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Das sind die Blinks zu

Der neue Antisemitismus

Ein Phänomen alarmierender Aktualität

Von Deborah Lipstadt
16 Minuten
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Der neue Antisemitismus von Deborah Lipstadt

Antisemitisches Denken ist wieder alarmierend aktuell. In den USA wie in Europa erhalten antisemitische Bewegungen regen Zulauf – selbst Universitäten scheinen nicht davor gefeit. Antisemitische und rassistische Diskurse bedrohen die Meinungsfreiheit und unsere demokratischen Grundwerte. Die Blinks zu Der neue Antisemitismus (2018) spüren den Ursachen des neu aufkeimenden Hasses nach.

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Deborah Lipstadt ist eine US-amerikanische Historikerin und Expertin für Antisemitismus. Sie forscht seit Langem über den Holocaust und wurde 2001 vom Holocaust-Leugner David Irving wegen angeblicher Verleumdung angeklagt – Lipstadt gewann in allen Punkten. Sie ist Professorin für moderne jüdische Geschichte und Holocaust-Studien an der Emory University in Atlanta, Georgia, und wurde 2018 für ihre Arbeit mit dem renommierten Carl-von-Ossietzky-Preis ausgezeichnet.

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Der neue Antisemitismus

Von Deborah Lipstadt
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
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Der neue Antisemitismus von Deborah Lipstadt
Worum geht's

Antisemitisches Denken ist wieder alarmierend aktuell. In den USA wie in Europa erhalten antisemitische Bewegungen regen Zulauf – selbst Universitäten scheinen nicht davor gefeit. Antisemitische und rassistische Diskurse bedrohen die Meinungsfreiheit und unsere demokratischen Grundwerte. Die Blinks zu Der neue Antisemitismus (2018) spüren den Ursachen des neu aufkeimenden Hasses nach.

Kernaussage 1 von 10

Antisemitismus ist Ablehnung gegenüber und Hass auf alles Jüdische.

Die Schrecken des Holocaust haben tiefe Spuren hinterlassen. Sechs Millionen Juden fanden in dieser Zeit einen grausamen Tod. Die Aufarbeitung des Nationalsozialismus hat uns für ein Thema besonders sensibilisiert, das leider immer noch brandaktuell ist: Antisemitismus. Doch was bedeutet Antisemitismus eigentlich?

Zunächst lässt sich feststellen, dass es keine klare Definition von Antisemitismus gibt. Antisemitismus ist vielmehr eine Sammelbezeichnung für alle negativen Einstellungen und Verhaltensweisen gegenüber Juden. Der Begriff steht dafür, dass Juden ausschließlich für ihr Jüdischsein gehasst und geächtet werden. Doch auch nichtjüdische Menschen können Opfer von Antisemitismus werden, bspw. dann, wenn sie sich offen für Juden einsetzen.

Antisemitismus ist dabei – ähnlich wie Homophobie oder Rassismus – nicht immer offensichtlich. Oft versteckt er sich in subtilen, abwertenden Kommentaren. Für Außenstehende ist das manchmal gar nicht so ersichtlich, doch die Opfer der Attacke erkennen auch versteckten Antisemitismus sofort.

Antisemitismus zeigt sich v.a. in den verschiedensten und absurdesten Vorurteilen gegenüber Juden. Für Antisemiten sind Juden geizig und raffgierig, sie haben große, krumme Nasen, sind verschlagen und hinterlistig. Diverse antisemitische Verschwörungstheorien behaupten, ein „weltweites Judentum“ stecke hinter den Anschlägen des 11. September. In anderen Verschwörungstheorien taucht immer wieder die jüdische Familie Rothschild auf, die angeblich sämtliche internationalen Banken kontrolliert und heimlich eine geheime Weltregierung aufbaut.

Ein Merkmal des Antisemitismus ist auch, dass er Juden, Zionisten und den Staat Israel gleichsetzt – obwohl in Israel auch Muslime, Christen und Menschen anderer Glaubensrichtungen leben. Wer so denkt, geht oft mit Absicht undifferenziert vor und behauptet, die Ziele Israels und aller Juden seien ein und dieselben. Eine judenfeindliche Äußerung, die in diesem Zusammenhang gerne verwendet wird, lautet: „Die da stecken doch sowieso alle unter einer Decke.“

Selbstverständlich kann man aber auch Zionist sein, ohne jüdisch zu sein, und genauso können Juden auch den Staat Israel kritisieren. Dennoch werden selbst offen israelisch-kritische Juden beschuldigt, die Siedlungspolitik Israels zu unterstützen.

Doch warum gibt es den Antisemitismus heute überhaupt noch? Und wieso erstarkt er? Das schauen wir uns im nächsten Blink an.

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