematisiert Machtmissbrauch und politische Korruption.

Inhaltsübersicht

    Farm der Tiere
    in 5 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 5

    Erster Akt: Old Majors Traum

    Auf der „Herren-Farm“, dem englischen Bauernhof und Schauplatz unserer Geschichte, gab es in jener Nacht nur ein einziges Thema: Old Major hatte einen Traum gehabt. Und der Inhalt dieses Traums war offenbar so relevant für die Tiere auf dem Hof, dass Old Major sie alle – mitten in der Nacht – zu einer Sondersitzung in der Scheune zusammenrief. Old Major war ein zwölf Jahre alter und bei zahlreichen Zuchtschauen preisgekrönter Eber. Er galt als weise und genoss höchsten Respekt. Darum beschwerte man sich nicht über versäumten Schlaf, wenn er etwas zu sagen hatte. Man ging hin und hörte es sich an.

    An diesem Abend war der Besitzer der Farm, Bauer Jones, wie so oft sturzbetrunken vom Pub nach Hause gestolpert und ins Bett gefallen. Also war die Luft rein. Die Tiere versammelten sich in der großen Scheune, wo sich Old Major von seinem leicht erhöhten Strohlager aus an die Menge wandte. Alle waren gekommen: die Hühner, Enten und Schafe, die Pferde und Hunde, die Schweine und der Esel. Selbst die Tauben lauschten gespannt.

    Old Major räusperte sich und erklärte, warum er die Tiere versammelt hatte. Zum einen wollte er tatsächlich von einem fantastischen Traum erzählen. Zum anderen wollte er sein geistiges Vermächtnis an die Gemeinschaft weitergeben. Er war alt und spürte, dass sein Ende nahte. Also wollte er teilen, was er durch jahrelange Erfahrung über die Natur aller Dinge gelernt hatte. Das Leben, so Old Major, war vor allem dreierlei: elend, mühselig und kurz.

    Die Tiere fristeten ein Dasein in Sklaverei. Sie wurden täglich zu knochenharter Arbeit verdonnert und im Gegenzug nur mit dem Allernötigsten entlohnt. Wenn sie für die Plackerei zu alt waren, wurden sie brutal geschlachtet. Und was war der Grund für all die Misere? Nun, ganz einfach: der Mensch. Der Mensch verfolgte ausschließlich eigene Interessen. Er war das einzige Tier, das nur konsumierte und nichts produzierte. Er gab weder Milch noch Eier. Er war zu schwach für den Pflug und zu lahm für die Kaninchenjagd. Also ließ er für diese Arbeit die Tiere schuften, während er sich selbst den Wanst vollschlug und die Profite einheimste. Die Tiere dagegen bekamen nichts als karge Kost und spärliche Schlafplätze.

    Das brachte Old Major zum Kern seiner Ansprache. „Das ist meine Botschaft an euch, Genossen: Rebellion! Wir müssen die tyrannische Herrschaft der Menschen stürzen. Ich weiß nicht, wann diese Rebellion kommen wird, vielleicht in einer Woche oder in hundert Jahren. Doch ich weiß, dass früher oder später Gerechtigkeit geübt wird. Bis dahin müsst ihr diese Botschaft in die Welt tragen. Erzählt den Tieren, dass wir uns aus dem grausamen Joch der Unterdrückung befreien. Dass wir zu unserem eigenen Vorteil arbeiten können und werden. Dass wir es eines Tages aus eigener Kraft zu Freiheit und Wohlstand bringen. Sagt ihnen, dass alle Menschen unsere Feinde und alle Tiere unsere Genossen sind.“

    Die Gemeinschaft in der Scheune brach in Jubel aus. Man entschied nahezu einstimmig – einzig drei Hunde und die Katze waren dagegen – dass auch wilde Tiere wie Kaninchen und Ratten „Genossen“ sein sollten. Und dann formulierte Old Major die ideologischen Prinzipien ihrer Rebellion, die später als die „Sieben Gebote“ bekannt wurden.

    1. Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind.
    2. Alles, was auf vier Beinen geht oder Flügel hat, ist ein Freund.
    3. Kein Tier soll Kleider tragen.
    4. Kein Tier soll in einem Bett schlafen.
    5. Kein Tier soll Alkohol trinken.
    6. Kein Tier soll ein anderes Tier töten.
    7. Alle Tiere sind gleich.

    Dann erzählte Old Major endlich, wovon er geträumt hatte: von einer Zukunft ohne Menschen. Er konnte sich nicht an die Details seiner Vision erinnern, aber er hatte im Traum ein Lied gehört. Und nun konnte er das Lied Vers für Vers den anderen Tieren beibringen. Es hieß Tiere Englands und beschrieb eine goldene Zukunft, in der auf den fruchtbaren Feldern Englands nur Tiere lebten. Die Tiere lauschten ergriffen und sangen es dann gemeinsam so lange, bis sie jede Zeile auswendig kannten.

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    Worum geht es in Farm der Tiere?

    Farm der Tiere (1945) ist einer der literarischen Klassiker des 20. Jahrhunderts. Orwells satirische Novelle überträgt die politische Entwicklung Russlands nach der Oktoberrevolution von 1917 auf den Schauplatz einer englischen Farm. Dort entbrennt nach einer Rebellion der Tiere gegen ihre menschlichen Unterdrücker ein erbitterter ideologischer Streit zwischen zwei Schweinen namens Schneeball und Napoleon.

    Wer Farm der Tiere lesen sollte

    • Anhängerinnen politischer Satire
    • Tierfreunde, Revolutionäre und Idealisten
    • Alle, die sich schon immer (noch mal) mit diesem Klassiker befassen wollten

    Über den Autor

    George Orwell gilt als einer der wichtigsten britischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Vor allem seine dystopischen Bücher Farm der Tiere (1945) und 1984 (1949) zählen bis heute zum pädagogisch und politisch wertvollen Kanon der Weltliteratur. Orwell war außerdem ein angesehener Kritiker, Essayist und Journalist.

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