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Ein Universum aus Nichts

... und warum da trotzdem etwas ist

Von Lawrence M. Krauss
13 Minuten
Ein Universum aus Nichts: ... und warum da trotzdem etwas ist von Lawrence M. Krauss

Krauss erläutert die neusten wissenschaftlichen Beobachtungen und Theorien, die nachweisen, wie das Universum plötzlich aus dem Nichts entstehen konnte. Diese hält der Autor nicht nur für plausibel, sondern argumentiert: Es musste zwangsläufig so abgelaufen sein. Krauss liefert Belege, die vor Augen führen, wie das Universum entstand, sich entwickelte und möglicherweise sogar endgültig vergehen könnte.

  • Jeder, der wissen möchte, wie das Universum entstand, warum es so und nicht anders beschaffen ist und was in Zukunft mit ihm geschehen wird
  • Jeder, der einen Einblick in die wichtigsten Entwicklungen der Kosmologie des letzten Jahrhunderts erhalten möchte 

Lawrence M. Krauss ist ein Kosmologe und theoretischer Physiker, der zahlreiche populärwissenschaftliche Bestseller veröffentlicht hat. Er ist bekannt für seinen Einsatz für das öffentliche Verständnis von Wissenschaft und seinen Beitrag zur Kosmologie, vor allem für seine Ideen in Hinblick auf Dunkle Materie und Dunkle Energie.

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Ein Universum aus Nichts

... und warum da trotzdem etwas ist

Von Lawrence M. Krauss
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • 8 Kernaussagen
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Ein Universum aus Nichts: ... und warum da trotzdem etwas ist von Lawrence M. Krauss
Worum geht's

Krauss erläutert die neusten wissenschaftlichen Beobachtungen und Theorien, die nachweisen, wie das Universum plötzlich aus dem Nichts entstehen konnte. Diese hält der Autor nicht nur für plausibel, sondern argumentiert: Es musste zwangsläufig so abgelaufen sein. Krauss liefert Belege, die vor Augen führen, wie das Universum entstand, sich entwickelte und möglicherweise sogar endgültig vergehen könnte.

Kernaussage 1 von 8

Das Universum dehnt sich aus – und zwar mit zunehmender Geschwindigkeit.

Bis vor Kurzem ging man davon aus, das Universum sei statisch und ewig und unsere Galaxie befinde sich in seinem Zentrum. Diese Sichtweise veränderte sich, als der Physiker George Lemaitre nachwies, dass Einsteins Relativitätstheorie ein nichtstatisches Universum vorhersagt, und zwar eines, das sich beständig ausdehnt. Diese Vorstellung erschien so ungeheuerlich, dass selbst Einstein sie bekanntermaßen ablehnte und behauptete: „Ihre Mathematik ist korrekt, doch ihre Physik ist abscheulich.“ Spätere empirische Untersuchungen bestätigten Lemaitres Theorie.

Den Beweis lieferte der amerikanische Astronom Vesto Slipher, der ungewöhnlich helle Sterne in entfernten Galaxien oder, präziser formuliert, die Farbe des Lichts, das sie ausstrahlten, beobachtete. Slipher wusste, dass die von einer bewegten Quelle stammenden Lichtwellen gedehnt werden, wenn die Lichtquelle sich vom Beobachter entfernt (diese Erscheinung ist als Dopplereffekt bekannt) und daher ein intensiveres Rot annehmen, da sich Rot auf dem langwelligen Ende des sichtbaren Spektrums befindet. Der gleiche Effekt kann bei Schallwellen beobachtet werden, wenn sich ein Krankenwagen von uns entfernt: Die Schallwellen, die von der Sirene stammen, werden gedehnt, wodurch der Ton zunehmend tiefer wird.

Aus dem Rotwerden (der „Rotverschiebung“) entfernter Sterne schloss Slipher, dass sich die meisten Objekte in anderen Galaxien von uns entfernen, wodurch er bewies, dass das Universum tatsächlich expandiert, so wie es Lemaitres Theorie hervorgesagt hat.

Einen weiteren bedeutenden Durchbruch zum Verständnis dieser Expansion erzielte 1929 Edwin Hubble, indem er aufdeckte, dass Galaxien sich umso schneller von uns entfernen, je weiter weg sie sich von der Erde befinden. Diese Entdeckung, bekannt als Hubble-Konstante, impliziert, dass das Universum nicht nur einheitlich expandiert, sondern dass diese Expansion zunimmt und es daher eine Kraft geben muss, die die Ausdehnung vorantreibt.

Das Universum dehnt sich aus – und zwar mit zunehmender Geschwindigkeit.

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