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Postkapitalismus

Grundrisse einer kommenden Ökonomie

Von Paul Mason
13 Minuten
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Postkapitalismus: Grundrisse einer kommenden Ökonomie von Paul Mason

Postkapitalismus (2015) geht der Frage nach, warum unser neoliberales, kapitalistisches Wirtschaftssystem nicht mehr funktioniert. Der Analyse des Buches folgend deutet alles darauf hin, dass wir uns auf den Postkapitalismus zu bewegen – eine Gesellschaftsordnung, in der wir die Chance haben, unser Wirtschaftssystem sozialer und gerechter zu gestalten.

  • Alle, die sich fragen, wie es nach der Finanzkrise weitergehen soll
  • Wirtschaftsinteressierte, die mehr über Alternativen zum Kapitalismus erfahren möchte
  • Jeder, der wissen will, wie sich unser Wirtschaftssystem verändern wird

Paul Mason ist ein britischer Fernsehjournalist. Nachdem er jahrelang für die BBC gearbeitet hat, leitet er heute die Wirtschaftsredaktion von Channel 4 News. Er lehrt als Gastprofessor an der Universität Wolverhampton und wurde für seine journalistische Arbeit bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Postkapitalismus

Grundrisse einer kommenden Ökonomie

Von Paul Mason
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
Postkapitalismus: Grundrisse einer kommenden Ökonomie von Paul Mason
Worum geht's

Postkapitalismus (2015) geht der Frage nach, warum unser neoliberales, kapitalistisches Wirtschaftssystem nicht mehr funktioniert. Der Analyse des Buches folgend deutet alles darauf hin, dass wir uns auf den Postkapitalismus zu bewegen – eine Gesellschaftsordnung, in der wir die Chance haben, unser Wirtschaftssystem sozialer und gerechter zu gestalten.

Kernaussage 1 von 8

Fiatgeld und Finanzialisierung zerstören den neoliberalen Kapitalismus.

Das Wirtschaftssystem, in dem die westliche Welt heute lebt, heißt neoliberaler Kapitalismus oder auch Neoliberalismus. Seine Theorie besagt, dass freie Märkte der beste Weg sind, um den Wohlstand zu fördern und ihn möglichst gerecht zu verteilen. Indem jeder individuelle Bürger eigene Interessen verfolgt, bewirkt er im Endeffekt Gutes für die gesamte Gesellschaft.

Leider sieht es so aus, als hätte der Neoliberalismus versagt. Wir sehen das an zwei Zahlen, die von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlicht wurden: In den nächsten 50 Jahren wird das Wirtschaftswachstum in westlichen Staaten stark abflachen, während dort gleichzeitig die soziale Ungleichheit um 40% steigen wird. Das hat mit möglichst viel Wohlstand für viele Menschen nichts mehr tun.

Ein Grund für das Versagen des Neoliberalismus ist das sogenannte Fiatgeld. Das Wort ist vom lateinischen „fiat“ abgeleitet, was soviel wie „es werde“ bedeutet. Dieses Geld ist nicht durch Gold, Silber oder andere Werte gedeckt. Es erhält seinen Wert nur dadurch, dass wir alle daran glauben. Wenn ein Staat z.B. zusammenbricht und niemand mehr denkt, dass er für seine Schulden aufkommen wird, ist auch sein Geld plötzlich wertlos.

Sobald eine Finanzkrise auftritt, wird sie mit neuem Fiatgeld „behoben“: Allein 2015 druckte die Europäische Zentralbank z.B. 1,6 Billionen Euro, um die Krise abzuwenden, die im Jahr 2009 begann, als einige EU-Mitgliedstaaten wie Griechenland und Spanien ihre Schulden nicht mehr bezahlen konnten. Doch diese Strategie, Finanzkrisen entgegenzusteuern, beseitigt das Problem nicht. Denn je mehr Fiatgeld im Umlauf ist, desto mehr nutzen die Staaten das Geld, um neue Schulden zu machen. Damit ist die nächste Runde der Finanzkrise bereits vorprogrammiert.

Ein weiterer Trend, der unser Wirtschaftssystem langsam auffrisst, ist die zunehmende Finanzialisierung. Damit wird die in den 80er-Jahren eingeführte Praxis bezeichnet, stagnierende Einkommen durch Bankkredite auszugleichen. Kreditkarten, Studiendarlehen, Hauskredite und der Kauf auf Raten gehören seitdem für viele Menschen der neoliberalen Welt zum Alltag. Das Problem ist, dass so mit der Zeit mehr und mehr Geld zu einer Art Fantasieprodukt wird: Es entsteht aus Zinsen und Zinseszinsen von mehrfach abgeleiteten Produkten, hat aber nichts mehr mit irgendeinem realen Wert zu tun.

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