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Die Energiewende-Wende

Mehr Klimaschutz, aber sozial- und wirtschaftsverträglich

Von Lutz Wicke & Markus C. Schulte von Drach
13 Minuten
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Die Energiewende-Wende: Mehr Klimaschutz, aber sozial- und wirtschaftsverträglich von Lutz Wicke & Markus C. Schulte von Drach

Die deutsche Energiewende gilt international als Vorbild und hat schon viel erreicht. Aber leider hat das deutsche Modell auch einige schwerwiegende Fehler. Welche das sind und was wir tun können, um doch noch eine sozial und wirtschaftlich verträgliche Energiewende zu schaffen, wird in diesem Buch analysiert.

  • Jeder, der wissen möchte, warum seine Stromrechnung so hoch ist
  • Jeder, der sich für die Themen Energie und Klimawandel interessiert
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Lutz Wicke ist Direktor des Instituts für Umwelt-Management an der Europäischen Wirtschaftshochschule. Davor arbeitete er unter anderem als Umweltstaatssekretär. Er hat bereits einige Bücher zum Thema Klima veröffentlicht. Markus Christian Schulte von Drach ist promovierter Wissenschaftsjournalist und momentan bei der Süddeutschen Zeitung beschäftigt. Er hat mehrere Bücher zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Themen veröffentlicht.

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Die Energiewende-Wende

Mehr Klimaschutz, aber sozial- und wirtschaftsverträglich

Von Lutz Wicke & Markus C. Schulte von Drach
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
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Die Energiewende-Wende: Mehr Klimaschutz, aber sozial- und wirtschaftsverträglich von Lutz Wicke & Markus C. Schulte von Drach
Worum geht's

Die deutsche Energiewende gilt international als Vorbild und hat schon viel erreicht. Aber leider hat das deutsche Modell auch einige schwerwiegende Fehler. Welche das sind und was wir tun können, um doch noch eine sozial und wirtschaftlich verträgliche Energiewende zu schaffen, wird in diesem Buch analysiert.

Kernaussage 1 von 8

Es geht voran: Der Weg zur Energiewende bestand aus zwei großen Schritten.

Jeder hat so eine ungefähre Vorstellung von der Energiewende: weg von Kohle, Gas und Atom hin zu grünen, sauberen und erneuerbaren Energien. Dass wir in Deutschland aber eigentlich zwei Energiewenden hatten, haben die meisten vermutlich vergessen.

Die erste geschah zum Ende der 90er-Jahre. Damals beschloss die rot-grüne Regierung die Ökosteuer. Sie wurde auf Kohle, Gas und Strom erhoben und sollte den Energieverbrauch insgesamt teurer machen. So sollten Unternehmen und Bürger angeregt werden, auf Ökostrom oder Atomstrom umzusteigen und Strom zu sparen.

Der Plan war eigentlich, dass die Einnahmen aus der Steuer wieder in die Wirtschaft und die Bevölkerung zurückfließen sollten. Doch leider wurde das Gesetz weniger gerecht umgesetzt als ursprünglich geplant. So richtete die Bundesregierung z.B. viele Ausnahmen für Unternehmen ein: Das gesamte produzierende Gewerbe musste die Ökosteuer nicht zahlen. Dadurch sollte die deutsche Wettbewerbsfähigkeit geschützt werden. Mit dem Ergebnis, dass die Bürger die Kosten alleine trugen.

Das Gleiche passierte 2004/2005 beim Erneuerbare Energien Gesetz, kurz EEG. Sein Kernstück war, dass den Erzeugern und Investoren von erneuerbaren Energien auf 20 Jahre feste Abnahmepreise zugesichert werden. Die Gelder, die dafür benötigt werden, kommen aus einer Umlage: Jede Kilowattstunde Strom kostet seitdem ein bisschen mehr. Gleichzeitig startete die Regierung eine internationale Initiative zur Erforschung, Entwicklung und Verbreitung regenerativer Energien.

Die zweite Energiewende wurde durch ein einziges Ereignis überraschend ausgelöst – Fukushima. Nach dem GAU im japanischen Atomkraftwerk im Jahr 2011 konnte sich die Bundesregierung nicht länger gegen den Willen der Bevölkerung stellen. 80% der Deutschen lehnten damals die Atomenergie ab und so wurde der Ausstieg schnell beschlossen. Einigen ging das sogar zu schnell. Sie argumentieren, dass beim Atomausstieg keine Rücksicht auf die ökonomischen Folgen genommen wurde.

So weit also zur politischen Energiewende. Doch wie sieht es bei den Verbrauchern aus? Ziehen wir mit und knipsen immer brav das Licht aus?

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