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Das sind die Blinks zu

Die Kunst, Recht zu behalten

Der philosophische Klassiker zum erfolgreichen Argumentieren

Von Arthur Schopenhauer
12 Minuten
Audio-Version verfügbar
Die Kunst, Recht zu behalten von Arthur Schopenhauer

In Die Kunst, Recht zu behalten erklärt der berühmte Philosoph Arthur Schopenhauer polemisch und praxisbezogen, warum Recht haben und Recht behalten nicht immer Hand in Hand gehen. Die Blinks verraten dir, mit welchen rhetorischen Kunstgriffen du dich selbst dann argumentativ durchsetzt, wenn du objektiv nicht im Recht bist.

  • Politiker und solche, die es werden wollen
  • Rechthaber, Besserwisser und alle, die mit ihnen leben oder arbeiten (müssen)
  • Jeder, der gerne diskutiert oder Diskussionen durchschauen möchte

Arthur Schopenhauer wurde 1788 in Danzig geboren und starb 1860 in Frankfurt am Main. Er war Philosoph, Autor und Hochschullehrer und verstand sich selbst als geistiger Schüler Immanuel Kants. Eines seiner wichtigsten Werke ist Die Welt als Wille und Vorstellung.

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Die Kunst, Recht zu behalten

Von Arthur Schopenhauer
  • Lesedauer: 12 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 7 Kernaussagen
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Die Kunst, Recht zu behalten von Arthur Schopenhauer
Worum geht's

In Die Kunst, Recht zu behalten erklärt der berühmte Philosoph Arthur Schopenhauer polemisch und praxisbezogen, warum Recht haben und Recht behalten nicht immer Hand in Hand gehen. Die Blinks verraten dir, mit welchen rhetorischen Kunstgriffen du dich selbst dann argumentativ durchsetzt, wenn du objektiv nicht im Recht bist.

Kernaussage 1 von 7

Recht haben und recht behalten sind zwei unterschiedliche Dinge – die Dialektik hilft dir bei Letzterem.

Wer recht hat, behält recht – so wäre das in einer perfekten Welt. Nur leben wir leider in keiner perfekten Welt, sondern in einer, in der recht haben und recht behalten zwei verschiedene Paar Schuhe sind.

Wenn wir Thesen aufstellen, uns eine Meinung bilden oder Aussagen anderer als richtig oder falsch bewerten, nutzen wir dazu unsere logische Urteilskraft. Müssen wir unsere Thesen oder Meinungen dann aber beruflich oder privat in einer Diskussion verteidigen und gehen daraus als Sieger hervor – indem wir von unserem Gesprächspartner oder unseren Zuhörern recht bekommen –, hat das meist weniger mit objektiver Gültigkeit zu tun als mit rhetorischem Geschick.

Diese Redegewandtheit, mit der wir unsere Aussagen schützen und stützen, ist nach Schopenhauer Gegenstand der Dialektik. Und wenn sie über den Ausgang einer Diskussion entscheidet, kann auch recht bekommen, wer objektiv im Unrecht ist.

Da Objektivität längst nicht immer – nach Ansicht einiger Philosophen sogar nie – gegeben ist, lässt sich manchmal schwer feststellen, wer objektiv im Recht ist. Der Wahrheitsgehalt einer Aussage ist oft von bestimmten Prämissen abhängig, die ihrerseits infrage gestellt werden können. Und gelegentlich stellt sich erst im Laufe eines Gesprächs heraus, welche der beiden Parteien richtigliegt.

Recht behalten kannst du oder dein Kontrahent hingegen unabhängig davon, wer objektiv recht hat. Stell dir z.B. vor, eine Person überzeugt ihr Publikum mit vermeintlich handfesten Statistiken, rhetorischen Kniffen und geschickten Argumenten von der Gefahr der „Überfremdung“ der deutschen Kultur. Sein Gegner hat mit der Gegenthese vermutlich recht, aber keine konkreten Zahlen parat und weniger dialektisches Geschick – und damit keine Chance.

Diese Diskrepanz zwischen recht haben und recht behalten liegt laut Schopenhauer an der Eitelkeit, Geschwätzigkeit und Unredlichkeit, die in unterschiedlichem Maße allen Menschen eigen ist. Wenn es uns allen nur um die Wahrheit ginge und nicht um uns selbst, gäbe es diese Trennung seiner Meinung nach nicht.

Wie aber schaffst du es nun, recht zu behalten?

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