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Wenn Gott würfelt

oder Wie der Zufall unser Leben bestimmt

Von Leonard Mlodinow
13 Minuten
Wenn Gott würfelt: oder Wie der Zufall unser Leben bestimmt von Leonard Mlodinow

In Wenn Gott würfelt geht es darum, welche Rolle der Zufall in unserem Leben spielt. Leonard Mlodinow erklärt die Grundregeln der modernen Statistik, wie sie entdeckt wurden und was sie für unser Leben bedeuten. Außerdem zeigt er anhand zahlreicher Beispiele, dass viel mehr vom Zufall abhängt, als wir gerne glauben möchten.

  • Jeder, der sich dafür interessiert, wie Wissenschaft unser Leben erklären kann
  • Jeder, der sein Wissen im Bereich Statistik und Wahrscheinlichkeiten auffrischen möchte
  • Jeder, der verstehen will, warum manche Menschen erfolgreicher sind als andere

Leonard Mlodinow ist ein amerikanischer Physiker und Autor. Er ist ein echtes Multitalent und darauf spezialisiert, komplizierte Zusammenhänge spannend und verständlich darzustellen: Als Physiker beschäftigt er sich mit der Quantentheorie und zusammen mit Stephen Hawkins hat er Die kürzeste Geschichte der Zeit veröffentlicht. Darüber hinaus schreibt er Drehbücher für McGyver und Raumschiff Enterprise.

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Wenn Gott würfelt

oder Wie der Zufall unser Leben bestimmt

Von Leonard Mlodinow
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • 8 Kernaussagen
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Wenn Gott würfelt: oder Wie der Zufall unser Leben bestimmt von Leonard Mlodinow
Worum geht's

In Wenn Gott würfelt geht es darum, welche Rolle der Zufall in unserem Leben spielt. Leonard Mlodinow erklärt die Grundregeln der modernen Statistik, wie sie entdeckt wurden und was sie für unser Leben bedeuten. Außerdem zeigt er anhand zahlreicher Beispiele, dass viel mehr vom Zufall abhängt, als wir gerne glauben möchten.

Kernaussage 1 von 8

Würfelspiele: Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses hängt davon ab, auf wie viele Arten es eintreten kann.

Im Mittelalter war es üblich, Menschen zu gratulieren, die bei einem Würfelspiel gewannen: für ihre hervorragenden Fähigkeiten im Würfelwerfen oder dafür, dass Gott es so gut mit ihnen meint. Diese Sichtweise auf ein eigentlich durch nichts als den Zufall bestimmtes Ereignis wurde erst von Galileo Galilei in Frage gestellt.

Er begann, Wissenschaft mithilfe von Experimenten und Beobachtungen zu betreiben. Dabei fand er heraus, dass zufällige Ereignisse wie das Würfeln nicht nur aus der Perspektive von Talent oder Religion interpretiert werden können. Er stellte fest, dass es möglich ist, sie anhand von wissenschaftlichen Untersuchungen zu analysieren und so mehr über sie zu erfahren als bisher bekannt war.

Der Großherzog der Toskana bat Galileo darum, ihm bei folgender Frage zu helfen: Wenn wir drei Würfel werfen, warum ist die Summe der Augen öfter zehn als neun? Nachdem er ein wenig herumexperimentiert hatte, gab Galileo ihm folgende Antwort: Zehn komme häufiger vor als neun, da es mehr mögliche Kombinationen gibt, die diese Zahl ergeben. Damit hatte er ein wichtiges mathematisches Prinzip entdeckt: Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses hängt davon ab, auf wie viele Arten es geschehen kann.

Diese Erkenntnisse wurde später von anderen Denkern weiterentwickelt. Der französische Mathematiker Blaise Pascal entwickelte z.B. im Jahr 1654 das Konzept des Erwartungswerts. Er ging dabei von folgendem Problem aus: Bei einem Spiel, z.B. ein Brettspiel oder ein Quiz, siegt derjenige, der zuerst zehn Runden gewinnt. Er darf einen Geldpreis mit nach Hause nehmen. Doch was passiert, wenn das Spiel nach 15 Runden beendet werden muss und Spieler A acht und Spieler B sieben Runden gewonnen hat? Wie kann der Preis gerecht aufgeteilt werden?

Zunächst muss dafür die Anzahl der möglichen Szenarien für die restlichen Runden ausgerechnet werden: Es gibt 16. Dann wird ausgezählt, in wie vielen Szenarien Spieler A gewinnen würde. Das sind 11 – das Ereignis, dass Spieler A gewinnt, kann also auf 11 verschiedene Weisen eintreten. Spieler B hingegen gewänne nur in 5 Szenarien. Also sollte Spieler A 11/16 des Gewinns bekommen. Dieser Wert entspricht dem Erwartungswert, dass er das Spiel gewinnt.

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