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Die wahre Geschichte

Von Christopher Ryan & Cacilda Jethá
16 Minuten
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Sex: Die wahre Geschichte von Christopher Ryan & Cacilda Jethá

In Sex wird die Geschichte und Entwicklung der menschlichen Sexualität erforscht: Wann, wie und warum hatten unsere Vorfahren Sex? Die Antworten auf diese Fragen zeigen, dass unsere Vorstellung von der sexuell erfüllenden Monogamie leider ziemlich realitätsfremd ist. Sex zieht daraus die Schlussfolgerung, dass ein entspannterer Umgang mit Sexualität sowohl unseren Beziehungen als auch unserer Gesellschaft guttun würde.

  • Paare und Singles, die wissen möchten, welche Art von Sex wirklich natürlich ist
  • Jeder, der sich mit Paarbeziehungen und sexueller Treue schwertut
  • Alle, die sich für Biologie und Evolutionspsychologie interessieren

Christopher Ryan ist ein US-amerikanischer Autor, Journalist und promovierter Psychologe. Er hat bereits in Alaska, Mexiko, Indien und Spanien gelebt und ist seit vielen Jahren mit der Co-Autorin Cacilda Jethá verheiratet, die ausgebildete Psychiaterin ist.

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Sex

Die wahre Geschichte

Von Christopher Ryan & Cacilda Jethá
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
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Sex: Die wahre Geschichte von Christopher Ryan & Cacilda Jethá
Worum geht's

In Sex wird die Geschichte und Entwicklung der menschlichen Sexualität erforscht: Wann, wie und warum hatten unsere Vorfahren Sex? Die Antworten auf diese Fragen zeigen, dass unsere Vorstellung von der sexuell erfüllenden Monogamie leider ziemlich realitätsfremd ist. Sex zieht daraus die Schlussfolgerung, dass ein entspannterer Umgang mit Sexualität sowohl unseren Beziehungen als auch unserer Gesellschaft guttun würde.

Kernaussage 1 von 10

Evolutionär betrachtet war Sex mit vielen Partnern die Norm – das Bedürfnis danach ist uns erhalten geblieben.

Zum Einstieg eine ganz persönliche Frage: Mit wie vielen Menschen hattest du schon Sex?

Selbst wenn du ein Playboy oder -girl bist, hast du vermutlich mit nicht annähernd so vielen Menschen geschlafen wie unsere Vorfahren, als sie noch Jäger und Sammler waren. Denn damals war es ganz normal, mit jedem, der gerade Lust hatte, auf den Fellen zu landen.

Das hing auch damit zusammen, dass diese Gemeinschaften auf dem Prinzip des Teilens aufgebaut waren. Die Gruppen von Jägern und Sammlern, die meistens aus weniger als 150 Personen bestanden, hatten nicht viele Besitztümer, da sie ja alles tragen mussten. Da lag es nahe, dass Nahrung und Unterschlupf miteinander geteilt wurden. Dieses Teilen erstreckte sich allerdings auch auf soziale Bereiche wie z.B. die Kindererziehung oder eben den Sex. Wer teilte, hatte bessere Überlebenschancen. Der häufige und zwanglose Sex mit wechselnden Partnern führte außerdem dazu, dass der Frieden in der Gruppe erhalten blieb, denn er machte die Menschen glücklich und stärkte ihre sozialen Bindungen.

Evolutionär betrachtet dient Sex mit mehreren Partnern also auch als sozialer Klebstoff. Das Bedürfnis danach ist uns bis heute erhalten geblieben. Doch das Recht auf Sex wurde mit der Zeit exklusiver: Mit der Landwirtschaft setzte sich auch das Privateigentum durch. Monogamie wurde zum Ideal, das mit Regeln und teilweise strengen Strafen durchgesetzt wurde.

Dennoch fand das Bedürfnis nach Sex mit verschiedenen Partnern immer Mittel und Wege. Bei den antiken Römern galt es z.B. als unnatürlich, wenn auch erstrebenswert, lebenslang monogam zu sein. Daher war es Sitte, dass die Braut vor ihrer Hochzeit an einer Orgie teilnahm, bei der sie mit so vielen Männern wie möglich schlief, quasi um ihr natürliches Bedürfnis nach Fremd-Sex für den Rest ihres Lebens abzudecken.

Auch heute noch gibt es einige Kulturen wie die Warao in Brasilien, die während bestimmter Feste die Monogamie aussetzen und es vorübergehend erlauben, dass jeder mit jedem Sex hat.

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