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Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen

Die kontroverse Studie über wissenschaftlichen Fortschritt

Von Thomas Kuhn
10 Minuten
Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen von Thomas Kuhn

In Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen geht es darum, wie wissenschaftlicher Fortschritt entsteht. Bei seinem Erscheinen im Jahr 1962 galt das Buch als bahnbrechende Studie für die Wissenschaftshistorie und Philosophie. Anhand berühmter Beispiele erklärt der Autor Thomas Kuhn wie sich wissenschaftlicher Fortschritt vollzieht. Dabei zieht er Parallelen von wissenschaftlichen zu politischen Revolutionen.

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Thomas Kuhn (1922-1996) war ein sehr einflussreicher Physiker, Philosoph und Historiker. Er promovierte in Harvard in Physik und unterrichtete später unter anderem Wissenschaftsgeschichte an der Universität Berkeley, der Princeton University und dem MIT. Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen ist sein bekanntestes Buch und hat unsere Vorstellung von Wissenschaftsgeschichte grundlegend verändert.

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Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen

Von Thomas Kuhn
  • Lesedauer: 10 Minuten
  • 6 Kernaussagen
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Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen von Thomas Kuhn
Worum geht's

In Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen geht es darum, wie wissenschaftlicher Fortschritt entsteht. Bei seinem Erscheinen im Jahr 1962 galt das Buch als bahnbrechende Studie für die Wissenschaftshistorie und Philosophie. Anhand berühmter Beispiele erklärt der Autor Thomas Kuhn wie sich wissenschaftlicher Fortschritt vollzieht. Dabei zieht er Parallelen von wissenschaftlichen zu politischen Revolutionen.

Kernaussage 1 von 6

Rahmenhandlung: Wissenschaftlicher Fortschritt entsteht auf der Basis von Paradigmen.

Wie entsteht wissenschaftlicher Fortschritt? Wir stellen uns gerne vor, dass ein Wissenschaftler ein Experiment durchführt, ein verblüffendes Ergebnis erhält und dadurch etwas Neues herausfindet.

Das kommt vor, aber nur in den allerseltensten Fällen. In Wirklichkeit wissen die Forscher, wenn sie ein Experiment durchführen, fast immer schon vorher, was das Ergebnis sein wird. Sie definieren ganz genau, was sie testen wollen, und gehen dann davon aus, dass ihre Annahme durch das Experiment bestätigt wird. Aber woher nehmen sie ihre Annahmen? Aus einem Paradigma.

Ein Paradigma ist ein Set von Grundannahmen, oder ein Framework. Es besteht aus verschiedenen Theorien und aus angesammeltem Wissen. In jeder Disziplin gibt es ein bestimmtes Paradigma, das momentan gültig ist. Die Wissenschaftler teilen dieses Paradigma, und sie arbeiten daran, es weiter zu verbessern oder auszuweiten.

Ein Beispiel für ein Paradigma ist die Newtonsche Physik. Newton ging davon aus, dass die Bewegung von Körpern durch einige unveränderliche und absolute Naturgesetze zu erklären sei. Dieses Paradigma setzte sich in der Physik durch, sodass Physiker sich nicht ständig über die Grundlagen von Bewegung, Kräften, etc. den Kopf zerbrechen mussten, sondern an spezifischeren und kniffeligeren Fragestellungen arbeiten konnten.

Wenn ein Paradigma viele Fragen beantwortet, warum führen Forscher dann trotzdem noch Experimente durch? Ganz einfach: Kein Paradigma erklärt alles. Es gibt immer Wissenslücken oder Unstimmigkeiten zwischen der Theorie und der Realität. Und diese Lücken wollen gefüllt werden. Dabei hilft es dem Fortschritt, dass immer bessere Messgeräte erfunden werden, mit denen noch mehr Daten genauer erhoben werden können. Mit diesen neuen Daten versuchen die Forscher dann, die Wissenslücken in ihrem Paradigma zu stopfen.

Daher erwarten Wissenschaftler bei jedem Experiment ein Ergebnis, das die Grundannahmen des Paradigmas bestätigt. Sie suchen also gar nicht nach neuen Entdeckungen. Warum sie trotzdem manchmal welche machen, erfahren wir im nächsten blink.

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