KI 2041 Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus KI 2041
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Zusammenfassung von KI 2041

Kai-Fu Lee & Chen Quifan

Zehn Zukunftsvisionen

4 (525 Bewertungen)
34 Min.
Inhaltsübersicht

    KI 2041
    in 8 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 8

    Wenn persönliche Daten die Höhe von Versicherungsbeiträgen bestimmen

    Für unsere erste Reise entführen wir dich in die indische Megacity Mumbai. Sie ist noch immer eine Stadt der Kontraste, auch im Jahr 2041: einerseits die Weite des Arabischen Meeres, andererseits das wuselige Gedränge vollgepackter Straßen und Märkte. Funkelnde Hochhäuser vor uferlosen Armenvierteln. Glänzende Limousinen neben Rikschas, Kühen und Eseln im ohrenbetäubenden Getöse chronisch stockenden Verkehrs. Und irgendwo dazwischen begegnen wir einer jungen Frau namens Nayana mit ihrer Familie.

    Eines Tages erhält Nayanas Familie ein attraktives Angebot, und zwar von einer neuen Versicherung namens Ganesh Insurance. Das Angebot: Die monatlichen Versicherungsbeiträge der Familie würden deutlich sinken, wenn sich die Familie im Gegenzug bereit erklärt, all ihre persönlichen Daten mit dem Unternehmen zu teilen. Die Familie lässt sich auf den Deal ein.

    Was bedeutet das konkret? Die Mitarbeiter von Ganesh Insurance geben der Familie genaue Anweisungen. Von nun an nutzen alle ganz bestimmte Smartphone-Apps für sämtliche Aktivitäten des Alltags, von Aktienkäufen bis zur Suche nach Supermarkt-Schnäppchen. Schon bald pingen und vibrieren die Telefone am laufenden Band. Die Apps informieren sie, wann sie wie viel Wasser trinken sollten, um fit zu bleiben. Sie mahnen Nayanas Großvater, langsamer zu fahren, um Unfälle zu vermeiden. Und ihren Vater gängeln sie so lange für seine Zigarettenkäufe, bis er entnervt kapituliert und wirklich mit dem Rauchen aufhört.

    Die Rechnung scheint aufzugehen: Mit jeder gesunden Entscheidung, die die Familienmitglieder treffen, purzeln ihre Versicherungsbeiträge weiter. Ein absolutes Win-win-Geschäft.

    Doch dann verliebt sich Nayana in einen Mann aus einer ärmeren Wohngegend. Und plötzlich werden die monatlichen Beiträge teurer. Warum? Weil die KI der Versicherung auch Nayanas Bewegungsdaten trackt. So weiß sie, wo ihr Freund wohnt. Und von seiner Wohngegend schließt sie auf einen sozialen Status, den sie als Gesundheitsrisiko für Nayanas Familie wertet.

    Das ist natürlich wahnsinnig herzlos. Nayanas Geschichte gibt einen beunruhigenden Einblick, wie künstliche Intelligenz soziale Diskriminierung reproduziert. Um das zu erklären, müssen wir aufdröseln, wie die KI der Versicherung funktioniert.

    Sie basiert auf einer der aktuell wichtigsten KI-Entwicklungen, nämlich dem Deep Learning, also dem „tiefen“ oder „tiefgehenden Lernen“. Damit ist gemeint, dass Maschinen nachahmen, wie wir Menschen denken. Sie sollen große – oder eben tiefe – Datenmengen auswerten, um Muster zu erkennen und Prognosen abzugeben, also um zu lernen. Genau diese Technologie, das Deep Learning, hilft schon heute Plattformen wie Facebook, Inhalte auf deine Interessen zuzuschneiden, damit du so viel Zeit wie möglich in dem Netzwerk verbringst. Die KI analysiert jeden deiner Klicks und vergleicht sie mit den Daten Millionen anderer Nutzer. So kann sie präzise abschätzen, was dich bei der Stange hält.

    Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Deep Learning kann enorme Vorteile bieten. Mit seiner Hilfe kann uns die KI in Zukunft helfen, sinnvolle Lösungen für komplexe Probleme zu finden, von der persönlichen Altersvorsorge bis zum klimafreundlichen Staatshaushalt. Aber dafür braucht die KI so etwas wie ethische Richtlinien. Sie kann schließlich nicht auf persönliche Erfahrungen zurückgreifen oder auf abstrakte Konzepte oder gesunden Menschenverstand.

    Womit wir wieder bei Nayanas Geschichte wären. Die Versicherungs-KI weiß nicht, dass Nayanas Freund aus einer anderen Kaste stammt. Sie hat kein Gefühl dafür, vor welchen sozialen Herausforderungen diese junge Liebe dadurch steht. Sie wertet die Daten nur nüchtern aus und degradiert den jungen Mann zum Gesundheitsrisiko für Nayanas Familie.

    Will heißen: Deep Learning wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Aber es liegt an uns Menschen, der KI moralische Werte beizubringen, damit sie allen Mitgliedern der Gesellschaft hilft.

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    Kernaussagen in KI 2041

    Mehr Wissen in weniger Zeit
    Sachbücher auf den Punkt gebracht
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    Kernaussagen aus Sachbüchern in ca. 15 Minuten pro Titel lesen & anhören mit den „Blinks”
    Zeitsparende Empfehlungen
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    Titel, die dein Leben bereichern, passend zu deinen Interessen und Zielen
    Podcasts in Kurzform
    Podcasts in Kurzform Neu
    Kernaussagen wichtiger Podcasts im Kurzformat mit den neuen „Shortcasts”

    Worum geht es in KI 2041?

    Wahnsinn, welche enormen Sprünge die Technologie in nur zwanzig Jahren gemacht hat. Kaum auszudenken, wie IT-Trends wie die künstliche Intelligenz unser Leben in den kommenden zwei Jahrzehnten noch umkrempeln werden. Oder doch? Lassen wir’s darauf ankommen! Diese Blinks zu KI 2041 (2022) werfen einen kühnen Blick in die Zukunft. Sie verbinden spekulative Fiktion und sachliche Analyse zu einer spannenden Vorstellung davon, was uns erwartet.

    Wer KI 2041 lesen sollte

    • Tech-Entrepreneure mit Neugier darauf, wie KI die Arbeitswelt revolutioniert
    • Sci-Fi-Fans mit Lust auf utopische und dystopische Tech-Geschichten
    • Alle, die sich Gedanken darüber machen, wie Technologie unser Leben in Zukunft weiter verändert

    Über den Autor

    Kai-Fu Lee ist CEO der chinesischen Risikokapitalfirma Sinovation Ventures, die sich auf innovative Technologieprojekte spezialisiert hat. Er blickt auf jahrelange Erfahrung in der Tech-Industrie zurück und studierte zuvor Informatik an der Columbia University. Er arbeitete in führenden Positionen bei Apple und Microsoft, war Googles CEO für den chinesischen Markt und veröffentlichte den New-York-Times-Bestseller AI Superpowers (2019). 

    Chen Quifan ist preisgekrönter Science-Fiction-Autor und wurde vor allem für seine erfolgreichen Kurzgeschichten ausgezeichnet. Er ist Präsident der World Chinese Science Fiction Association. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählt Die Siliziuminsel, die 2013 auf Chinesisch und 2019 auf Deutsch erschien.

    Kategorien mit KI 2041

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    Ines S.

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