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Der Staat

Platos klassische Abhandlung über das Staatswesen

Von Platon
16 Minuten
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Der Staat von Platon

Der Staat von Platon stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Es handelt sich nicht um ein Buch im eigentlichen Sinne, sondern um die Niederschrift eines Dialogs von Sokrates mit seinen Schülern. Sie diskutieren darüber, was ein gerechter Mensch ist und welche die gerechteste Staatsform ist. Sokrates zeigt, warum letztendlich nur Philosophen das Zeug zum Staatsoberhaupt haben.

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  • Jeder, der sich fragt, welche Alternativen es zur demokratischen Staatsform gibt

Platon ist ein griechischer Philosoph der klassischen Antike, der im 4. und 5. Jahrhundert v. Chr. gelebt hat. Er verfasste über 30 Dialoge und philosophische Texte über die unterschiedlichsten Themen, u.a. über Liebe, Wissen, Ethik und Politik. Er war ein Schüler von Sokrates und gilt heute als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Geistesgeschichte.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Der Staat

Von Platon
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 10 Kernaussagen
Der Staat von Platon
Worum geht's

Der Staat von Platon stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Es handelt sich nicht um ein Buch im eigentlichen Sinne, sondern um die Niederschrift eines Dialogs von Sokrates mit seinen Schülern. Sie diskutieren darüber, was ein gerechter Mensch ist und welche die gerechteste Staatsform ist. Sokrates zeigt, warum letztendlich nur Philosophen das Zeug zum Staatsoberhaupt haben.

Kernaussage 1 von 10

Sokrates hinterfragt die Vorstellung von Gerechtigkeit seiner Gesprächspartner.

Was ist Gerechtigkeit? Egal, wie durchdacht unsere Antwort auf diese Frage ausfällt, Sokrates hätte sie vermutlich mit zwei oder drei guten Argumenten in der Luft zerpflückt. Auf einem Spaziergang durch Piräus, einer Hafenstadt nahe Athen, fragt er verschiedene Personen nach ihrer Definition von Gerechtigkeit – und stellt sie alle infrage.

Die erste Definition kommt vom Bürger Polemarchos: Gerechtigkeit bedeutet, jeder Person das zu geben, was wir ihr schulden. Sokrates findet sofort Gegenbeispiele und Ausnahmen: Was ist z.B., wenn wir jemandem eine Waffe schulden? Und falls dieser jemand außer sich vor Wut ist, und mit dieser Waffe töten würde? Diese Definition ist also nicht allgemeingültig, sondern nur eine Annäherung.

Polemarchos versucht es ein zweites Mal: Es ist gerecht, Freunden zu helfen und Feinden zu schaden. Sokrates ist aber nicht der Meinung, dass jemandem Schaden zufügen etwas Gutes sein könnte. Er zieht einen Vergleich mit dem Erziehen von Tieren: Wenn wir z.B. unserem Hund etwas beibringen, funktioniert es ohne Gewalt immer besser als mit Gewalt. Außerdem können wir uns nie sicher sein, wer eigentlich unsere Freunde und wer unsere Feinde sind – am Ende schaden wir mit dieser Definition noch den Falschen! Diese Definition ist also nicht nur unvollständig, sondern auch noch gefährlich.

Die dritte vorgeschlagene Definition kommt vom Philosophen Thrasymachos. Er behauptet, Gerechtigkeit sei das, was dem Herrscher Vorteile verschafft. Sokrates fragt sich, ob diese Logik auch für andere Berufe gilt, z.B. für Ärzte. Ein Arzt sollte die Gesundheit seiner Patienten zum Ziel haben und nicht den eigenen Vorteil. Und bei Herrschern ist es doch das gleiche: Sie sollten das Wohl ihrer Stadt im Auge haben und nicht ihre eigenen Interessen. Diese Definition ist also auch nicht immer korrekt.

Damit endet Sokrates’ Versuch, von anderen eine gute Definition von Gerechtigkeit zu bekommen in einer Aporie – einer ausweglosen Sackgasse.

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