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Das sind die Blinks zu

Kollaps

Warum Gesellschaften überleben oder untergehen

Von Jared Diamond
19 Minuten
Audio-Version verfügbar
Kollaps: Warum Gesellschaften überleben oder untergehen von Jared Diamond

Was haben unsere westlichen Industrienationen mit den Maya, den Bewohnern der Osterinsel und den Wikingern auf Grönland gemeinsam? Ganz einfach: Wie diese Zivilisationen damals gehen wir auch heute nicht gerade pfleglich mit unserer Umwelt und unseren Ressourcen um. Kollaps (2005) erklärt, was Völker der verschiedensten Epochen in den Untergang trieb – und welche Fehler wir heute unbedingt vermeiden müssen, damit uns nicht das gleiche Schicksal ereilt.

Leseempfehlung aus der Redaktion

Kollaps zeigt auf erschreckend klare Weise, wieso etliche historische Gesellschaften kollabierten. Die dargestellten Parallelen zwischen untergegangenen Zivilisationen und unserer heutigen Welt sind faszinierend und alarmierend zugleich. Auch wenn einige Auslöser für die beschriebenen Untergänge übermäßig simplifiziert wurden, regen diese Blinks auf jeden Fall zum Denken an.“

– Holger, CEO bei Blinkist

  • Alle, die sich für untergegangene Zivilisationen interessieren
  • Alle, denen Umweltschutz am Herzen liegt
  • Fans von Diamonds Buch Arm und Reich

Jared Diamond ist ein amerikanischer Evolutionsbiologe, Physiologe und Biogeograph. Er wird gemeinhin auch als „Amerikas bekanntester Geograph“ bezeichnet. Dank seiner interdisziplinären Ausrichtung hatte er unter anderem bereits eine Professur für Physiologie inne und unterrichtet seit letztem Jahr Geographie an der University of California, Los Angeles. Diamond ist bekannt für seine spannenden Bücher wie Der dritte Schimpanse oder Arm und Reich, für das er 1998 den Pulitzer-Preis erhielt.

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Kollaps

Warum Gesellschaften überleben oder untergehen

Von Jared Diamond
  • Lesedauer: 19 Minuten
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Kollaps: Warum Gesellschaften überleben oder untergehen von Jared Diamond
Worum geht's

Was haben unsere westlichen Industrienationen mit den Maya, den Bewohnern der Osterinsel und den Wikingern auf Grönland gemeinsam? Ganz einfach: Wie diese Zivilisationen damals gehen wir auch heute nicht gerade pfleglich mit unserer Umwelt und unseren Ressourcen um. Kollaps (2005) erklärt, was Völker der verschiedensten Epochen in den Untergang trieb – und welche Fehler wir heute unbedingt vermeiden müssen, damit uns nicht das gleiche Schicksal ereilt.

Leseempfehlung aus der Redaktion

Kollaps zeigt auf erschreckend klare Weise, wieso etliche historische Gesellschaften kollabierten. Die dargestellten Parallelen zwischen untergegangenen Zivilisationen und unserer heutigen Welt sind faszinierend und alarmierend zugleich. Auch wenn einige Auslöser für die beschriebenen Untergänge übermäßig simplifiziert wurden, regen diese Blinks auf jeden Fall zum Denken an.“

– Holger, CEO bei Blinkist

Kernaussage 1 von 12

Gesellschaften, die ihre Ressourcen gedankenlos verbrauchen, erleiden irgendwann einen Kollaps.

Als der holländische Entdecker Jacob Roggeveen im Jahr 1722 zum ersten Mal die bis dahin unbekannte Osterinsel betrat, stand er vor einem Rätsel: Er fand eine zahlenmäßig kleine und schlecht ernährte Bevölkerung sowie eine karge und unwirtliche Vegetation vor, aber dafür hunderte riesiger Steinstatuen, die bis zu zehn Meter hoch waren. Wie konnten so wenige Menschen mit so wenigen Ressourcen solche eindrucksvollen Denkmäler errichten?

Heute wissen wir, dass die Osterinseln nicht immer so karg waren. Tatsächlich waren sie irgendwann von üppigen subtropischen Wäldern bedeckt und von vielen Tierarten, vor allem seltenen Vögeln, bewohnt. Zusammen mit den Ressourcen aus dem Meer konnten auf den Osterinseln so bis zu 30.000 Menschen leben. Es entstand eine lebhafte kleine Gesellschaft, die ihre ganz eigene Kultur entwickelte. Eine der wichtigsten Eigenheiten dieser Kultur waren die berühmten Steinfiguren, die sogenannten Moais: Mit ihnen symbolisierten die Bewohner der Osterinseln ihren Wohlstand und ihre Macht und erwiesen den Göttern ihren Respekt.

Mit der Zeit entwickelte sich jedoch ein Wettbewerb darum, wer die meisten und die größten Moais aufstellen konnte. Dieser Wettbewerb führte die Bewohner der Inseln ins Verderben, denn zur Herstellung der Gerüste zur Bearbeitung und für den Transport der Steine mussten sehr viele Bäume gefällt werden – genau genommen alle Bäume auf der Insel. Dieser Raubbau läutete den Untergang der Osterinselgesellschaft ein, denn ohne Holz konnten die Bewohner keine Boote mehr bauen, um im Meer zu fischen, die Vögel starben aus, da sie keine Nistplätze mehr finden konnten, und die Bodenqualität verschlechterte sich durch den Baummangel so sehr, dass auch kaum mehr Getreide angebaut werden konnte.

Ohne ausreichend Nahrung brach die Gesellschaft auf den Osterinseln völlig zusammen. Viele Menschen verhungerten oder ernährten sich durch Kannibalismus. Die Menschen, die Roggeveen Jahre später auf den Inseln vorfand, waren die Nachfahren der Überlebenden dieser Katastrophe.

Wir können diese Geschichte als Parabel dafür lesen, was passiert, wenn der Mensch schlecht mit seinen Ressourcen umgeht. Und die gibt uns zu denken: Wirtschaften wir nachhaltig oder sind wir kurz davor, den letzten Baum zu fällen?

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