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Das sind die Blinks zu

Utopien für Realisten

Die Zeit ist reif für die 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen

Von Rutger Bregman
16 Minuten
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Utopien für Realisten von Rutger Bregman

Wie kann es in einer Welt mit so viel materiellem Wohlstand so viel Armut und Ungerechtigkeit geben? Wenn wir wirklich mehr Gerechtigkeit wollen, brauchen wir neue Konzepte. Wir müssen uns trauen, die Wirtschaft, unser Miteinander und den Fortschritt neu zu denken. Wir brauchen Utopien für Realisten (2016). Diese Blinks sind ein leidenschaftlicher Appell an die kollektive Vorstellungskraft und ein Weckruf mit konkreten Lösungsvorschlägen.

  • Visionäre, Querdenker, Macher und alle, die es sein wollen
  • Sozial und politisch Engagierte, die ein Problem mit sozialer Ungerechtigkeit haben
  • Alle, die finden, dass wir die Wirtschaft und Gesellschaft anders denken müssen

Rutger Bregman ist Historiker, Autor und Internetphänomen. Einer größeren Öffentlichkeit wurde er durch einen provokanten TED-Talk von 2017 bekannt: „Poverty isn’t a lack of character; it’s a lack of cash.“ „Armut ist kein Charakter-, sondern Geldmangel.“ Das Video wurde über 2,7 Millionen Mal angesehen. Weitere Schlagzeilen machte er 2019 mit seinem Auftritt in Davos, bei dem er die anwesenden Milliardäre mit den Folgen der globalen Steuerpolitik konfrontierte. Er gilt als glühender Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens.

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Utopien für Realisten

Die Zeit ist reif für die 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen

Von Rutger Bregman
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 10 Kernaussagen
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Utopien für Realisten von Rutger Bregman
Worum geht's

Wie kann es in einer Welt mit so viel materiellem Wohlstand so viel Armut und Ungerechtigkeit geben? Wenn wir wirklich mehr Gerechtigkeit wollen, brauchen wir neue Konzepte. Wir müssen uns trauen, die Wirtschaft, unser Miteinander und den Fortschritt neu zu denken. Wir brauchen Utopien für Realisten (2016). Diese Blinks sind ein leidenschaftlicher Appell an die kollektive Vorstellungskraft und ein Weckruf mit konkreten Lösungsvorschlägen.

Kernaussage 1 von 10

Der paradiesische Wohlstand der Gegenwart macht uns bislang nicht glücklich.

Historisch betrachtet geht es der Menschheit heute so gut wie nie. Wir könnten sogar noch weiter gehen und sagen: Was wir heute für ganz normal halten, hätten sich die Menschen im Mittelalter nicht mal zu träumen gewagt. Und trotzdem sind wir unzufrieden – also was ist eigentlich los?

Den Großteil der Menschheitsgeschichte über war das Leben vor allem eins: hart. Und daran hat sich bis vor Kurzem kaum etwas geändert. Historiker schätzen, dass ein Mensch in Italien um das Jahr 1300 im Durchschnitt etwa 1500 Euro pro Jahr verdiente. Und jetzt rate mal, wo das durchschnittliche Jahreseinkommen in Italien um das Jahr 1900 lag – also sechs Jahrhunderte und viele historische Meilensteine später, von Galileo und Newton über die Aufklärung und den Buchdruck bis zur Erfindung von Schießpulver und Dampfmaschine? Genau. Immer noch bei umgerechnet 1500 Euro. 

Dann ging im wahrsten und wirtschaftlichen Sinne die Post ab. Die Italiener sind heute durchschnittlich fünfzehnmal so reich wie 1880 und die Weltwirtschaft ist seit Beginn der Industriellen Revolution um das 250-Fache gewachsen. Der Preis für ein Watt Solarstrom ist seit 1980 um kolossale 99 Prozent gefallen.

Unterm Strich hat allein das 20. Jahrhundert Milliarden von Erdbewohnern ein Niveau an Sicherheit und Komfort beschert, das den Menschen in den Jahrtausenden zuvor utopisch erschienen wäre.

Das Leben ist auch sicherer geworden. Die Mordrate in Westeuropa ist heute vierzigmal niedriger als im Mittelalter, und der medizinische Fortschritt hat Volkskrankheiten wie die Pocken ausgerottet. In Afrika erhöht sich die durchschnittliche Lebenserwartung jede Woche um weitere vier Tage.

Dazu kommen all die technologischen Quantensprünge. Ein Zeitreisender aus dem Mittelalter müsste glauben, die kühnsten biblischen Prophezeiungen hätten sich erfüllt. Denken wir nur an Erfindungen wie das winzige Retina-Implantat Argus II, das selbst genetisch blinden Menschen eine gewisse Sehkraft schenkt, oder das portable Roboter-Exoskelett Rewalk, das Menschen mit schweren Rückenmarksverletzungen aufrecht stehen und gehen lässt.

So gesehen leben heute viele von uns im Paradies. Warum sind dann trotzdem so viele Menschen unglücklich? Vielleicht haben wir vor lauter Bequemlichkeit vergessen, neue Utopien zu entwickeln. Vielleicht müssen wir darüber nachdenken, wie wir all den materiellen Wohlstand nutzen wollen, um die Welt wirklich zu verändern.

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