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Wie viel ist genug?

Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens

Von Robert & Edward Skidelsky
15 Minuten
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Wie viel ist genug?: Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens von Robert & Edward Skidelsky

Wie viel ist genug? klärt über die moralischen, historischen und wirtschaftlichen Hintergründe des modernen Kapitalismus auf. Dabei wird deutlich: Das ewige Streben nach immer mehr macht uns nicht glücklich – doch zum Glück gibt es eine ethische Alternative zu unserem gegenwärtigen Lebensstil. 

  • Wissbegierige, die mehr über die philosophischen Hintergründe unseres Wirtschaftssystems lernen möchten
  • Alle, die sich für Kapitalismus-Alternativen interessieren
  • Konsumenten, die ihre Einkäufe achtsamer gestalten möchten

Robert Skidelsky ist emeritierter Professor für politische Ökonomie an der Universität Warwick. Er hat unter anderem eine vielfach preisgekrönte Biografie von John Maynard Keynes veröffentlicht. Sein Sohn Edward Skidelsky unterrichtet Philosophie an der Universität Exeter und schreibt regelmäßig Artikel für die Magazine New Statesman und Prospect.

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Wie viel ist genug?

Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens

Von Robert & Edward Skidelsky
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 9 Kernaussagen
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Wie viel ist genug?: Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens von Robert & Edward Skidelsky
Worum geht's

Wie viel ist genug? klärt über die moralischen, historischen und wirtschaftlichen Hintergründe des modernen Kapitalismus auf. Dabei wird deutlich: Das ewige Streben nach immer mehr macht uns nicht glücklich – doch zum Glück gibt es eine ethische Alternative zu unserem gegenwärtigen Lebensstil. 

Kernaussage 1 von 9

Wir arbeiten viel, obwohl wir reicher sind als je zuvor.

Stellen wir uns einmal vor, wir müssten nur arbeiten, wenn wir Lust dazu hätten. Wir könnten den Rest der Zeit machen, was auch immer wir wollen, und es wäre stets genug Geld da. Klingt paradiesisch, oder? Der bedeutende Ökonom John Maynard Keynes hat genau das vor hundert Jahren vorausgesagt.

In einem Essay aus dem Jahr 1928 rechnete er aus, dass wir im Jahr 2028 so viel Wohlstand erreicht haben würden, dass jeder Mensch nur noch drei Stunden pro Tag arbeiten müsse, um ihn zu erhalten. Durch technischen Fortschritt werde die Arbeit so effizient, dass wir alle unsere Bedürfnisse erfüllen können, ohne uns dafür großartig anzustrengen. Das Leben werde dann wie ein einziger großer Urlaub sein.

Und in der Tat sind wir heute eigentlich reich genug, um mit 15 Stunden Arbeit pro Woche über die Runden zu kommen: Das Pro-Kopf-Einkommen ist heute viermal so hoch wie zu Keynes’ Zeit. Woran liegt es also, dass wir trotzdem noch so viel arbeiten? 

Wir haben unseren neuen Reichtum leider ziemlich schlecht organisiert, und vor allem haben wir ihn sagenhaft schlecht verteilt: Während das oberste Prozent der US-Amerikaner 18 Prozent des Reichtums für sich in Anspruch nimmt, muss die große Mehrheit der restlichen Bürger immer noch mindestens 40 Stunden pro Woche arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Auch die von Keynes gepriesene Automatisierung hat nicht dazu geführt, dass alle weniger arbeiten. Stattdessen haben wir ein neues Heer ungelernter Billigarbeiter errichtet, die im Schichtdienst auf Knöpfe drücken und so stumpf Stunde um Stunde automatische Geräte bedienen.

Doch die ungerechte Verteilung des Wohlstandes ist nicht der einzige Grund dafür, dass wir immer noch viel mehr arbeiten, als wir wollen. Ein wenig sind wir auch selbst schuld daran – denn wir können einfach nie genug bekommen.

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