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Blink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari
Das größte Abenteuer unserer Zeit
Die Kunst, ohne Überfluss glücklich zu leben von Josef Kirschner zeigt Wege auf, um materiellen Überfluss zu reduzieren und dadurch wahres Glück zu finden. Es betont die Bedeutung von Zufriedenheit und Einfachheit im Alltag.
Ein gutes Leben besteht nicht darin, immer mehr zu haben, sondern gerade genug. Klingt nach einer steilen These? Nicht für die Hunza, ein genügsames, naturverbundenes Völkchen, das in einem abgeschiedenen Tal inmitten der märchenhaften Himalaja-Berglandschaften ganz im Norden Pakistans lebt. Ihre Lebensphilosophie: Achte die eigenen Bedürfnisse, aber lass dich nicht von ihnen hetzen – eine Einstellung, von der auch wir im Westen uns etwas abgucken könnten.
Die Idee, bescheiden und im Einklang mit der Natur zu leben, klingt in der heutigen Konsumwelt fast etwas weltfremd, doch sie hat klare Vorzüge. So stellten Wissenschaftler bereits in den 70er-Jahren fest, dass die Hunza weitgehend von den üblichen Zivilisationskrankheiten verschont bleiben. Krebs kommt bei ihnen so gut wie gar nicht vor.
Eine mögliche Erklärung dafür ist ihre einfache, aber vitaminreiche Ernährung. Die Hunza essen nur, was sie selbst anbauen, also frisch, lokal, unverarbeitet und ganz ohne künstliche Zusätze. Wenig, aber nährend. Sie brauchen keine überquellenden Supermärkte mit 15 verschiedenen Sorten Cornflakes, Tiefkühlpizza und Schokoriegeln. Sie essen Vollkorngetreide, Aprikosen, Milch und nur manchmal etwas Fleisch. Nahrung ist für sie kein Konsumprodukt, sondern gelebte Beziehung zur Natur und zum eigenen Körper. Und genau darin liegt der Schlüssel: Essen als Mittel zum Leben – nicht als Mittel zur Zerstreuung, Belohnung oder Betäubung.
Aber nicht nur die Ernährung, auch die gelebte Achtsamkeit der Hunza ist verantwortlich für ihre hervorragende Gesundheit. Sie leben in einem Rhythmus, der Arbeit und Spiel nicht trennt. Was sie tun, tun sie mit Freude. Sie bewegen sich viel und ganz selbstverständlich – nicht als Training, sondern als Teil des Alltags. So muss ein Hunza zum Beispiel mehrere Tage zu Fuß gehen, um einen Brief zu überbringen. Doch anstatt mit verbissener Miene zum Zielpunkt zu hetzen, schlendert er lachend und vergnügt durch die Landschaft. Er genießt die Bewegung und die frische Luft und weiß, dass der Weg das Ziel ist.
Überhaupt ist es dieser entspannte Umgang mit Zeit, der den Hunza ein so friedliches und gesundes Leben beschert. Kein Dauerstress, kein Getriebensein. Niemand sehnt den Ruhestand herbei, niemand braucht Ferien, um sich vom Leben zu erholen. Die Erholung passiert jeden Tag – einfach dadurch, dass man im Hunza-Tal gelassen eins nach dem anderen macht und die Arbeit gemeinsam verrichtet. Jeder packt mit an, keiner ist allein.
Die Hunza haben verstanden, dass im Leben weniger oft mehr bedeutet. Sie lassen sich nicht von industriellen Fortschrittsversprechen blenden, denn sie wissen: Jede neue Technologie, bringt wieder neue Arbeit und neuen Stress mit sich. Ein einziges Mal gab es einen Versuch, im Hunza-Tal elektrisches Licht einzuführen. Doch als der Generator streikte, beschlossen die Hunza, sich nicht weiter mit den Problemen herumzuschlagen, die diese vermeintliche technische Erleichterung mit sich brachte. Kurzerhand entsorgten sie den Generator und kehrten wieder zum Kerzenlicht zurück. So funktioniert der natürliche Lebensrhythmus der Hunza seit hunderten von Jahren völlig ungestört: Man steht bei Sonnenaufgang auf und zieht sich bei Sonnenuntergang zum Schlafen zurück. Ganz einfach.
Natürlich heißt das nicht, dass du ab sofort ohne Strom und Supermarkt leben oder mit deinen sieben Sachen in die Berge umziehen sollst. Aber du könntest anfangen, deinen eigenen Konsum zu hinterfragen. Wie könnte „back to basics“ im Alltag aussehen? Nehmen wir beispielsweise das Essen: Iss mal für eine Woche nur unverarbeitete Lebensmittel, wie frisches Gemüse, selbst gebackenes Brot und Eier vom Bauernhof. Außerdem könntest du einmal bewusst darauf achten, nicht jeder Minute hinterherzujagen und allzeit zwanghaft produktiv zu sein. Geh zur Abwechslung zu Fuß oder nimm das Fahrrad für Wege, die du sonst mit dem Bus oder Auto fährst. Das dauert vielleicht etwas länger, aber du wirst überrascht sein, wie viel inneren Frieden du dadurch gewinnst.
Frage dich auch regelmäßig: Wo höre ich nicht genug darauf, was mir guttut? Wo habe ich mich an Dinge gewöhnt, die mein Leben unnötig verkomplizieren, ohne es reicher zu machen? Die Hunza leben es vor: Glück beginnt dort, wo wir den Mut haben, Überflüssiges loszulassen und dem Einfachen zu vertrauen.
Die Kunst, ohne Überfluss glücklich zu leben (1982) ist ein echtes Urgestein der Ratgeberliteratur, doch was schon vor über 40 Jahren galt, gilt heute fast noch mehr: Der materielle Überfluss unserer Zeit macht nicht glücklich. Bei uns erfährst du, wie du dich dem Sog der Konsumwelt entziehst und dich von Ballast befreist, um mehr Lebensfreude und Freiheit zurückzugewinnen.
Ich bin begeistert. Ich liebe Bücher aber durch zwei kleine Kinder komme ich einfach nicht zum Lesen. Und ja, viele Bücher haben viel bla bla und die Quintessenz ist eigentlich ein Bruchteil.
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Blink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari