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Das sind die Blinks zu

Menschen brauchen Monster

Alles über gruselige Gestalten und das Dunkle in uns

Von Hubert Filser
13 Minuten
Audio-Version verfügbar
Menschen brauchen Monster: Alles über gruselige Gestalten und das Dunkle in uns von Hubert Filser

Monster bevölkern seit Jahrtausenden die menschliche Fantasie- und Gedankenwelt. Aber warum eigentlich? Woher kommt diese Lust an der Angst, mit der jede Kultur ihre eigenen Monster heraufbeschwört? Diese Blinks zu Menschen brauchen Monster (2017) sind ein enzyklopädischer Exkurs in die Welt des Unheimlichen und Ungeheuren. Sie erklären, warum sich Monster im Laufe der Geschichte wandeln und warum wir bis heute nicht ohne sie können!

  • Alle, die schon immer von Monstern fasziniert waren
  • Neugierige, die mehr über den Zusammenhang von Lust und Angst erfahren wollen
  • Fans von Horror, Fantasy, Scifi oder den großen griechischen Epen

Robert Filser wurde 1966 geboren, studierte Physik und absolvierte eine Ausbildung an der Journalistenschule in München. Heute arbeitet er als Autor und Wissenschaftsjournalist für die Süddeutsche Zeitung und die Redaktion des WDR-Wissenschaftsformats Quarks & Co. Als Sachbuchautor befasst er sich mit den Rätseln und Kuriositäten des Lebens, so auch in AHA! Hubert Filsers großes Buch der Alltagsfragen.

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Menschen brauchen Monster

Alles über gruselige Gestalten und das Dunkle in uns

Von Hubert Filser
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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Menschen brauchen Monster: Alles über gruselige Gestalten und das Dunkle in uns von Hubert Filser
Worum geht's

Monster bevölkern seit Jahrtausenden die menschliche Fantasie- und Gedankenwelt. Aber warum eigentlich? Woher kommt diese Lust an der Angst, mit der jede Kultur ihre eigenen Monster heraufbeschwört? Diese Blinks zu Menschen brauchen Monster (2017) sind ein enzyklopädischer Exkurs in die Welt des Unheimlichen und Ungeheuren. Sie erklären, warum sich Monster im Laufe der Geschichte wandeln und warum wir bis heute nicht ohne sie können!

Kernaussage 1 von 8

Niemand weiß genau, wann und warum die Menschen ihre ersten Monster erfanden.

Wohl die meisten von uns hatten als Kinder Angst vor Monstern. Zum Glück haben wir irgendwann begriffen, dass es die gar nicht gibt. Aber wer hat diese Ungetüme eigentlich erfunden?

Die Spurensuche führt uns 45.000 Jahre zurück in die Vergangenheit. Die bislang ältesten Hinweise auf Monster sind Wandmalereien, die in der Höhle von Chauvet in Südfrankreich gefunden wurden. Die Bilder zeigen neben Tieren auch ein Wesen, das den Oberkörper eines Stieres, dabei aber den Unterleib einer Frau besitzt. Wir Menschen haben uns also bereits in der Steinzeit mit Ungeheuern beschäftigt. Aber weshalb?

Diese Frage lässt sich bis heute nicht einwandfrei beantworten. Die steinzeitlichen Malereien zeugen zwar von einer hohen künstlerischen Ausdruckskraft, aber niemand kann genau sagen, was sie bedeuten. 

In Australien gibt es bis heute Geschichten über die menschenfressenden Ngayurnangalku, die von den Aborigines des Martu-Stammes überliefert wurden. Der Legende nach lebten diese Monster unter der Oberfläche des Salzsees Lake Disappointment im Nordwesten des Kontinents. Sie sollen spitze Zähne und messerscharfe Klauen gehabt haben. Die Martu und andere Stämme in der Region fürchteten sich vor ihnen und vermieden es daher rigoros, sich dem See zu nähern.

Ob irgendjemand genau diesen Effekt erzielen wollte und die Monster deshalb ins Leben rief? Der Archäologe Hermann Parzinger warnt vor Spekulationen. Die französischen Höhlenmalereien befinden sich an einem Ort, der vermutlich große kulturelle oder rituelle Bedeutung hatte, aber entschlüsseln lassen sie sich nicht.

Hypothesen gibt es natürlich trotzdem. Vielleicht wurden die ersten Monster beschworen, um andere Menschen zu warnen – und zum Beispiel Kinder vor realen Gefahren zu schützen. Der Wissenschaft zufolge machte unsere Spezies in der Steinzeit einen plötzlichen Intelligenzsprung. Die Monstergeschichten könnten erste Anzeichen kultureller Entwicklung gewesen sein.

Möglicherweise sollten die Mythen und Legenden den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaften stärken. Vielleicht standen die Monster für Ängste oder traumatische Erlebnisse, die man in Ritualen oder Zeremonien besiegen oder überwinden wollte. Womöglich waren sie aber auch Vorläufer der Göttermonster des alten Ägyptens – also Versuche, sich mit der Vorstellung höherer und übermächtiger Kräfte zu befassen.

Fakt ist, dass die Menschen sich seit über 40.000 Jahren vor Monstern fürchten. Höchste Zeit, sich näher mit ihnen zu befassen!

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