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Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft

Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus

Von Jeremy Rifkin
15 Minuten
Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft: Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus  von Jeremy Rifkin

Nach dem Versagen der kommunistischen Wirtschaftssysteme gilt der Kapitalismus für viele als alternativlos. Dabei entsteht vor unseren Augen jetzt gerade eine ganz andere Ökonomie. Technologische Innovationen wie das Internet oder der 3D-Druck und Systemfehler des Kapitalismus spielen eine große Rolle bei der Entstehung der Null-Grenzkosten-Gesellschaft, auf die wir uns zubewegen.

  • Jeder, der sich für die Zukunft des globalen Wirtschaftssystems interessiert
  • Jeder, der mehr über die Grenzen des Kapitalismus erfahren möchte
  • Jeder, der wissen will, wie erneuerbare Energien, das Internet der Dinge und 3D-Druck unser Leben verändern werden

Jeremy Rifkin ist einer der bekanntesten sozialen Vordenker unserer Zeit. Der US-amerikanische Soziologe und Wirtschaftswissenschaftler hat schon über 20 Bücher veröffentlicht, von denen viele Bestseller wurden. Er berät unter anderem die EU-Kommission, Angela Merkel, François Hollande und den chinesischen Premierminister Li Keqiang zu Fragen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung unserer Gesellschaft.

 

Original: Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft © 2014 Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main/New York

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft

Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus

Von Jeremy Rifkin
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • 9 Kernaussagen
Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft: Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus  von Jeremy Rifkin
Worum geht's

Nach dem Versagen der kommunistischen Wirtschaftssysteme gilt der Kapitalismus für viele als alternativlos. Dabei entsteht vor unseren Augen jetzt gerade eine ganz andere Ökonomie. Technologische Innovationen wie das Internet oder der 3D-Druck und Systemfehler des Kapitalismus spielen eine große Rolle bei der Entstehung der Null-Grenzkosten-Gesellschaft, auf die wir uns zubewegen.

Kernaussage 1 von 9

Kapitaler Fehler: Durch neue Technologien gibt es immer weniger Arbeit.

Wir befinden uns mitten auf dem Weg hin zu einer neuen Wirtschaftsordnung. Das liegt einerseits daran, dass moderne Technologien wie das Internet heute ganz andere Formen der Zusammenarbeit ermöglichen. Andererseits hat der Kapitalismus aber auch einige inhärente Fehler und Probleme, die dazu führen, dass er sich über kurz oder lang selbst abschaffen wird.

Einer dieser Systemfehler ist der Zusammenhang zwischen technischem Fortschritt und Arbeit. Kapitalistische Unternehmen lieben neue Technologien, weil sie ihnen viel Geld einsparen. Sobald sich also eine Gelegenheit dazu bietet, ersetzen moderne Unternehmen daher Angestellte durch Roboter. Allein 2011 stieg der Verkauf von Robotern in den USA und der EU um stolze 43%.

Das ist für die einzelne Firma logisch und gut – das Problem ist nur, dass es alle Unternehmen so machen und die Arbeit mittlerweile knapp wird. Ein entlassener Arbeiter sucht sich nicht mehr problemlos eine neue Stelle, sondern bleibt oft über Jahre hinweg arbeitslos. So gehen nach und nach immer mehr Jobs verloren. Von 1995 bis 2002 stieg die globale Produktionsleistung z.B. um über 30% an, während gleichzeitig über 22 Millionen Jobs in der Produktion abgebaut wurden.

Diese Entwicklung betrifft immer stärker nicht nur einfache Jobs wie z.B Kassierer, die durch Kassenautomaten ersetzt werden, oder unqualifizierte Arbeiter. Immer komplexere Aufgaben werden von Maschinen übernommen. In den nächsten Jahrzehnten können wir z.B. damit rechnen, dass die Arbeit von Radiologen von moderner Strukturerkennungssoftware übernommen wird.

Die dadurch entstehende Arbeitslosigkeit stellt ein ernsthaftes Problem für den Kapitalismus dar, denn sie schränkt die Nachfrage ein. Der Kapitalismus beruht auf Wachstum, und wenn die Unternehmen immer mehr produzieren, müssen sie auch mehr verkaufen. Doch Arbeitslose haben nicht viel Geld und konsumieren daher weniger. Die Unternehmen bleiben dadurch früher oder später auf ihren Produkten sitzen oder müssen sie unter Wert verkaufen.

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