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Das sind die Blinks zu

Der Teil und das Ganze

Gespräche im Umkreis der Atomphysik

Von Werner Heisenberg
18 Minuten
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Der Teil und das Ganze von Werner Heisenberg

Dass wissenschaftlicher Fortschritt auf Austausch beruht, beweist Heisenbergs autobiografisches Werk Der Teil und das Ganze (1969). Hierin erinnert er sich an prägende und herausfordernde Gespräche mit bedeutenden Physikerkollegen wie Albert Einstein, Max Planck und Niels Bohr. Die Blinks dazu nehmen dich mit mit zu den aufregenden Anfängen der Atomphysik, die die Natur der Wirklichkeit selbst infrage stellten. Und sie führen dich durch das wechselvolle Leben des Werner Heisenberg.

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  • Alle, die den Gesprächen und Gedanken großer Wissenschaftler lauschen wollen
  • Menschen, die sich für die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren

Werner Heisenberg (1901–1976) zählt zu den wichtigsten Physikern des 20. Jahrhunderts. 1925 gelang ihm eine erste mathematische Beschreibung der Quantenmechanik, für die er 1932 den Physik-Nobelpreis erhielt. Weltweite Bekanntheit erlangte er zudem durch die nach ihm benannte Unschärferelation der Quantenphysik.

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Der Teil und das Ganze

Gespräche im Umkreis der Atomphysik

Von Werner Heisenberg
  • Lesedauer: 18 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
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Der Teil und das Ganze von Werner Heisenberg
Worum geht's

Dass wissenschaftlicher Fortschritt auf Austausch beruht, beweist Heisenbergs autobiografisches Werk Der Teil und das Ganze (1969). Hierin erinnert er sich an prägende und herausfordernde Gespräche mit bedeutenden Physikerkollegen wie Albert Einstein, Max Planck und Niels Bohr. Die Blinks dazu nehmen dich mit mit zu den aufregenden Anfängen der Atomphysik, die die Natur der Wirklichkeit selbst infrage stellten. Und sie führen dich durch das wechselvolle Leben des Werner Heisenberg.

Kernaussage 1 von 11

Werner Heisenberg vertiefte sich schon als Teenager in die Geheimnisse der Physik und Philosophie.

Im Frühling 1920 lernte der achtzehnjährige Werner Heisenberg für sein Abitur. Dabei stieß er in seinem Physikbuch auf eine Abbildung, die ihn stutzig machte: Es ging um den chemischen Prozess, bei dem sich ein Kohlenstoffatom und zwei Sauerstoffatome zu Kohlensäure verbinden. Um die chemische Verbindung zu veranschaulichen, waren die Atome mit Haken und Ösen versehen.

Bei einem Gespräch mit seinen guten Freunden Kurt und Robert am Starnberger See wunderte sich Heisenberg über diese unwissenschaftliche Darstellung eines physikalischen Phänomens. Kurt sah das anders. Er meinte, die Naturwissenschaft gehe nun einmal von Erfahrung aus. Und wenn die Erfahrung zeige, dass sich Kohlenstoffatome mit zwei, nicht aber mit drei Sauerstoffatomen verbinden können, so seien Haken und Ösen eine gute Möglichkeit, diesen Vorgang zu veranschaulichen.

Robert hingegen hielt es für illusorisch, die Erfahrung als Grundlage der Wahrheitserkenntnis zu verwenden. Er war der Überzeugung, dass der Mensch nur durch seine eigenen Gedanken echte, unmittelbare Erfahrungen machen könne. Und die Gedanken wiederum seien nicht bei den Dingen. Deshalb könne man die Dinge außerhalb der eigenen Gedanken auch nicht direkt wahrnehmen. Um dahin zu gelangen, müsse man erst Vorstellungen von ihnen bilden und diese schließlich in Begriffe verwandeln. Seinen Punkt untermauernd, zitierte Robert den Philosophen Malebranche: Dieser glaubte, dass die Menschen eine Vorstellung von der Welt entwickelten, indem ihre Seele Anteil an der göttlichen Vernunft habe.

Kurt entgegnete daraufhin spöttisch, dass die Philosophen stets dann den großen Gott hervorholten, wenn es kompliziert würde. Doch Robert hatte eine wichtige Frage angestoßen. Denn wie kann man bei Atomen von Erfahrung sprechen, obwohl sie sich doch gar nicht direkt beobachten lassen? Alles, was wir sehen können, sind ihre Wirkungen, also etwas, das indirekt hervorgerufen wird. Für den jungen Heisenberg war es eine erste bedeutende Erkenntnis, dass sich bestimmte physikalische Phänomene der direkten Anschauung entziehen. Schon bald sollte er sich nämlich viel intensiver mit dieser Frage befassen.

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