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Der Master Switch

Aufstieg und Niedergang der Informationsimperien

Von Tim Wu
15 Minuten
Audio-Version verfügbar
Der Master Switch: Aufstieg und Niedergang der Informationsimperien von Tim Wu

In Der Master Switch geht es darum, dass die meisten modernen Informationstechnologien einem bestimmten Schema folgen: Auf eine ursprüngliche experimentelle Phase der Innovation folgt meistens eine Monopolisierung des Marktes, so z.B. bei Film, Fernsehen, Telefon und Radio. Tim Wu wagt eine Prognose zu der Frage, ob mit dem Internet etwas ähnliches passieren wird.

  • Jeder, der sich für die Geschichte der Informationstechnologien interessiert
  • Jeder, der wissen möchte, wie sich das Internet in der Zukunft entwickeln wird
  • Jeder, der mehr über die amerikanische Medien-Infrastruktur erfahren will

Tim Wu ist ein Multitalent. V.a. bekannt dafür, dass er als Professor für Internet-Recht an der Columbia-Universität den Begriff der Netzneutralität geprägt hat, hat er auch Abschlüsse in Biochemie, Biophysik und Recht. Zudem schreibt er regelmäßig für verschiedene Zeitungen wie die New York Times, die Washington Post und Forbes. Der Master Switch ist sein zweites Buch nach Who Controls the Internet? und wurde von verschiedenen Zeitschriften zu einem der besten Sachbücher 2010 gewählt.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Der Master Switch

Aufstieg und Niedergang der Informationsimperien

Von Tim Wu
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 9 Kernaussagen
Der Master Switch: Aufstieg und Niedergang der Informationsimperien von Tim Wu
Worum geht's

In Der Master Switch geht es darum, dass die meisten modernen Informationstechnologien einem bestimmten Schema folgen: Auf eine ursprüngliche experimentelle Phase der Innovation folgt meistens eine Monopolisierung des Marktes, so z.B. bei Film, Fernsehen, Telefon und Radio. Tim Wu wagt eine Prognose zu der Frage, ob mit dem Internet etwas ähnliches passieren wird.

Kernaussage 1 von 9

Die wilden Jahre: Telefon, Radio und Kino waren in ihren Anfangsjahren experimentell und offen.

Telefon, Radio, Kino, Fernsehen, Internet: Diese fünf großen Informationstechnologien haben eine bemerkenswerte Entwicklung vollzogen. Wenn wir uns ihre Geschichten ansehen, können wir wichtige Parallelen feststellen. Zum Beispiel haben die meisten von ihnen ziemlich wild angefangen.

Vor allem in der Anfangszeit von Telefon, Radio und Kino, in der noch nicht alle technischen Details patentiert waren, gab es sehr viel Freiraum für Experimente und Nischenangebote. Beim Telefon war es z.B. so, dass Alexander Bell 1876 ein Patent auf diese Technologie anmeldete, das aber auf 18 Jahre begrenzt war. Er nutzte diese 18 Jahre, um weiter zu forschen. Doch erst nachdem sein Patent 1894 erloschen war, entstanden plötzlich Hunderte unabhängiger Telefonanbieter in den USA, die einen lebhaften und innovationsfreudigen Markt bildeten und die neue Technologie erst richtig bekannt machten.

Das Radio war zu Beginn überhaupt nicht durch Patente geschützt. In den 20er Jahren konnte eigentlich jeder, der Lust hatte, seine eigene Radiostation betreiben – ein wenig technisches Equipment und Verständnis vorausgesetzt. So entstand ziemlich schnell eine unglaublich vielfältige Radiolandschaft. Es gab Sender, die nur Jazz spielten, einige, die sich mit politischen Themen beschäftigten, und wieder andere nur für Sport. Wie viele es genau waren, werden wir wohl nie erfahren. Auf jeden Fall war es zu dieser Zeit ziemlich aufregend, das Radio einzuschalten und auf Entdeckungsreise durch die Frequenzen zu gehen.

Auch das Kino prägte am Anfang eine wilde Phase. Zwar hatte die in New Yersey ansässige Edison Company zu Beginn des 20. Jahrhunderts alle wichtigen Patente inne, darunter auch eines auf das Rohfilm-Material, und kontrollierte so den Markt für Kinofilme. Doch einige Regisseure und Produzenten wehrten sich dagegen: Sie zogen nach Hollywood um und stellten dort – außer Reichweite für Edison und dessen Patentrecht – selbst Filme her. Für Edisons Monopol war das der Anfang vom Ende. Durch die juristische Aberkennung wichtiger Patente wurde es nach und nach zerschlagen. 1915 war die amerikanische Filmindustrie kreativ und offen für alles. Es gab spezielle Filme für alle nur denkbaren Zielgruppen und kein Thema schien so abwegig, dass es nicht auf die Kinoleinwand gebracht wurde.

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