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Das sind die Blinks zu

Die Entscheidung

Kapitalismus vs. Klima

Von Naomi Klein
21 Minuten
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Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima von Naomi Klein

Die Entscheidung (2014) beschreibt den Status quo des Klimawandels und das, was wir tun bzw. nicht tun, um ihn aufzuhalten. Die Blinks zeigen, weshalb unser kapitalistisches Wirtschaftssystem als Verursacher des Klimawandels zu sehen ist und was jeder Einzelne von uns tun kann, um diese verheerende Entwicklung zu stoppen.

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Naomi Klein ist eine kanadische Journalistin, Schriftstellerin und politische Aktivistin. Sie beschäftigt sich vor allem mit den Themen Neoliberalismus, Irakkrieg, dem Nahostkonflikt und dem Klimawandel und veröffentlicht dazu regelmäßig Artikel in verschiedenen Zeitungen und Magazinen. U.a. schreibt sie für den Guardian und die New York Times. Mit ihrem Buch No Logo wurde sie im Jahr 2000 zur Galionsfigur der Globalisierungskritiker.

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Die Entscheidung

Kapitalismus vs. Klima

Von Naomi Klein
  • Lesedauer: 21 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 13 Kernaussagen
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Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima von Naomi Klein
Worum geht's

Die Entscheidung (2014) beschreibt den Status quo des Klimawandels und das, was wir tun bzw. nicht tun, um ihn aufzuhalten. Die Blinks zeigen, weshalb unser kapitalistisches Wirtschaftssystem als Verursacher des Klimawandels zu sehen ist und was jeder Einzelne von uns tun kann, um diese verheerende Entwicklung zu stoppen.

Kernaussage 1 von 13

Die Ausbeutung der Natur bringt kurzfristige Profite, aber langfristige Kosten.

Nauru ist eine kleine Insel im Pazifischen Ozean. Lange Zeit lebten ihre Einwohner relativ zurückgezogen und traditionell. In den Sechzigerjahren stellte sich schließlich heraus, dass die Böden der Insel extrem reich an Phosphaten sind, und Nauru erlaubte es ausländischen Firmen, das phosphathaltige Gestein abzubauen. Die Einnahmen waren gigantisch und die Insel wurde in den Siebzigern zu dem Land mit dem zweithöchsten Bruttosozialprodukt weltweit. 

Die Regierung von Nauru sorgte dafür, dass alle Inselbewohner von dem neuen Wohlstand profitierten. Plötzlich konnten sich Menschen, die bis vor Kurzem noch in Hütten gewohnt hatten, eigene Geländewagen und Swimmingpools leisten. 

Der vermeintliche Segen war in Wirklichkeit ein Fluch für das Land. Mit dem Einzug der westlichen Lebensweise veränderten sich nämlich die Inselbewohner. Mittlerweile gilt die Insel als das „fetteste Land der Welt“, weil es so viele übergewichtige Menschen gibt, die sich von importierten Fertiggerichten ernähren. Außerdem haben sich die Menschen an ihren neuen, luxuriösen Lebensstil gewöhnt – und sind nicht mehr bereit, darauf zu verzichten. Doch die Phosphor-Vorkommen sind mittlerweile erschöpft. Nauru ist hochverschuldet und große Teile der Landschaft und des Ökosystems sind für immer zerstört.

Wir können uns unsere Erde vorstellen wie ein großes Nauru: Immer wieder wird unser Ökosystem für kurzfristige Profite geopfert. Doch wie wir langfristig den Preis für die Schäden an der Natur zahlen werden, bleibt offen. Wir belasten die kommenden Generationen mit unübersehbaren Kosten, zum Beispiel für die Lagerung von Atommüll oder die Reinigung der Ozeane vom allgegenwärtigen Plastikmüll.

Das Gleiche passiert mit dem Klima: Dadurch, dass wir den Klimawandel verursachen, gefährden wir nicht nur unseren eigenen Lebensraum, sondern auch den unserer Kinder und Enkel. Im Jahr 1990 beschlossen die Länder dieser Erde daher, ihren Ausstoß an Kohlendioxid so zu reduzieren, dass die Klimaerwärmung nicht mehr als 2 Grad Celsius betragen würde. Doch tatsächlich ist der globale Ausstoß seitdem bis zum Jahr 2013 um 61 Prozent gestiegen, und Öl, Gas und Kohle sind noch immer die wichtigsten Energielieferanten.

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