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Das sind die Blinks zu

Feierabend!

Warum man für seinen Job nicht brennen muss

Von Volker Kitz
10 Minuten
Audio-Version verfügbar
Feierabend!: Warum man für seinen Job nicht brennen muss von Volker Kitz

Leidenschaft, Hingabe, Selbstverwirklichung – all das sollen wir heute mindestens mit unserem Beruf verbinden. Im Idealfall geht der moderne Mensch in der Vermischung von Arbeit und seinen Lebensträumen auf. Doch das ist viel verlangt und sorgt für gewaltigen Druck. Diese streitlustigen Blinks drehen den Spieß um und zeigen, dass man nicht zwingend für seinen Job brennen muss und sich durchaus jeden Tag aufs Neue auf den Feierabend freuen darf.

  • Alle, die innerlich bereits gekündigt haben
  • Teamleiter, Manager und Chefs
  • Jeder, der glaubt, nur glückliche und erfüllte Mitarbeiter machen exzellente Arbeit

Volker Kitz studierte Jura und Psychologie und arbeitete u.a. als Wissenschaftler, Anwalt und Lobbyist. Heute ist er in der Medienbranche und als Redner in Funk und Fernsehen tätig. Seine originellen und provokanten Gedanken zur modernen Arbeitswelt bringt er in Bestsellern wie Das Frustjobkillerbuch und Feierabend! (2017) unter die Menschen.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Feierabend!

Warum man für seinen Job nicht brennen muss

Von Volker Kitz
  • Lesedauer: 10 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 6 Kernaussagen
Feierabend!: Warum man für seinen Job nicht brennen muss von Volker Kitz
Worum geht's

Leidenschaft, Hingabe, Selbstverwirklichung – all das sollen wir heute mindestens mit unserem Beruf verbinden. Im Idealfall geht der moderne Mensch in der Vermischung von Arbeit und seinen Lebensträumen auf. Doch das ist viel verlangt und sorgt für gewaltigen Druck. Diese streitlustigen Blinks drehen den Spieß um und zeigen, dass man nicht zwingend für seinen Job brennen muss und sich durchaus jeden Tag aufs Neue auf den Feierabend freuen darf.

Kernaussage 1 von 6

Nicht die Arbeit macht unglücklich, sondern unsere überzogenen Erwartungen daran.

Du bist noch immer auf der Suche nach dem perfekten Job? Einer Stelle mit idealer Work-Life-Balance, super Bezahlung und Raum für Aufstieg und Selbstverwirklichung? Dann wird es höchste Zeit, dass du dich von dieser überzogenen Vorstellung verabschiedest!

Die Mär von der Freude am Arbeiten ist nämlich eine dreiste Lüge. Kaum jemand würde weiter arbeiten, wenn er nicht dafür bezahlt würde. 2016 wollte Die Zeit in einer „Vermächtnisstudie“ herausfinden, welche Werte wir hochhalten und unseren Nachkommen weitergeben möchten. Dafür wurde untersucht, mit welchen Wörtern wir positive bzw. negative Gefühle assoziieren. 82% der Befragten schätzten „das Leben genießen“ als etwas Positives ein, „erwerbstätig sein“ weckte sogar bei 85% der Teilnehmer positive Gefühle. Die Zeitung sah dadurch bestätigt, dass die meisten Menschen wirklich gerne arbeiten.

Der britische Ökonom und Glücksforscher Richard Layard kam jedoch zu einem ganz anderen Ergebnis. Als er Menschen in einem Ranking bewerten ließ, welche Aktivitäten ihnen das größte Glück bescherten, tauchte die Arbeit erst weit unten auf. Es scheint also so zu sein, dass wir zwar eine fiktive Idee von Arbeit haben, die positiv konnotiert ist, die tatsächliche Ausübung unserer Arbeit jedoch hauptsächlich mit negativen Gefühlen verbunden wird.

Bisher scheint die einzige Lösung dieses Problems darin zu bestehen, die tatsächlichen Arbeitsbedingungen an das Ideal heranzuführen. Wer unzufrieden mit seinem Beruf ist, sollte so lange etwas daran ändern, bis endlich Zufriedenheit, Motivation und Leidenschaft eintreten. Dafür wurde sogar eine ganze Beratungsindustrie mit Heerscharen von Coaches und Motivationskünstlern geschaffen, um das Feuer in all denen zu wecken, die nicht für ihren Job brennen.

Und doch sind die meisten noch immer unzufrieden. Höchste Zeit also, den Spieß umzudrehen. Wir müssen nicht unsere Jobs, sondern unsere Vorstellung vom Arbeiten ändern. Wir können erst glücklich an unserem Arbeitsplatz werden, wenn dieser nicht ständig im geistigen Vergleich mit dem perfekten Traumjob den Kürzeren zieht!

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