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Blink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari
Tragikomödie über Wissenschaft und Verantwortung
Die Physiker ist ein satirisches Theaterstück, das die Verantwortung von Wissenschaftlern thematisiert. In einer psychiatrischen Anstalt verbergen Physiker ihr Wissen, um die Menschheit vor den verheerenden Folgen ihrer Entdeckungen zu schützen.
Steigen wir gleich in die erste Szene ein: Gerade befinden sich die Physiker nicht im Salon, sondern in ihren Zimmern. Im Salon selbst herrscht Unordnung: Die Möbel stehen kreuz und quer, eine Stehlampe und zwei Sessel liegen auf dem Boden. Einige Kriminalbeamte beugen sich über die Leiche einer Frau, während aus Einsteins Zimmer Geigenspiel mit Klavierbegleitung zu hören ist. Wie auch schon beim ersten Mord ist Kriminalinspektor Richard Voß für die Ermittlungen zuständig. Er wartet darauf, dass er Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd, die Gründerin des Sanatoriums, vernehmen kann. Die ist leider gerade unabkömmlich beschäftigt – sie muss Einstein auf dem Klavier begleiten, sodass er sich beim Geigenspiel beruhigen kann. Er war es, der die Schwester ermordet hat und ist entsprechend aufgebracht.
Also sieht Inspektor Voß sich den Tatort und die Leiche genauer an. Er stellt fest, dass die Schwester mit der Schnur der Stehlampe erdrosselt wurde. Als Dr. von Zahnd endlich zu ihm stößt, fordert er von ihr, in Zukunft Pfleger statt Schwestern einzusetzen, da die drei Physiker offensichtlich gefährlich sind. Von Zahnd stimmt ihm zu. Die beiden sind sich darüber einig, dass der Inspektor niemanden verhaften könne, schließlich seien die Physiker verrückt und damit nicht für ihre Taten verantwortlich.
Daraufhin kommt Newton aus seinem Zimmer und spricht Inspektor Voß an. Er schüttelt den Kopf: Ihm sei unverständlich, wie jemand eine Krankenschwester erdrosseln könne. Der Inspektor weist ihn freundlich darauf hin, dass er selbst vor drei Monaten das Gleiche getan hat. Newton entgegnet empört: „Das ist doch etwas ganz anderes. Ich bin schließlich nicht verrückt.“ Er erklärt, dass er in die Schwester verliebt war und sie ihn davon abhielt, über die Gravitation nachzudenken, so wie es seine Bestimmung sei.
Eine weitere Person tritt auf: Die Ex-Frau von Möbius. Sie hat sich vor Kurzem von ihm scheiden lassen und bricht nun mit ihrem neuen Mann, einem Missionar, zu den Marianen im Stillen Ozean auf, um künftig dort zu leben. Sie kommt vorbei, damit Möbius sich von seinen drei Teenager-Söhnen verabschieden kann. Als der Jüngste seinem Vater erzählt, dass er Physiker werden will, verbietet ihm Möbius das entsetzt.
Es stellt sich heraus, dass bisher seine Frau die hohen Kosten für seine Unterbringung in der Klinik gezahlt hat, doch in Zukunft kann sie diese nicht mehr stemmen. Von Zahnd beruhigt sie: Es gebe Stiftungen, die das übernehmen könnten, Möbius sei auch weiterhin gut aufgehoben.
Als die Buben zum Abschied auf ihren Blockflöten spielen, wird es dramatisch: Möbius steigert sich in eine unerklärliche Wut hinein und zitiert einen erfundenen, schrecklichen Psalm von König Salomon. Schließlich wirft er seine Familie hochkant hinaus mit den Worten, er wolle sie alle nie wieder sehen – eine richtige psychotische Krise. Die Familie verlässt entsetzt und schockiert das Sanatorium.
Anschließend gesteht Möbius Schwester Monika, die seit zwei Jahren für ihn verantwortlich ist, er hätte die Krise gerade nur gespielt. Er wolle endlich seine Familie loswerden und so vergraulen, dass sie ihn ohne Gewissensbisse zurücklassen. Monika eröffnet Möbius, dass sie auch sie sich nun verabschieden müsse, da ab dem nächsten Tag männliche Pfleger die Physiker betreuen würden – auf Befehl von Staatsanwaltschaft und Polizei.
Jetzt wird es romantisch. Monika glaubt Möbius nicht nur, dass er die Krise vorgetäuscht hat, sie ist sogar überzeugt davon, dass er überhaupt nicht verrückt ist. Sie glaubt daran, dass ihm König Salomon tatsächlich erscheint. Außerdem ist sie verliebt in Möbius und möchte ihr Leben mit ihm verbringen. Möbius ist aufgewühlt. Auch er gesteht Monika seine Liebe, doch er bittet sie zu gehen und nie wieder an ihn zu denken. „Es ist tödlich, an König Salomon zu glauben,“ warnt er sie. Doch Monika will ihren Traum von einem gemeinsamen Leben mit Möbius noch nicht aufgeben.
Die Physiker (1962) ist eine Komödie, die sich mit der Frage nach der moralischen Verantwortung von Wissenschaftlern auseinandersetzt. Sollte neues Wissen allgemein verfügbar sein, oder sollten seine Entdecker es zurückhalten, wenn es eine zu große Gefahr darstellen könnte?
Ich bin begeistert. Ich liebe Bücher aber durch zwei kleine Kinder komme ich einfach nicht zum Lesen. Und ja, viele Bücher haben viel bla bla und die Quintessenz ist eigentlich ein Bruchteil.
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Blink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari